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Chinesischer Gast zwei Monate in Meißen

In kleinem Rahmen, aber mit hohem Anspruch nimmt das Projekt einer Porzellan-Akademie Fahrt auf.

Für zwei Monate hat der in China geborene und in Frankreich lebende Porzellankünstler Zhuo Qi sein Atelier in der Görnischen Gasse 4 in Meißen eingerichtet.
Für zwei Monate hat der in China geborene und in Frankreich lebende Porzellankünstler Zhuo Qi sein Atelier in der Görnischen Gasse 4 in Meißen eingerichtet. © Claudia Hübschmann

Von Uwe Winkler

Der in China geborene und in Frankreich lebende Porzellankünstler Zhuo Qi hat für acht Wochen sein Atelier in der Görnischen Gasse 4 in Meißen eingerichtet. Eingeladen wurde der Gastkünstler vom Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst, der Stuttgarter Elzet-Stiftung und der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch (Geka) aus Berlin. In Meißen wird Zhuo Qi von den Künstlern Andreas Ehret und Olaf Fieber betreut.

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Zhuo Qi, der erstmals in Meißen und damit an der Wiege des europäischen Porzellans ist, möchte nach dem ersten Kennenlernen der Stadt, die Historie dieser Geburtsstätte des europäischen Porzellans, die jahrhundertealte Tradition der Porzellangestaltung und die allerorts in Meißen vorhandenen historischen Elemente mit seiner eigenen, der chinesischen Kultur, verbinden.

Gespannt auf die in Meißen entstehenden Werke sind dabei nicht nur die Porzellankünstler Ehret und Fieber. Auch Meinolf Krohner, der dem Gastkünstler Atelier-Mieträume in seinem Haus in der Görnischen Gasse 4 öffnete, unterstützt den Verein zur Förderung zeitgenössischer Porzellankunst bei diesem Projekt. "Die Idee, in Meißen eine internationale Begegnungsstätte für PorzellankünstlerInnen zu initiieren, begrüße ich." Vor allem, wenn sich Meißen nun erneut engagiert, mit dem Thema Porzellan zum Unesco-Welterbe zu avancieren, gehörten solche Aktivitäten unterstützt, so Krohner. Der Investor befördert mit der Sanierung von Hausprojekten in der Görnischen Gasse zugleich den Gedanken der alten Porzellangasse von Meißen.

Werk in persönliche Ausstellung integriert

Der in Frankreich lebende und arbeitende Künstler Zhuo Qi wurde von dem Team des Fördervereins Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch für das Gemeinschaftsprojekt vorgeschlagen. "Seit der Gründung 2008 haben wir bereits 1.000 deutsche und chinesische Künstler durch verschiedene Projekte unterstützt. Der bisherige regionale Schwerpunkt lag in Berlin und Peking", sagt Prof. Yu Zhang, die Gründerin und Präsidentin des Fördervereins Geka. Durch die Pandemie bedingt, würden derzeit kleinere individuelle, aber feine Formate für den Austausch entwickelt.

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Bereits nach wenigen Tagen in Meißen hat Zhuo Qi erste Projektideen entwickelt und diese plastisch in Entwürfen entstehen lassen. Bis Ende Mai sollen Porzellanplastiken entstehen, die der chinesische Künstler dann sicherlich in seine Ausstellungen, die er weltweit zeigt, aufnehmen wird. Als Entstehungsort wird dann Meißen in die Welt getragen.

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