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Sandsteinkurier

Pirnas besonderes Lädchen

Stadtmarketing und Citymanagement eröffnen erneut das Kauf-in-Pirna-Geschäft - diesmal an einem anderen Ort und länger als sonst.

Dina Stiebing (l.) vom Verein „Citymanagement Pirna“ und Robert Böhme vom Stadtmarketing vor dem KiP-Lädchen: Zusätzliche Möglichkeiten für neue Ideen.
Dina Stiebing (l.) vom Verein „Citymanagement Pirna“ und Robert Böhme vom Stadtmarketing vor dem KiP-Lädchen: Zusätzliche Möglichkeiten für neue Ideen. © Thomas Möckel

In den vergangenen beiden Jahren öffnete stets Anfang September ein ganz spezielles Geschäft in der Pirnaer Altstadt: das KiP-Lädchen, KiP steht für „Kauf in Pirna“. Jedes Mal war es an einem anderen Ort zu finden, einmal auf der Schössergasse, einmal auf der Dohnaischen Straße. Ziel der Initiatoren - das Pirnaer Stadtmarketing und der Verein „Citymanagement Pirna“ - war, auf unkonventioneller Weise zu zeigen, wie sich leer stehende Geschäfte kurzzeitig beleben lassen und gemeinsam mit anderen Akteuren nach Ideen zu suchen, den Ladenleerstand insgesamt zu reduzieren. Gleichsam sollte es dazu animieren, bei den lokalen Händlern einzukaufen. Für den Landeswettbewerb „Ab in die Mitte! Die City-Offensive 2019“ wurde das Konzept erweitert, und zwar mit Erfolg: das Projekt „KiP-Lädchen“ gewann den zweiten Platz, dotiert mit 20.000 Euro. „Ohne diesen Preis wären wir heute nicht hier“, sagt Robert Böhme, Verantwortlicher fürs Stadtmarketing bei der Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna. 

Liederladen und Künstlergalerie

Sein Domizil hat der Laden nun aktuell auf der Dohnaischen Straße 41 gefunden. Am 11. September wurde er eröffnet, diesmal nicht nur für drei Wochen, sondern als Aktionsladen für mindestens ein Jahr. „Das Thema ‚lebendige Innenstadt‘ mit all seinen Facetten und Einflussgrößen hat eine große Bedeutung für die Stadtentwicklung, und die Herausforderungen sind in diesem Jahr noch größer geworden. Auch deshalb wollen wir mit unserem Projekt wieder ein positives Zeichen setzen und viele Menschen erreichen“, sagt Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke (parteilos). Das Konzept „Kauf in Pirna“ räumt Handel und Gastronomie auch weiterhin große Bedeutung ein, umfasst aber noch andere Bereiche. So wurde diese Wortschöpfung um Begriffe wie Kultur, Kunst, Kommunikation und Kinderfreundlichkeit erweitert. „Dies bietet uns zusätzliche Möglichkeiten für Ideen, die im Laden entwickelt und umgesetzt werden sollen“, sagt Böhme. So soll beispielsweise mit einem Pirnaer Liedermacher regelmäßig ein „Liederladen“ initiiert werden, Künstler stellen im Lädchen ihre Werke aus, ein im Laden entstehender Podcast beleuchtet das Thema „Digitaler Handel“.

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Kinder können Spielzeug tauschen

Als Eckpfeiler des KiP-Lädchens bleiben die bewährten Bestandteile - Büro, Vielfachladen, Gesprächs-Lounge. Mitarbeiter von Stadtmarketing und vom Citymanagement-Verein werden teilweise im Laden arbeiten und an neuen Projekten feilen. Ein großer Bereich wird für Gespräche genutzt. Zudem wird wieder ein Vielfachladen eingerichtet, in dem Pirnaer Unikate sowie Werbe-Artikel verkauft werden. Und es gibt erneut die Spielzeugtausch-Ecke - Kinder können dort ein Spielzeug abgeben und sich ein anderes mitnehmen. Allerdings wirkt sich die Corona-Pandemie auch auf das Gesamtprojekt aus. So dürfen sich gemäß der aktuellen Vorgaben nur drei Personen gleichzeitig im Laden aufhalten, dabei müssen sie einen Mund-Nase-Schutz tragen. „Trotz der Einschränkungen war es uns wichtig, am Projekt festzuhalten und es nichts ins kommende Jahr zu verschieben“, sagt Böhme. Denn gerade in der aktuellen Situation bietet das Geschäft einen großen Vorteil: die Vorderfront lässt sich komplett öffnen, so können Aktionen auch nach draußen verlagert werden. Überdies ist der Eingang barrierefrei. Die Initiatoren wollen versuchen, den Laden täglich zu öffnen. Feste, regelmäßige Öffnungszeiten wird es aber nicht geben, sie variieren von Woche zu Woche. 
Thomas Möckel

Aktuelle Infos und die aktuellen Öffnungszeiten finden sich auf der Internetseite.

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