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Langjähriger Schulleiter ist tot

Zwölf Jahre leitete Otto Kremer die Oberschule Lommatzsch. Jetzt erlag er einer heimtückischen Krankheit. Er wurde 68 Jahre alt.

Otto Kremer in seiner Bibliothek in Leuben. Jetzt ist der ehemalige Lommatzscher Schulleiter gestorben.
Otto Kremer in seiner Bibliothek in Leuben. Jetzt ist der ehemalige Lommatzscher Schulleiter gestorben. © Andreas Weihs

Lommatzsch.   Er war Lehrer aus Leidenschaft, arbeitete 42 Jahre im Schuldienst, unterrichtete insgesamt rund 8.000 Mädchen und Jungen. Von 2004 bis 2016 war Otto Kremer der Chef der Mittelschule und heutigen Oberschule in Lommatzsch. Jetzt ist er an den Folgen einer heimtückischen Krankheit gestorben. Der ehemalige Mathematik- und Geografielehrer wurde 68 Jahre alt. 

Am 1. August 2016 ging der bisherige Leiter der Oberschule Lommatzscher Pflege aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Zwei Jahre zuvor hatte den gebürtigen Leubener eine heimtückische Krankheit ereilt. Dann galt er als geheilt, doch die Krankheit kam zurück. Auch eine zweite Therapie überstand er. Doch die Krankheit kam erneut zurück, hat ihn jetzt besiegt. "Ich bin sehr nachdenklich geworden, habe nächtelang wach gelegen, Dinge aufgeschrieben, die ich schon immer schreiben wollte und von denen ich nicht wusste, ob mir noch genügend Zeit bleibt, sie zu Papier bringen zu können", sagte er damals.

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Einen schweren Schicksalsschlag erlitt der Leubener 1980. Damals starb seine damalige Frau, die ebenfalls Lehrerin war. Kennengelernt hatte er sie bei seiner ersten Lehrerstation in Halle, nachdem er in Greifswald studiert hatte. Seinen Sohn, der 1978 geboren wurde, zog er allein auf.

1981 ging er nach Ziegenhain, war dort zunächst stellvertretender Direktor, dann von 1992 bis zu Schließung im Jahre 2004 Schulleiter. Danach kam er nach Lommatzsch an die damalige Mittelschule. Nicht nur das Gebäude war marode, auch die Aussichten für das Weiterbestehen der Schule waren nicht rosig. 

2008 erhielt Lommatzsch vier Millionen Euro für den Umbau und die Sanierung seiner Mittelschule. Dieser dauert eineinhalb Jahre. In dieser Zeit zog die gesamte Schule in das Gebäude der ehemaligen Leubener Schule um.

Der Abschied vom Schulalltag fiel ihm 2016 schwer. "Es stimmt mich wehmütig, nicht mehr dazuzugehören. Es geht ein entscheidender Lebensabschnitt zu Ende", sagte er damals. Mit seiner zweiten Frau Sylvia, die er im Jahr 2000 kennenlernte und vor acht Jahren heiratete, lebte er bis zu seinem Tod in seinem Elternhaus in Leuben. 

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