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Sachsenwein wird neu definiert

Neun Winzer legen gemeinsam fest, was künftig auf den Etiketten der Weinflaschen aus dem hiesigen Anbaugebiet steht.

Die Lagen rund um die Jahrestreppe in Radebeul bringen in Sachsen mit die besten Tropfen hervor. Das soll künftig auf dem Etikett der Weinflasche noch stärker herausgestellt werden.
Die Lagen rund um die Jahrestreppe in Radebeul bringen in Sachsen mit die besten Tropfen hervor. Das soll künftig auf dem Etikett der Weinflasche noch stärker herausgestellt werden. © Arvid Müller

Radebeul. Neun sächsische Winzer haben sich zur konstituierenden Sitzung der Vertreterversammlung für die Schutzgemeinschaft Sächsischer Wein im Radebeul Weingut Hoflößnitz zusammengefunden. Dies teilte jetzt der Sächsische Weinbauverband mit. Ihre Aufgabe ist es, in den nächsten Monaten neue Qualitätsmerkmale und Parameter für die einzelnen Anbaugebiete sowie Weinbergslagen im Anbaugebiet Sachsen zu definieren.

Zukünftig wird es nach Veränderungen in der Gesetzgebung nicht mehr wie bisher bei der Kategorisierung des Weins vor allem auf den Zuckergehalt der Trauben während der Lese ankommen, sondern vorrangig auf die regionale Herkunft aus den verschiedenen Weinbaugebieten sowie Weinbergen und Lagen. Für den Verbraucher verschwinden damit auf dem Etikett gewohnte Angaben wie Spätlese, Auslese, Beerenauslese. Das neue „romanische System“ besteht bereits seit Jahrzehnten in anderen Weinregionen wie Frankreich, Spanien oder Italien. Es soll zukünftig auch für den deutschen Wein gelten.

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Zu den Vertretern der neu gegründeten Schutzgemeinschaft für den sächsischen Wein gehören Winzerinnen und Winzer, die das Anbaugebiet Sachsen in seiner Struktur repräsentieren: große, mittelständige und kleine Weingüter sowie die Weinbaugemeinschaften und Traubenerzeuger. Mit Felix Hößelbarth als Vorsitzendem hat die Schutzgemeinschaft Sachsen einen erfahrenen Önologen an ihrer Spitze, der die Geschicke gut lenken wird, ist sich Frank Neupold, Vorsitzender des Weinbauverbandes, sicher.

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