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Pirna: Seniorenzentrum sagt Besichtigung ab

Eigentlich wollte das neue Seniorenzentrum in Mockethal im Advent einladen. Das fällt wegen Corona aus, wird aber nur verschoben.

Im Spätherbst sah das ehemalige Gasthaus Grauer Storch in Pirna-Mockethal so aus. Das Gebäude wird zu einem Seniorenzentrum umgebaut.
Im Spätherbst sah das ehemalige Gasthaus Grauer Storch in Pirna-Mockethal so aus. Das Gebäude wird zu einem Seniorenzentrum umgebaut. © Archivbild: Daniel Schäfer

Darauf hatten sich viele Interessenten bereits gefreut. Anfang Dezember wollte das geplante Seniorenzentrum Grauer Storch in Mockethal zu einem Tag der offenen Tür einladen. "Coronabedingt werden wir erst Ende Januar beziehungsweise Anfang Februar etwas zeigen können und dürfen", sagt Igor Ratzenberger, der künftige Betreiber des Objektes. Der Umbau ginge aber gut vor an, betont er in diesem Zusammenhang .

Auch jüngere Menschen sind angesprochen

Der ehemalige Gasthof wird seit mehreren Monaten ausgebaut. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude auf der Arthur-Thiermann-Straße 22 ist seit einigen Jahren ungenutzt. Konkret entstehen altersgerechte und barrierearme Mietwohnungen mit einer Tagespflege und einem Therapiezentrum. 15 Wohnungen werden in den oberen Stockwerken des Gasthausgebäudes eingebaut, 15 weitere in dem daran angrenzenden Saal. Die Quartiere haben eine Größe von 30 bis 70 Quadratmeter. Balkone sind nicht vorgesehen, aber der Hof wird zu einer grünen Freifläche mit Gemeinschaftsnutzung gestaltet, kündigt Igor Ratzenberger aus Dresden an. Der künftige Betreiber des gesamten Objektes ist vom Fach. In der Landeshauptstadt besitzt er unter anderem einen ambulanten Pflegedienst.

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Die Veranstaltung findet am Mittwoch, dem 20. Januar 2021, in virtuellen Räumen statt.

"Wir fixieren uns nicht nur auf Senioren, sondern sprechen mit dem Angebot auch jüngere Menschen mit einem Handicap an, zum Beispiel Rollstuhlfahrer", erläutert Ratzenberger. Jede Wohnung wird mit Sicherheitstechnik ausgestattet. Die Kaltmiete liegt zwischen acht und neun Euro pro Quadratmeter im Monat. Der Betreiber ist sich bewusst, dass es sich hierbei einen stolzen Preis handelt. "Aber wir bieten einen weitreichenden Service, wie zum Beispiel einen 24-Stunden-Pflegedienst vor Ort. Außerdem ist eine Wäscherei im Keller geplant", führt der Unternehmer aus. Sorge, dass er auf den Wohnungen sitzenbleibt, hat Ratzenberger indes nicht. Es gebe bereits Interessenten, viele kämen aus der Region.

Ein Treffpunkt für alle

Das Therapiezentrum zieht in das Hauptgebäude im linken Teil des Erdgeschosses ein. Es bietet Physiotherapie, Ergotherapie sowie einen Sportraum. Die Tagespflege wird in dem rechten Teil des Erdgeschosses eingerichtet. "Unsere Gäste sollen Anregung und Struktur erfahren", beschreibt Ratzenberger das Konzept. Ihm schwebt dabei ein offenes Zentrum vor. "Nicht nur für Pflegebedürftige, sondern auch für Anwohner und Angehörige, quasi als Treffpunkt für alle." Der Zugang zur Tagespflege erfolgt grundsätzlich über eine neue Rampe im Außenbereich in das Gebäude. Der Umbau des Grauen Storches zu einem Seniorenzentrum ist kein Leichtgewicht. Ratzenberger schätzt die Investitionskosten auf gut vier Millionen Euro. Bis zum Winter soll ein Großteil der Arbeiten abgeschlossen sein, sodass eine Nutzung des Gebäudes dann umgehend erfolgen kann. Mit der aktiven Vermietung will Ratzenberger im Januar beginnen. Die gesamte Anlage soll am 1. April 2021 eröffnet werden.

Früher wurde im Ballsaal getanzt

Die Bebauung des Grundstücks an der Kreuzung Wehlener Straße/Arthur-Thiermann-Straße wurde bereits 1897 geplant. Der damalige Besitzer ließ im den Gasthof „Zum Grauen Storch“ im Erdgeschoss und Wohneinheiten darüber errichten.

Am benachbarten Tanzsaal waren Anbauten mit mittiger Musikhalle und seitlichen, jeweils getrennt-geschlechtlichen Garderoben vorgesehen. Der Tanzsaal und der Gasthof wurden vorerst über einen Verbinderbau, der die Ausgabe beinhaltete, miteinander verknüpft, jedoch in der weiteren Planung, drei Jahre später, in seiner heutigen Form entwickelt.

Heute ist der Hof zur anliegenden Wiese im Westen offen und wird nur noch durch die vorhandenen Hauptgebäude von der Straße abgeschirmt. Im Süden wurden Einfamilienhäuser entlang der Arthur-Thiermann-Straße in offener Bebauung angegliedert.

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