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Hilferuf der Pirnaer Tafel

Der Transporter der Einrichtung ist mehr in der Werkstatt, als auf der Straße. Das ist nicht das einzige Problem der Tafelleitung.

Sandra Furkert (l.) und Christina Rentner von der Pirnaer Tafel stehen an dem Tafelauto. Das befindet sich derzeit öfter in der Werkstatt, als auf der Straße.
Sandra Furkert (l.) und Christina Rentner von der Pirnaer Tafel stehen an dem Tafelauto. Das befindet sich derzeit öfter in der Werkstatt, als auf der Straße. © Norbert Millauer

Mit Sorgenfalten schaut Sandra Furkert auf den Ford-Transporter. "Unser Tafelauto ist momentan mehr in der Werkstatt, als auf der Straße unterwegs", sagt die Chefin der Pirnaer Tafel. Dabei ist ihr wirklich nicht zum Spaßen zumute. Der Kastenwagen mit Kühlsystem fällt immer öfter aus und muss dann repariert werden. "Das Team vom Autohaus Huth aus Pirna-Neundorf unterstützt uns sehr, aber den maroden Wagen auf Dauer zu behalten und ihn immer wieder reparieren zu lassen, ist keine Lösung. Wir stecken mehr Geld in das Fahrzeug, als dass wir einen Nutzen haben", erklärt Sandra Furkert.

Haushalte werden direkt versorgt

Die Lage ist problematisch. Denn normalerweise wird der Transporter dazu genutzt, Lebensmittel von Bäckereien, Discountern und anderen Geschäften frühmorgens abzuholen, um sie dann in den Ausgabestellen der Pirnaer Tafel zu verteilen. Darüber hinaus brauchen die Tafel-Mitarbeiter den Wagen, um circa 35 Haushalte in Pirna und Heidenau direkt zu versorgen. "Es sind Menschen, die sehr alt sind oder aus gesundheitlichen Gründen nicht zu den Ausgabestellen können kommen, sodass wir sie mit den Lebensmitteln zu Hause beliefern" erklärt Furkert.

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Hoffnung auf Spenden

Diese Versorgung ist trotz des Ausfalls des Transporters nicht gefährdet, denn die Heidenauer Tafel verfügt über ein funktionierendes Tafelauto. Sie ist ebenso wie die Pirnaer Tafel in Trägerschaft des dfb Regionalverband Sachsen Ost e.V. Folglich gibt es eine enge Zusammenarbeit. So kann die Pirnaer Tafel auf das Tafelauto der Heidenauer zurückgreifen, um die Haushalte zu beliefern. "Aber meine Kolleginnen fahren jetzt mit ihren privaten Autos die Geschäfte an, um die Lebensmittel für die zwei Pirnaer Ausgabestellen in der Altstadt und auf dem Sonnenstein abzuholen. Das ist kein Zustand", erklärt die Tafelchefin und hofft auf Spenden, um einen gebrauchten Transporter zu erstehen.

Zu wenig Obst und Gemüse

Das ist jedoch nicht ihre einzige Sorge. Probleme gibt es derzeit auch bei der Abgabe von Lebensmitteln. "Das bezieht sich besonders auf Obst und Gemüse. Wir bekommen einfach zu wenig für unsere Tafelkunden, was in dieser Jahreszeit allerdings nicht ungewöhnlich ist", ordnet sie ein.

Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht. Personalprobleme hat die Pirnaer Tafel aktuell nicht. "Viele Ehrenamtliche helfen aus und sind mit großem Engagement und Empathie dabei", sagt Furkert. Derzeit versorgt die Pirnaer Tafel wöchentlich 200 Haushalte.

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