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Niesky erhält überraschend 200.000 Euro

Das Geld soll in die Ortsteile fließen und die Lebensqualität dort steigern. Was genau geschieht, dabei reden auch die Bürger ein kräftiges Wort mit.

Mit der Einweihung des Rosengartens in See wurde ein weiterer Schritt zur Dorfverschönerung getan. In den kommenden zwei Jahren sollen solche Veränderungen in allen vier Ortsteilen möglich sein.
Mit der Einweihung des Rosengartens in See wurde ein weiterer Schritt zur Dorfverschönerung getan. In den kommenden zwei Jahren sollen solche Veränderungen in allen vier Ortsteilen möglich sein. © Daniela Schulze

Für die kommenden zwei Jahre will die Stadt Niesky ihre vier Ortsteile mehr in den Mittelpunkt rücken und deren Entwicklung vorantreiben. Möglich macht das ein Preisgeld, das die Stadt aus dem Landeswettbewerb "Ideen für den ländlichen Raum" dieses Jahr erhalten hat. Denn Ideen sind im Rathaus und in den Ortschaften vorhanden, um das dörfliche Leben aufzuwerten. Diese Ideen, niedergeschrieben in einem Konzept, gaben den Ausschlag, dass das Land Sachsen der Stadt einen finanziellen Zuschuss gegeben hat. 

Konkret handelt es sich um 200.000 Euro. Für Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann ist das ein "großes Geschenk" für die Ortsteile, um damit Wünsche erfüllen zu können, die sich die Stadt bisher nicht leisten kann. „Wichtig ist, dass die Einwohner verstehen, dass das Geld keine Straßenlöcher stopfen kann“, so die Oberbürgermeisterin. 

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Stadt stellt Koordinatorin ein

Was die Bürger von dem Gemeinschaftsprojekt "Ortschafft(s)Leben 2.0" erwarten können, steht in einem Brief, den in den nächsten Tagen jeder Haushalt in Kosel, Ödernitz, See und Stannwisch erhalten wird. Als Projektkoordinatorin ist von der Stadt Sandra Stibenz für zwei Jahre eingestellt worden. Die junge Nieskyerin war zuvor für den Verein "Görlitz für Familie" tätig. Dieser ist auch Träger des Kinder- und Familienzentrums Niesky. Ziel des Projektes ist es, die Lebensqualität in den Ortsteilen zu verbessern und Entwicklungen anzustoßen.

Dabei sollen, so Sandra Stibenz,  Themen wie Rufbus, Generationen-Spielenachmittage, Dorffeste oder mobile Verwaltungssprechstunden auf das Tableau kommen. "Auch Infoabende zu Themen wie Vorsorgevollmacht, Erziehung, Nachhaltigkeit, Trauer und Selbsthilfe sind geplant." Aber derzeit macht die Corona-Pandemie einen großen Strich durch die zügige Umsetzung. Das betrifft auch die Weihnachtsfeiern, die ursprünglich in jedem Ortsteil vorgesehen waren. 

Gespräche mit den Bürgern

Die Ortsteile sind alle lebens- und liebenswert, es gibt engagierte Einwohner und tolle Ideen, schätzt Sandra Stibenz zum Start des Projektes ein. Bestes Beispiel ist der neu geschaffene Rosengarten in See. In Stannewisch kann der Bau eines Pavillons von dem Preisgeld gefördert werden. Zudem sind die beantragten Leader-Programm-Fördermittel für die Sanierung des Holzspielplatzes und die Neuerrichtung von Fitnessgeräten im Freizeitpark bestätigt. Weiter geht es in den nächsten Wochen mit Gesprächen vor Ort – vor allen mit den Ortsvorstehern: Welche Vereine gibt es und was sind die Wünsche der Einwohner?  Ebenso soll ein Ortsnetzwerk zur Umsetzung des Projektes gegründet werden, zusammen mit der Oberbürgermeisterin, den Ortsvorstehern und engagierten Bürgern. 

Kontakt: Sandra Stibenz ist im Rathaus Niesky unter Telefon 03588 282665 zu erreichen und per E-Mail: [email protected]

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