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Teures Breitband für 241 Dohnaer

Das schnelle Internet im ländlichen Gebiet lässt sich der Freistaat etwas kosten. Pro Hausanschluss kommen um die 12.000 Euro zusammen.

Im Schnee, mit Mundschutz und Schaufel in der Hand sind Dohnas Bürgermeister der Sachsen-Gigabit-Chef sowie die Leiter von IB Bauplan und Sachsenenergie kaum zu erkennen. Die Dohnaer sollen die Folgen ihres Bündnisses aber bald spüren.
Im Schnee, mit Mundschutz und Schaufel in der Hand sind Dohnas Bürgermeister der Sachsen-Gigabit-Chef sowie die Leiter von IB Bauplan und Sachsenenergie kaum zu erkennen. Die Dohnaer sollen die Folgen ihres Bündnisses aber bald spüren. © Foto: Lutz Weidler

Der offizielle Spatenstich bedeutet den Dohnaern nicht so viel. Sie warten auf seine Folgen. Die Tronitzer sollen die Ersten sein, deren Anschlüsse ans schnelle Internet dieses Jahr fertig werden. Bis zum Sommer 2022 sollen in Dohna insgesamt 160 Haushalte und 81 Geschäftskunden damit versorgt sein.

Dafür werden in Dohna, Röhrsdorf, Köttewitz, Meusegast, Gorknitz und Tronitz insgesamt 43 Kilometer Glasfaserkabel und 34 Kilometer Leerrohre verlegt. Nach dem Ausbau stehen den Privaten und Gewerbegebieten - zumindest theoretisch - Übertragungsraten von bis zu 1.000 MBit/s (1 GBit/s) zur Verfügung.

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70 Prozent der Hauseigentümer haben unterschrieben

Finanziert wird diese Etappe des Dohnaer Breitbandausbaus über die sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“. Bei dieser Variante errichten private Unternehmen die notwendige Infrastruktur, betreiben und warten diese. Bund und Land fördern solche Vorhaben, um sie für Telekommunikationsunternehmen wirtschaftlich zu gestalten. Die Sachsen Gigabit GmbH, Tochter der Sachsenenergie AG, ist im Falle von Dohna für die Infrastruktur zuständig.

Für anspruchsberechtigte Hauseigentümer ist der Anschluss kostenlos. Sie unterzeichnen lediglich einen Gestattungsvertrag für die Tiefbau- und Anschlussarbeiten. 70 Prozent der infrage kommenden Eigentümer haben bereits unterschrieben, heißt es. Der Freistaat Sachsen hat rund 1,4 Millionen Euro für dieses Bauprojekt bereitgestellt. Mehr als 1,5 Millionen Euro kommen zusätzlich vom Bund. Das sind über 12.000 Euro pro Anschluss.

Bürgermeister: Ausbau ist dringend erforderlich

„Der Ausbau in Dohna ist dringend erforderlich", sagt Bürgermeister Ralf Müller (CDU). Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sieht Dohna damit gut für die Zukunft gerüstet. "Nicht erst durch die Pandemie ist uns klar, wie wichtig ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist", sagt er und dankt der Stadt und allen Beteiligten. Die Sachsen Gigabit GmbH hat in Dohna bereits Privatkunden und das Gewerbegebiet mit Glasfaser erschlossen.

Derzeit werden schon Teile von Dohna sowie der Ortsteile Sürßen, Gorknitz und Tronitz per Vectoring versorgt. Etwa 250 Kunden nutzen dort bereits das schnelle Internet mit bis zu 100 MBit/s

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