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Rückenwind für Nieskys Feuerwehrchef

Steffen Block will sein Amt niederlegen. Vor dem entscheidenden Gespräch mit Nieskys Oberbürgermeisterin stärken ihm Ortswehren den Rücken.

Stadtwehrleiter Steffen Block steht jetzt im Fokus aufgrund seines Antrages auf Rücktritt vom Amt des Stadtwehrleiters.
Stadtwehrleiter Steffen Block steht jetzt im Fokus aufgrund seines Antrages auf Rücktritt vom Amt des Stadtwehrleiters. ©  Archiv/André Schulze

Wie geht es für den Nieskyer Feuerwehrchef Steffen Block weiter? Sein Antrag auf Abberufung als Stadtwehrleiter liegt im Rathaus. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Somit führt der Nieskyer sein Amt entsprechend der Feuerwehrsatzung weiter aus. Als nächstes soll für den 57-Jährigen ein Gespräch mit der Oberbürgermeisterin folgen. Sie ist die Verantwortliche der Nieskyer Wehren.     

Steffen Block will erst das Gespräch mit der OB abwarten, bevor er sich weiter zu seinem Entschluss äußert - und ob er daran festhält oder nicht. Das soll in den nächsten Tagen erfolgen, einen konkreten Termin gibt es noch nicht, sagt der Stadtwehrleiter gegenüber SZ. Die Kameraden in den fünf Ortswehren sind offiziell bis zum heutigen Tag über die Rücktrittsambitionen weder vom Stadtwehrleiter selbst noch von der Stadt Niesky informiert.    

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Aus der Zeitung erfahren

Aus Sicht der Ortswehren wäre es für sie ein Verlust, wenn Steffen Block das Amt nicht mehr ausführt. Das sagt Dietmar Hartstein von der Ortswehr Stannewisch. "Die Zusammenarbeit mit Steffen hat immer funktioniert. Er macht sich für unsere Belange stark, erkennt Probleme und versucht, sie im Interesse der Feuerwehr zu lösen", sagt der Wehrleiter. Und noch etwas ist Hartstein wichtig: Steffen Block ist die Woche über verfügbar, da er hauptamtlich das Feuerwehrtechnische Zentrum in Niesky leitet - als Angestellter der Stadt.    

Den Einsatz der Feuerwehren auswerten

Dieses Plus nennt auch Siegfried Lange, Ortswehrleiter in See. "Für uns Feuerwehrleute im Ehrenamt ist es wichtig und notwendig, einen Ansprechpartner vor Ort zu haben", betont der Seer. Block seine Gründe für das Niederlegen des Amtes kann Lange nachvollziehen. Er war mit seinen Männern beim Brand in der Lackfabrik am 23. Oktober vor Ort und im Einsatz.  Während die Stannewischer Kameraden nur zur Bereitschaft nach Niesky gerufen wurden, obwohl sie mit zwei Trupps Atemschutzgeräte-Trägern anrückten, erklärt Dietmar Hartstein. Aber das muss feuerwehrintern ausgewertet werden, so die beiden Wehrleiter,  was derzeit schwierig ist. Zusammenkünfte, Schulungen und Dienste sind aufgrund der verschärften Corona-Bestimmungen für die Nieskyer Wehren im November untersagt. 

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