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Meißnerin wegen versuchten Totschlags angeklagt

Eine 38-Jährige soll versucht haben, ihren ehemaligen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser zu töten. Seit der Tat ist sie in Haft und wird nun angeklagt.

Von Jürgen Müller
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Vor dem Dresdner Landgericht muss sich demnächst eine 38-jährige Meißnerin unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten.
Vor dem Dresdner Landgericht muss sich demnächst eine 38-jährige Meißnerin unter anderem wegen versuchten Totschlags verantworten. ©  Symbolfoto: Rene Meinig

Meißen/Dresden. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen eine 38-jährige Deutsche Anklage zum Schwurgericht am Landgericht Dresden erhoben. Der Frau wird unter anderem versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Laut Staatsanwaltschaft soll sich die Beschuldigte am 19. September vorigen Jahres gegen 1.45 Uhr mit einem Küchenmesser bewaffnet zur Wohnung ihres 49-jährigen ehemaligen Lebensgefährten in der Bohnitzscher Straße in Meißen begeben haben, um diesen zu töten. Hierzu soll sie sich zunächst gewaltsam Zutritt zum Haus und zur Wohnung des schlafenden Geschädigten verschafft haben, indem sie die Glasscheibe der Haustür einschlug und die Wohnungstür eintrat.

In der Absicht, den zwischenzeitlich erwachten Geschädigten tödlich zu verletzen, soll die Beschuldigte zweimal in Richtung des Geschädigten gestochen haben. Der Geschädigte konnte beiden Stichen ausweichen und erlitt nur eine kleine Schnittwunde am Bauch. Dem Geschädigten gelang es, der Beschuldigten das Messer aus der Hand zu schlagen. Die Beschuldigte erkannte, dass sie den Geschädigten ohne das Messer nicht mehr tödlich verletzen konnte und verließ den Tatort.

Die Frau wurde noch am selben Tag vorläufig festgenommen und am gleichen Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Dresden vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und ordnete Untersuchungshaft an, in der sich die Beschuldigte seitdem befindet.

Laut Staatsanwaltschaft ist die Beschuldigte nicht vorbestraft. Sie hat im Ermittlungsverfahren die Tatvorwürfe eingeräumt. Das Landgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Landgericht Dresden bestimmt, so die Staatsanwaltschaft.

Für Totschlag droht lauf Strafgesetzbuch eine Strafe von mindestens fünf Jahren bis lebenslang. Liegt ein minderschwerer Fall vor, liegt das Strafmaß zwischen einem und zehn Jahren. (SZ/jm)