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Freud und Leid am Lugturm

Vor 140 Jahren gebaut, wird der Turm nun saniert. Trotzdem sind die Anwohner nicht nur gut auf das Areal und seinen Betreiber zu sprechen.

Ein schönes Ziel mit schönem Ausblick: Das Riesenrad am Lugturm. Den Anwohnern wird der Trubel langsam zu viel.
Ein schönes Ziel mit schönem Ausblick: Das Riesenrad am Lugturm. Den Anwohnern wird der Trubel langsam zu viel. © Daniel Schäfer

Der Lugturm an der Stadtgrenze zwischen Heidenau und Dresden war dem Niedergang geweiht. Das Areal wurde wiederbelebt und nun wird sogar der Turm saniert. Eine Heidenauer Firma hat vergangene Woche das Gerüst aufgebaut, der Steinmetz hat mit der Sanierung der Treppe begonnen. Pächter Jens Genschmar hat damit sein Versprechen eingelöst, anlässlich des 140. Geburtstages des Turmes mit dessen Sanierung zu beginnen. Unermüdlich hat er mit seiner Familie den Lugturm zu dem gemacht, was er schon einmal war: Einem Ausflugsziel. 

Das Gerüst steht schon. Ein Steinmetz hat bereits mit der Sanierung der Treppe begonnen.
Das Gerüst steht schon. Ein Steinmetz hat bereits mit der Sanierung der Treppe begonnen. © privat

Doch mit der wachsenden Beliebtheit des Lugturms geht auch Ärger einher. Anwohner berichten von abends urinierenden Lugturm-Gästen. Autos stehen entlang der schmalen Straße am Lugturm. Der Autoverkehr auf der Lugturmstraße hat merklich zugenommen. Viele Kraftfahrer halten sich nicht an die 30 km/h, unterschätzen die Kurven und die Steigung. Da auch viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind und rechts und links kein Ausweichen möglich ist, häufen sich die gefährlichen Situationen.

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Doch dafür ist jeder Kraftfahrer selbst verantwortlich. Dafür kann man nicht den Betreiber heranziehen. Genschmar hat immer wieder darauf hingewiesen, die Wanderwege um den Lugturm herum zu nutzen bzw. mit dem Fahrrad zu kommen. Dennoch haben jetzt Anwohner Briefe an die Stadt geschrieben und für den Mittwoch ein Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) anberaumt. Die Anwohner sind nicht gegen den Lugturm, sondern gegen die Ausmaße, die die Veranstaltungen vor Ort annehmen. 

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Das Riesenrad, das im August zum Turm-Geburtstag aufgestellt wurde und Schausteller Schubert wenigstens etwas das verdorbene Corona-Jahr sichert, wird sich bis  1. November drehen. Die Zeiten sind freitags 17 bis 21 Uhr, sonnabends 11 bis 20 Uhr und sonntags 13 bis 20 Uhr. Insbesondere bei der Sonntagszeit hatten sich Genschmar und Schubert von der Mittagsruhe der Anwohner leiten lassen. Doch damit sind die nicht zufrieden.

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