merken
PLUS Niesky

Kodersdorfer Springreiterin unter den deutschen TopTen

Kristin Kuhn reitet bei den deutschen Amateurmeisterschaften auf Platz sieben. Auch eine Görlitzer Dressurreiterin sorgt für ein starkes Ergebnis.

Kristin Kuhn reitet derzeit mit ihrer Schimmeldame Agneta auf hohem Niveau. Stute Aminata ist dagegen noch ein Versprechen für die Zukunft.
Kristin Kuhn reitet derzeit mit ihrer Schimmeldame Agneta auf hohem Niveau. Stute Aminata ist dagegen noch ein Versprechen für die Zukunft. ©  André Schulze

Der deutsche Reitsport, sowohl im Spring- als auch Dressurreiten ist seit jeher von den westdeutschen Reitsportlern dominiert. Der Hauptgrund neben der langen Tradition ist, dass in den Altbundesländern nach wie vor die finanziellen Bedingungen besser sind. Die Reitsportler können sich teurere und damit Pferde mit noch besseren Anlagen leisten, auch Turniere, auf denen man gut verdienen kann, sind dichter gesät. Und man lädt sich gegenseitig ein…

Umso seltener ist es, wenn mal jemand mit ganz eigenen, bescheidenen Mitteln bei Meisterschaften in die Phalanx eingreift. Der Kodersdorfer Springreiterin Kristin Kuhn ist das jetzt gelungen, mit einem siebenten Platz bei den am letzten Septemberwochenende ausgetragenen deutschen Amateurmeisterschaften in Münster. „Eine Topten-Platzierung ist für Reiter aus Sachsen bislang was ganz Seltenes“, bestätigt sie und ist zurecht auch ein wenig stolz. Zumal auch die äußeren Umstände für sie und ihr Pferd Agneta, ein zehnjähriges Deutsches Reitpferd, nicht besonders günstig waren. Am Donnerstagnachmittag war sie in Kodersdorf losgefahren, sieben Stunden die 660 Kilometer nach Münster, Agneta im Hänger. Gegen Mitternacht traf das „Gespann“ am Turnierort ein. „Da waren alle anderen längst da, die meisten schon am Vortag“, sagt Kristin Kuhn.

Sachsenbessermachen.de
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.
Wir geben Geschichten aus Sachsen eine Bühne.

Hinsehen, Zuhören, Lösungen finden - gemeinsam. Sachsen besser machen!

Start gelingt trotz fehlender Eingewöhnung

Am Freitag erfolgte dann keine Einlaufrunde – da können sich Pferd und Reiter erstmal an Parcours und Umgebung gewöhnen, sondern gleich der scharfe Start mit der ersten Wertungsprüfung, einer Springprüfung Klasse S* über 1,40 Meter hohe Hindernisse. Erstaunlicherweise hatten Kristin Kuhn und Agneta keine Probleme, blieben fehlerfrei und landeten auf dem sechsten Platz. Am Sonnabend, erneut bei einer Springprüfung der Klasse S*, gab es dann einen kleinen Rückschlag. Ein Abwurf kostete die Kodersdorferin so ungefähr 15 Plätze, sie beendete die Prüfung als 19. „Den Fehler habe ich gemacht, der Abstand zum Hindernis stimmte nicht", ärgerte sie sich. Als Gesamt-13. nach zwei Tagen hatte sie sich aber souverän für die Finalprüfung der Top30 qualifiziert.

 Am Sonntag gab es dann eine Klasse-S*-Prüfung mit Siegerrunde, für die sich das beste Viertel nach dem Umlauf qualifiziert. Das schaffte Kristin Kuhn mit einem erneut fehlerfreien Ritt. In der Siegerrunde fehlte bei Agneta dann auch ein wenig die Kraft, zwei Abwürfe bedeuteten Platz sieben in dieser Abschlussprüfung und ebenso insgesamt. „Damit bin ich absolut zufrieden, erst recht, wenn man sieht, dass viele Reiter hier Familienmitglieder anderer bekannter Reiter waren und auch von deren Profimanagement profitieren. Das alles habe ich nicht und freue mich besonders, das alles mit einem Pferd zu erreichen, dem ich von Grund auf alles selbst beigebracht habe“, erklärt sie. Nächster Höhepunkt könnte der Große Preis von Sachsen vom 6. bis 8. November auf dem Chemnitzer Messegelände werden.

Starke Görlitzer Dressurreiterin

In Münster sorgte derweil auch eine Görlitzerin für ein gutes Ergebnis: Die Dressurreiterin Tina Kage wurde auf Quickstep 13. der deutschen Amateurmeisterschaften. Ihre Einzelplatzierungen lauteten Platz 10 am Freitag (Kl. S*) und Platz 13 am Sonntag (KL. S*, Prix St. George-Kür). Das Besondere: Der achtjährige Wallach Quickstep ist ein Versprechen für die Zukunft. Er war das jüngste Dressurpferd bei den Meisterschaften in Münster, und gerade in der Dressur erreichen die Pferde deutlich später ihr maximales Leistungsvermögen. Das Pferd, Pferde des Jahres in Sachsen und Thüringen 2019, befindet sich zudem im Besitz der Reiterin und wird seit Jahren von Tina Kage selbst ausgebildet.

Mehr Nachrichten aus Niesky lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Görlitz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Niesky