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SPD-Bürgermeister für Nossen

Im zweiten Wahlgang hat sich Christian Bartusch durchgesetzt.

Seit Sonntagabend steht fest: Das Rathaus in Nossen wird die nächsten sieben Jahre durch Christian Bartusch (SPD) geführt.
Seit Sonntagabend steht fest: Das Rathaus in Nossen wird die nächsten sieben Jahre durch Christian Bartusch (SPD) geführt. © Claudia Hübschmann

Nossen. Mit einem Ergebnis von 45,9 Prozent musste sich CDU-Bewerber Gerald Rabe am Sonntag im Wettbewerb um den Chefposten im Nossener Rathaus gegen den SPD-Kandidaten Christian Bartusch geschlagen geben. Letzterer erreichte in der Stichwahl 54,1 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben des Rathauses bei 50,5 Prozent. "Ich gratuliere Herrn Bartusch zum Wahlsieg und wünsche für die nächsten sieben Jahre viel Erfolg im Amt des Bürgermeisters der Stadt Nossen", sagte der scheidende Bürgermeister Uwe Anke (parteilos). Er sucht neue berufliche Herausforderungen. 

"2020, auf Deine alten Tage zeigst Du doch noch, was Du kannst!" Mit diesen Worten kommentierte die Meißner SPD-Bundestagsabgeordnete Susann Rüthrich das Ergebnis. Sie wünscht ihrem Parteifreund "frohes Schaffen". Der Nossener sitzt seit vorigem Jahr im Stadtrat für die SPD und gehört zur alteingesessenen, bekannten Bartusch-Familie.

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Er ist kein Freund von Visionen, sondern spricht lieber von „klar definierten, langfristigen Zielen. "Wir müssen Nossen so entwickeln, dass wir den Bevölkerungsrückgang stoppen.“ Laut Prognosen sinken die Zahlen auch in den nächsten Jahren stetig. Der Verwaltungsfachmann möchte dagegen vorgehen und neue Wohnbauflächen anbieten, dabei jedoch nicht zu viel neu versiegeln. Denn Nossen sei gerade wegen seiner vielen Natur lebenswert. 

Zergliederte Gemeinde zusammenführen

Zuspruch erhielt Bartusch noch am Sonntagabend von Sachsens SPD-Parteichef Martin Dulig. Der Nossener wisse, wie es den Menschen vor Ort geht und was ihnen wichtig ist. "Er kennt das riesige Potenzial der Region, die infrastrukturell hervorragend angebunden ist und mit touristischen Highlights punkten kann“, so der Sozialdemokrat.

Ähnlich lobend äußerte sich der Meißner Landtagsabgeordnete Frank Richter, welcher für die SPD im Parlament sitzt. Mit Christian Bartusch trete ein an den Anliegen der Menschen ehrlich interessierter, ein politisch seriös argumentierender und ein dem Gemeinwohl verpflichteter Politiker das Amt als "Erster Bürger der Stadt" an.

Er gratuliere ihm von Herzen und verspreche ihm konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Aus vielen Begegnungen wisse er, dass es Christian Bartusch darum gehe, Demokratie und Bürgerbeteiligung nicht nur im Munde zu führen. Er sei willens und in der Lage, Interessen auszugleichen und eigene Präferenzen zu relativieren, wenn es um das Wohl der Stadt geht. "Ich bin sicher, dass er sich intensiv darum bemühen wird, die in sehr viele größere und kleinere Ortsteile aufgegliederte Kommune Nossen zusammenzuführen", so Richter.

Rabe weiter als Stadt- und Kreisrat aktiv

Leider habe es für die Wahl zum Bürgermeister der Stadt nicht gereicht, kommentiert am Montag der unterlegene Kandidat Gerald Rabe den Wahlausgang in den sozialen Medien. "Jedoch bin ich sehr dankbar für die Unterstützung und den Zuspruch, welchen ich in den letzten Wochen und Monaten erfahren habe", schreibt er weiter. "Es gebührt sich, dem frisch gewählten Bürgermeister zu seinem Wahlsieg zu gratulieren!" Er werde seiner Linie treu bleiben und als Stadt- und Kreisrat für eine realistische und zielorientierte Kommunalpolitik einstehen.

Mit einem ganz engen Rennen hatte eigenen Angabe zufolge Christian Bartusch gerechnet. Es sei für ihn eine Überraschung, dass der Wahlausgang mit acht Prozentpunkten doch recht deutlich ausfiel. Etwas enttäuscht zeigte er sich über die geringe Wahlbeteiligung. "Die war schon beim ersten Mal nicht überragend. Und jetzt waren es noch einmal fünf Prozentpunkte weniger. Das ist natürlich schade."

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