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Rothenburger Edeka-Markt prescht vor

Der Markt in der Neißestadt hat ab Donnerstag modernste Kühltechnik und mehr Produkte. In Niesky muss der Umbau noch warten.

Die Kühlanlagen im Rothenburger Edeka-Markt wurden ausgetauscht, der Markt selbst völlig umgebaut. Ab Donnerstag empfangen Betreiberin Chris Renner und ihr Team wieder Kunden.
Die Kühlanlagen im Rothenburger Edeka-Markt wurden ausgetauscht, der Markt selbst völlig umgebaut. Ab Donnerstag empfangen Betreiberin Chris Renner und ihr Team wieder Kunden. © Nikolai Schmidt

Edeka legt richtig los in der Oberlausitz. Nachdem die Erweiterung des Nieskyer Marktes seit September vergangenen Jahres beschlossene Sache ist, prescht der Standort in Rothenburg erst einmal vor. Ab Donnerstag sind hier wieder Kunden willkommen. Die Betreiber des Nieskyer Marktes richten ihre Aufmerksamkeit derweil auf Zuwachs an anderer Stelle.

Chris Renner hätte mit ihrer Investition zwar noch ein bisschen warten können. Um sie herumgekommen wäre sie aber nicht. "Das Gesetz schreibt vor, dass alte Kühlanlagen bis 2022 auszutauschen sind. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, dies jetzt zu tun", erklärt die Betreiberin des Rothenburger Edeka-Marktes. Aber noch ein zweiter Grund war für die Arbeiten mit ausschlaggebend. Gleich nebenan will Netto in Kürze einen neuen Markt errichten. Zusammen sollen beide dann das "Innenstadt-Einkaufszentrum" bilden. "Darauf müssen wir natürlich entsprechend vorbereitet sein", begründet die Kodersdorferin, die hier schon seit 13 Jahren Chefin ist und inzwischen 38 Mitarbeiter beschäftigt.

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Sortimentsvielfalt steigt auf 22.000 Artikel

So mussten die Kunden in den vergangenen acht Wochen mit einer Reihe von Einschränkungen leben, die letzten fünf Wochen war der Markt an der Horkaer Straße sogar komplett geschlossen. Denn schon bei der Planung hatte sich abgezeichnet, dass es nicht beim Austausch der Kältetechnik bleiben würde. "Es kam soviel zusammen, dass der Markt nun völlig umgebaut worden ist", erläutert die Inhaberin. 

Kernstück aller Aktivitäten waren jedoch die Arbeiten an der Kühlanlage. Sämtliche Kühlboxen wurden ausgetauscht, die neuen Aggregate verwenden statt Kältemittel Kohlendioxid. Alle - egal ob in Molkerei, Fleischerei oder in der Tiefkühlung - laufen über einen zentralen Maschinenraum. "Etwas Moderneres gibt es derzeit nicht", freut sich Chris Renner über diese Investition.

Aber auch das Innere des Rothenburger Edeka-Marktes ist nun völlig anders aufgestellt. "Darüber habe ich mir sehr lange Gedanken gemacht, mich intensiv mit einer Designfirma beraten", erzählt die Inhaberin. Die Gestaltung sollte nicht übertrieben modern ausfallen, dafür aber der Lage auf dem Lande entsprechen. Insgesamt also zeitlos und heimatverbunden, mit breiten Gängen. Wo was zu finden ist, dürfte selbst Stammkunden teilweise überraschen. "Los geht es mit Obst und Gemüse, dann kommt die Frischeabteilung. Alles andere schließt sich an." Früher habe das Sortiment rund 20.000 Artikel umfasst, nach dem Umbau seien es nun etwa 2.000 mehr.

Polizeistudenten setzen auf Sportlernahrung

Entscheidend für die größere Vielfalt sind das veränderte Kaufverhalten der Rothenburger Kunden und die speziellen Wünsche der vielen Polizeistudenten. "Die Leute werden bei ihrer Ernährung immer bewusster, Gesundheit steht viel mehr im Vordergrund", weiß Chris Renner. Die Kommissarsanwärter legten zusätzlich großen Wert auf Sportlernahrung. "Ich denke, dass wir da künftig gut aufgestellt sind."

Während Edeka seine Fläche trotz Umgestaltung im Wesentlichen beibehalten hat, begrüßt die Bäckerei Fehrmann aus Göda ihre Kunden nun auf einem doppelt so großen Areal. "Wir haben die Kapazität der Sitzplätze enorm erweitert. Nun können 45 Personen gleichzeitig in unserem 'kleinen Genießertreff' verweilen", freut sich Inhaber André Fehrmann. Allerdings geht seine Rothenburger Filiale coronabedingt mit einer kleinen Änderung an den Start: Alle kulinarischen Verführungen gibt es bis auf Weiteres nur "to go".

Jennifer und Robert Schulze, die den Edeka-Markt in Niesky betreiben, eröffnen am 26. November einen weiteren Standort in Bautzen-Oberkaina.
Jennifer und Robert Schulze, die den Edeka-Markt in Niesky betreiben, eröffnen am 26. November einen weiteren Standort in Bautzen-Oberkaina. © SZ/Uwe Soeder

In Niesky müssen sich Edeka-Kunden noch etwas gedulden auf die schon im September 2019 vom Stadtrat genehmigte Erweiterung. Laut dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan soll es eine Vergrößerung des Marktes an der Horkaer Straße zulasten von 22 Parkplätzen geben. 147 Stellflächen verbleiben. Eine weitere laut Gesetz noch vorgeschriebene muss gegenüber der Stadt finanziell abgegolten werden.

Nieskyer Inhaber eröffnen Markt in Bautzen

Ehe sich Jennifer und Robert Schulze den Veränderungen in ihrem Nieskyer Markt widmen, wollen sie ihren neuen Standort in Bautzen-Oberkaina eröffnen. Am 26. November soll es soweit sein. Dort will das Ehepaar auf 1.100 Quadratmeter Verkaufsfläche bis zu 18.000 Produkte anbieten. Backtheke, vegetarische Fleischersatzprodukte und Biosortiment gehören - neben dem üblichen Sortiment - ebenso zur Angebotsvielfalt wie eine Schnippelküche, an der sich die Kunden ihre Salatboxen selbst zusammenstellen können.

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