merken
PLUS Niesky

Rauchmelder retten Leben von Uhsmannsdorfern

Feuerwehren rücken mit 38 Kameraden an. Sie werden schnell fertig mit den Flammen. Und auch ein Tatverdächtiger scheint schon ermittelt.

Am frühen Sonntagmorgen wurden die Feuerwehrleute zu einem Brand im großen Plattenbau-Wohnblock in Uhsmannsdorf gerufen.
Am frühen Sonntagmorgen wurden die Feuerwehrleute zu einem Brand im großen Plattenbau-Wohnblock in Uhsmannsdorf gerufen. © Danilo Dittrich

Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden die Feuerwehren aus Rothenburg und Umgebung am frühen Sonntagmorgen nach Uhsmannsdorf gerufen. Dort war in einer Wohnung des noch aus DDR-Zeiten stammenden Plattenbaus in der Trebuser Straße ein Brand ausgebrochen.

Punkt 4 Uhr in der Nacht begann die Alarmierung. "Als wir ankamen, waren eine Wohnung im Erdgeschoss und das gesamte Treppenhaus dieses Einganges stark verraucht", erklärt Einsatzleiter David Schwarz von der Rothenburger Feuerwehr. Neben den Kameraden aus der Neißestadt rückten auch die Wehren aus Lodenau, Uhsmannsdorf, Horka und Niesky an. Insgesamt 38 Kräfte waren mit neun Fahrzeugen vor Ort.

Anzeige
Laden Sie Ihre Akkus auf
Laden Sie Ihre Akkus auf

...und lassen Sie sich elektrisieren.

Sechs Bewohner hatten sich vor dem Eintreffen von Feuerwehr und Polizei schon selbst retten können, zwei weitere wurden mit der Drehleiter vom Balkon geholt. "Als wir ankamen, war noch gar kein Feuer sichtbar", schildert der Rothenburger Feuerwehrchef die Situation. Kurze Zeit später jedoch zerbarsten die Fensterscheiben der Brandwohnung und die Flammen schlugen nach draußen.

Brandwohnung bis auf Weiteres nicht bewohnbar

Nachdem das Feuer recht schnell gelöscht werden konnte und im Treppenhaus eine Notentrauchung vorgenommen wurde, kontrollierten die Kameraden mit einem speziellen Messgerät der Horkaer Wehr alle Wohnungen des Mehrfamilienhauses  auf ihren Schadstoffgehalt. Dabei stellte sich heraus, dass nur die Brandwohnung bis auf Weiteres unbewohnbar ist.

Erfahrungsgemäß, so David Schwarz, seien die frühen Morgenstunden eine sehr kritische Zeit. "Das ist die Tiefschlafphase des Menschen. Da kriegt man normalerweise überhaupt nichts mit." Allerdings hätten in mehreren Wohnungen Rauchmelder angeschlagen. "Die haben den Bewohnern wohl das Leben gerettet." Und der Polizei die Möglichkeit gegeben, eine Skizze anzufertigen mit belegten und freien Wohnungen. "Das hat uns bei den Rettungsarbeiten natürlich enorm geholfen", lobt Schwarz.

Auch die Polizei war offenbar schon sehr erfolgreich. "Erste Ermittlungen führten zu einem 28-jährigen Tatverdächtigen", informiert Anja Leuschner, Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz. Der Pole habe die Wohnung offenbar selbst genutzt. "Beamte des Görlitzer Reviers nahmen den Mann am Sonntagnachmittag vorläufig fest." Am Montag sollte dann ein Richter über die weiteren strafrechtlichen Konsequenzen entscheiden.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Niesky