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Großes Finale für den "Ranger"

Seit Juli war das Filmteam für neue Folgen der ARD-Reihe in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Am Mittwoch fiel die letzte Klappe - mitten in Pirna.

Stand schon 2018 und 2019 in der Sächsischen Schweiz vor der Kamera: Schauspieler Philipp Danne beim Dreh auf dem Marktplatz in Stadt Wehlen.
Stand schon 2018 und 2019 in der Sächsischen Schweiz vor der Kamera: Schauspieler Philipp Danne beim Dreh auf dem Marktplatz in Stadt Wehlen. © Daniel Schäfer

Alle Szenen sind im Kasten: Die letzte Klappe für die nächsten beiden Folgen der ARD-Fernsehreihe „Der Ranger – Paradies Heimat“ ist gefallen. Am Montag und Dienstag stand Hauptdarsteller Philipp Danne, der in der Reihe den Nationalparkranger Jonas Waldek spielt, zum Abschluss noch einmal vor der Kamera. Und zwar mitten in Pirna. 

Der 35-Jährige und seine Filmkollegen hatten das Set auf einem Privatgrundstück am  historischen Felsenkeller aufgebaut. Dort wurden Szenen für die sechste Folge gedreht, die den Arbeitstitel "Sturm" trägt. Als Kulisse hatten sich die Filmemacher ein markantes Einfamilienhaus ausgesucht, das wegen seiner drei versetzten Giebel auffällt. Das Objekt wurde nicht nur deshalb  2018 mit dem Sonderpreis des Bauherren-Wettbewerbs "Das Goldene Haus" ausgezeichnet.  

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Dieses Privathaus am Felsenkeller in Pirna diente am Montag und Dienstag als Kulisse für die neuen Folgen der ARD-Reihe "Der Ranger - Paradies Heimat".
Dieses Privathaus am Felsenkeller in Pirna diente am Montag und Dienstag als Kulisse für die neuen Folgen der ARD-Reihe "Der Ranger - Paradies Heimat". © Daniel Förster

Im Film geht es jedoch weniger um das Haus, sondern um dessen Besitzer: den Spediteur Daniel Körner, der von Timo Jacobs gespielt wird. Er liegt in einer Szene regungslos auf seiner Terrasse. Die Aufnahmen dafür konnten Zaungäste, unter anderem vom gegenüberliegenden ASB-Seniorenzentrum am Schlossberg, diese Woche live verfolgen. Und auch mit ansehen, wie ein Filmdreh unter Corona-Bedingungen verläuft.

Maskenpflicht, bis die Kamera läuft

Denn am Set herrscht von Anfang an strenge Maskenpflicht. Nicht nur die Schauspieler, auch alle anderen Mitarbeiter tragen einen Mund-Nase-Schutz. Selbst bei Proben wird die Maske getragen. Auch bei schweißtreibenden 30 Grad im Schatten, wie diese Woche in Pirna. Erst wenn es heißt "Kamera ab!",  legen die Darsteller ihre Maske für den Dreh ab. Ist die Szene abgedreht, wird der Schutz wieder aufgesetzt.

Mit Maske am Set: Hauptdarsteller Philipp Danne (Mitte) alias Nationalparkranger Jonas Waldek, der sich um den am Boden liegenden Spediteur Daniel Körner, gespielt von Timo Jacobs, kümmert.
Mit Maske am Set: Hauptdarsteller Philipp Danne (Mitte) alias Nationalparkranger Jonas Waldek, der sich um den am Boden liegenden Spediteur Daniel Körner, gespielt von Timo Jacobs, kümmert. © Daniel Förster

Die Produktionsfirma ndF "Neue Deutsche Filmgesellschaft", die im Auftrag der ARD Degeto und des MDR für die ARD tätig ist, ist froh, dass sie in diesem Sommer unter den Einschränkungen und Auflagen, die das Coronavirus mit sich brachte, überhaupt drehen durfte. Wegen der strengen Sicherheitsvorkehrungen wurde von den Mitarbeitern einiges abverlangt. „Das bedeutete wöchentliche Corona-Tests, jeden Morgen Fieber messen, Quarantäne für die Personen, die körpernahe Szenen drehen mussten“, erklärte Producerin Jana Gutsch die erschwerten Drehbedingungen. Die Vorgaben hätten alle sehr ernst genommen. „Es gab tausend Dinge, auf die alle achten mussten. Trotzdem lief alles reibungslos und wir sind als Team noch fester zusammengewachsen“, sagt sie.

Hinter der Crew liegen nun insgesamt acht Wochen Arbeit in der Sächsischen Schweiz. Seit dem 21. Juli war das Team im Landkreis unterwegs. Viele Szenen wurden in der Nationalparkregion gedreht. Auch die Sächsische-Schweiz-Klinik in Sebnitz, Stadt Wehlen, Waitzdorf und das Zeughaus werden in den neuen Folgen zu sehen sein. Genauso wie der Große Zschirnstein. Das Plateau wurde Anfang September wegen der Dreharbeiten weiträumig abgesperrt. Das bedeutete eine Umleitung für Wanderer, die auf dem Forststeig unterwegs waren.

Wespenplage erschwert Dreharbeiten

Während dieser Zeit kämpften die Filmleute auch mit einer Wespenplage. „Die ersten drei bis vier Drehwochen verging kein Tag, an dem nicht mindestens ein Teammitglied einen Wespenstich davon trug. Manche hat es auch gleich mehrfach erwischt“, erzählt Producerin Jana Gutsch.

Beim Dreh am Felsenkeller in Pirna mussten sich die Filmleute nicht mit Wespen, sondern mit Bauleuten arrangieren und umgekehrt. Denn direkt neben dem Set wird aktuell gebaut. Vor zwei Häusern mit Arzt- und anderen Praxen werden Platten verlegt, Wege gepflastert und Außenanlagen gestaltet. Arbeiten, die nicht geräuschlos ablaufen. Doch bei jedem "scharfen" Dreh musste die Bauleute inne halten und die Geräte abschalten. „Wir haben uns geeinigt, kein Problem“, sagt einer der Arbeiter vor Ort. Security-Mitarbeiter managten die Zwangspausen der Bauleute, gaben Zeichen, wann Ruhe herrschen musste und stoppten sie für den Moment.

Nach dem Dreh in Pirna zogen die Filmleute am Mittwoch noch kurz nach Neustadt weiter. Dort wurden auf dem Gelände der Firma Gantze Logistik die finalen Szenen gedreht. Der Betrieb dient ebenfalls als Kulisse für die "Ranger-Reihe". 

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