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Süßes zieht in Pirnas "Alten Bahnhof"

Das Obergeschoss des markanten Gebäudes in der Kreisstadt wird im Frühjahr bezogen. Damit ist das Haus komplett vermietet.

Jetzt wurde das obere Geschoss des Alten Bahnhofes in Pirna vermietet.
Jetzt wurde das obere Geschoss des Alten Bahnhofes in Pirna vermietet. © Norbert Millauer

Jetzt ist auch das Obergeschoss im "Alten Bahnhof" Pirna vermietet. Es wird süß. Die Adoratio Schokoladenkunst Naschwerk GmbH aus Thürmsdorf bei Struppen will sich hier erweitern. Eingerichtet wird ein Schokoladen-Atelier für Feierlichkeiten nach vorheriger Anmeldung, sagt Michael Hänel. Dem Pirnaer Unternehmer gehört der "Alte Bahnhof".  Geplant sind unter anderem Schokoladenkurse, erlesene Schokoladen- und Weinstunden sowie Genusstouren rund um die Kakaobohne. Eine perfekter Standort, denn von dem angebauten Wintergarten und der davor liegenden Terrasse haben die Gäste einen wunderbaren weiten Blick auf die Elbe. Für Adoratio Schokoladenkunst ist das neue  Schokoladen-Atelier im  "Alten Bahnhof" somit das dritte Standbein. Es gibt bereits die Manufaktur mit Café in Thürmsdorf sowie die Ladenfiliale am Pirnaer Markt.

Damit ist der "Alte Bahnhof" komplett vermietet. Im Erdgeschoss bietet die Weinhandlung Barrique edle Tropfen an. Gleich daneben können Kunden in der Modeboutique "Absolut Britt" stöbern, dazu gehört auch ein kleines Fashion-Café. Der Frisörsalon und Barbershop von Doreen Friebel runden das Angebot im ehemaligen  Bahnhof ab. "Ich denke der Branchenmix ist gut gelungen", sagt Michael Hänel.

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Geplante Whiskeybrennerei scheiterte

Bereits 2015 hat Michael Hänel das Gebäude von der Privatbrauerei Schmees-Besgen GmbH erworben, mit dem Ziel es zu sanieren.  Die Schmees-Geschäftsführung hatte ursprünglich den Plan, unter anderem eine Whiskeybrennerei in dem altehrwürdigen Haus zu eröffnen. Doch das Projekt zerschlug sich. So kam Hänel zum Zuge.

Die Sanierung zum modernen Geschäftshaus kostete rund 1,6 Millionen Euro.  Von der Stadt gab es einen maximalen Zuschuss von 858 000 Euro aus Städtebaufördermitteln, weil das Gebäude im eigens dafür eingerichteten Fördergebiet "Alter Bahnhof" liegt. Um die Lärmbelästigung durch die in nur sechs Metern Entfernung vorbeifahrenden Züge möglichst gering zu halten, wurde ein erhöhter Schallschutz in die Fenster zur Schienenseite eingebaut.
Das Gebäude blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Im Juli 1848 wurde der Bahnhof im Zuge der Eröffnung der Sächsisch-Böhmischen Eisenbahn eingeweiht und 1875 stillgelegt. Bis 1998 war in dem Haus die Bahnmeisterei untergebracht, gleichzeitig wurde es für Wohnzwecke genutzt. Zuletzt stand das Gebäude leer.

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