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Kirche Graupa hat Glocken wieder

Die Sanierung der Kirche Graupa liegt im Zeitplan. Das Finale mit dem großen Geläut erfolgt im Oktober.

So schön sieht die sanierte Kirche in Graupa aus. Auch die Glocken wurden bereits wieder eingehängt.
So schön sieht die sanierte Kirche in Graupa aus. Auch die Glocken wurden bereits wieder eingehängt. © Daniel Schäfer

Die Sanierung der Kirche in Graupa geht zügig vorwärts. Jetzt wurden die drei Glocken wieder in den Kirchturm eingehängt. Das teilt Graupas Pfarrer Burkhard Nitzsche auf Nachfrage von Sächsische.de mit.

Die Glocken mussten im Oktober vor einem Jahr abgenommen werden, da der Glockenstuhl marode war. Er wurde zwischenzeitlich erneuert. Fachleute bauten einen neuen Glockenstuhl aus Holz ein. "Holz eignet sich besser vom Schwingverhalten als Stahl", erläutert der Pfarrer die Material-Wahl.

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Neue Klöppel für alte Glocken

Das große Finale kommt noch: Am Sonntag, dem 17. Oktober, werden die Glocken innerhalb des Kirchweihgottesdienstes erstmals läuten. Vorher führen Glockensachverständige ein Probeläuten durch.

Die jetzigen drei Glocken stammen aus dem Jahr 1956/57. Sie blieben erhalten, bekamen aber im Zuge der Sanierung jeweils einen neuen Klöppel. "Die Glocken lassen wir aus Respekt vor unseren Vätern und Müttern, die in den 50er-Jahren das Geld dafür gesammelt haben, obwohl es eine wirtschaftlich schwierige Lage war", berichtet Nitzsche.

Diese Installation am Graupaer Kirchenportal weist auf die Sanierung des Glockenstuhls hin.
Diese Installation am Graupaer Kirchenportal weist auf die Sanierung des Glockenstuhls hin. © privat

Die Arbeiten an der Kirche Graupa sind größtenteils erledigt. Das Gerüst wurde inzwischen abgenommen. Die Dachsanierung war etwas tricky, denn das Gebäude hat eine relativ komplizierte Dachform durch die Abwalmung an allen Seiten.

Etwa drei Viertel des Hauptdaches wurde bereits bis Jahresende erneuert. Die alten Ziegel wurden abgetragen. Es waren einige Balken am Dachtragwerk zu erneuern. Allerdings waren diese Schäden sehr gering. Anschließend ist die Dachhaut als Trockendach erneuert worden. Der Schornstein einer früheren Kirchenheizung wurde aus Denkmalschutzgründen erhalten und ergibt ein schönes Detail.

Auf der Nordseite hat die Graupaer Kirche in der Dachhaut eine leicht geschwungene Dachgaube als Einflugöffnung zum Sommerquartier der Fledermäuse erhalten. "Wir haben bereits Fledermäuse gesehen", freut sich Nitzsche.

Wohnraum für Vögel

Auch im Inneren des Daches ist vieles geschehen. Im Dachüberstand wurden Nistkästen für Haussperlinge eingebaut, die nur an den Einflugöffnungen erkennbar sind. Zur Reinigung und Inspektion dieser Kästen mussten entsprechende Zugänge geschaffen werden.

Außerdem erhielt der Dachraum erstmals Laufgänge auf den Balkenlagen zur Inspektion des Daches. "Bisher war das eher eine gefährliche Turnübung über Balken und Leitern, wenn beispielsweise der Kronleuchter beim Kirchenputz oder Adventsstern am Beginn der Adventszeit aufgezogen und nach Lichtmess wieder herabgelassen wurden", berichtet der Pfarrer.

Insgesamt werden 454.000 Euro investiert. Fördergelder in Höhe von 125.000 Euro kommen über das Leader-Programm rein. Die Restsumme wird aus Mitteln der Landeskirche sowie aus Eigenmitteln der Kirchgemeinde gestemmt.

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