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Wird das Neustadts Marktbus?

Die Innenstadt soll lebendiger werden. Dafür gibt es Fördermittel und einige gute Ideen. Eine davon ist eine bessere Busverbindung von den Dörfern.

Von Anja Weber
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Ein elektrisch fahrender Kleinbus könnte bald auch in Neustadt unterwegs sein.
Ein elektrisch fahrender Kleinbus könnte bald auch in Neustadt unterwegs sein. © Wikipedia/Ulf Klingström

Ist in Neustadt Markttag, dann trifft man sich. Aus den Dörfern kommen die Bewohner, nicht nur um einzukaufen, sondern auch um sich treffen und sich über die neuesten Geschichten auszutauschen. Doch wer nicht motorisiert ist, hat schlechte Karten. Die Angebote des öffentlichen Nahverkehrs seien nicht immer komfortabel, heißt es unter anderem in der Studie für das Projekt "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren".

Die Stadtbusse fahren zum Beispiel nur einmal pro Stunde und nehmen Umwege, um möglichst viele Menschen abzuholen. Einwohner ohne eigenes Fahrzeug aus den Ortsteilen sind auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Der allerdings fährt zu selten übers Land. Außerdem sind die Haltestellen breit gestreut und man muss mitunter durch das halbe Dorf laufen, um eine Haltestelle zu finden. Taxi und Fahrdienste wären noch eine Alternative. Aber das kann sich nicht jeder leisten. Deshalb will die Stadt ein neues Angebot kreieren. Und das soll das Projekt "Marktbus" sein. Wie das funktionieren soll, auch da gibt es schon ganz genaue Vorstellungen.

Zum Einsatz soll ein umweltfreundliches Fahrzeug kommen mit höchstens 14 Sitzplätzen. Mit dem Bus sollen dann besonders Menschen ohne Fahrerlaubnis an ihrer Wohnung oder an ihrem Grundstück in den Ortsteilen abgeholt und in die Innenstadt gebracht werden. Die Stadt Neustadt will sich da an einem VW-Projekt aus Norddeutschland orientieren, das sich MOIA nennt. Das Unternehmen bietet ein bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot an.

Und Neustadt meint es offenbar auch ernst mit dem Projekt Marktbus. Denn es gibt schon Vorschläge zur Finanzierung. Falls es förderfähig ist, dann sollte das Projekt über den sogenannten Verfügungsfonds mit finanziert werden. Klappt das nicht, wolle man sich um eine alternative Förderung bemühen. Den Verfügungsfonds will die Stadt einrichten, um Gewerbetreibende, Bewohner und Nutzer der Stadt zu unterstützen.