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Zauberhafter Herbst

Letztes Eis, erster Glühwein und zwischendurch einkaufen und Musik hören. Die Pirnaer und ihre Gäste ließen sich gern verzaubern.

Herbskönig (Steffen Schlag, rechts) lief mit seiner Königin (Marina Schlag) und Herbstfee Yana Lutsiv (unten) waren ein gefragtes Fotomotiv.
Herbskönig (Steffen Schlag, rechts) lief mit seiner Königin (Marina Schlag) und Herbstfee Yana Lutsiv (unten) waren ein gefragtes Fotomotiv. © Marko Förster

Es war wie nachgeholte Ostern und Hofnacht, noch mal Einkaufsnacht und vorzeitiges Weihnachten: Der Zauber eines Herbstwochenendes, das am Sonnabend wettermäßig nicht viel Gutes verhieß und sich am Sonntag von seiner freundlichen Seite zeigte. Obwohl die Geschäfte offen waren, war es mehr als ein einkaufsoffener Sonntag.

Im Klosterhof wird nach dem zum Weinfest bewährten Prinzip verfahren. Rein von der Dohnaischen Straße mit Kontaktdatenzettel und Hinweisen – unter anderem ist Tanzen verboten – und raus auf der Seite zur Grohmannstraße. Es ist immer Bewegung und auch Musik. Und nicht nur hier. Auf der Schmiedestraße, an der Ecke Schössergasse/Dohnaische Straße und anderenorts bauen Musiker ihre provisorischen Bühnen auf. Die Straße ist für sie in diesem Jahr ihr Konzertsaal, den auch die Musikfreunde vermissen. Es ist eine Zeit, die einander wieder mehr schätzen lässt, was lange als selbstverständlich angesehen wurde.

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Der Herbst steht auf Stelzen

Zwischendurch treten junge Artisten auf, dreht Pirnas Reimesprecher Theo Theodor seine Runde und lässt die Sprüche fließen aus seinem Munde... Kinder werden geschminkt, Kaffee und Kuchen verkauft und die Rabatte am Glücksrad erdreht. Paul versucht sich beim Schnitzen eines Kürbis’, Gloria posiert im KIP-Lädchen in perfekter Spagatpose auf dem 3D-Bild, das den Eindruck vermittelt, sie balanciert über einen Felsen in der Sächsischen Schweiz.

Zwischendurch läuft der Herbst in Form eines Mannes auf Stelzen und einer in freundliche herbstliche Töne gekleideten Frau herum. Die einen essen das vielleicht letzte Eis, die anderen trinken den ersten Glühwein. Man sitzt noch einmal draußen, manchmal schon mit einer Decke auf den Beinen. Es ist ein Fest, das von all den Festen, die ausgefallen sind oder kleiner waren, etwas hat. Es scheint, nie war es so einfach, die Menschen zu verzaubern.

Sehnsucht gestillt

Zwei ältere Frauen aus Heidenau haben kräftig eingekauft. Kleidung für den Herbst vor allem, sagen sie. Jetzt sind sie auf der Suche nach einem Platz in einem Café. Die sind voll, so wie die Gassen und die offenen Geschäfte, in denen auch gekauft wird. Auch die kleineren Stände auf den Straßen freuen sich über Kunden. Eine Lohmenerin hat sich sogar einen Einkaufszettel geschrieben, um den Sonntagnachmittag richtig zu nutzen und nichts zu vergessen.

Die Köhlers sind aus Dresden gekommen, eher zufällig. Eigentlich wollten sie nur einen Sonntagsspaziergang machen und einkehren, dann merkten sie, da ist viel mehr los. Die meisten aber sind ganz zielgerichtet gekommen.

Das, was jetzt stattfindet, wird auch wahrgenommen und besucht. Eine Erfahrung, die auch anderenorts gemacht wird. Die Menschen sehnen sich nach diesen Festen. Wer weiß, wann und wie es die nächsten gibt. Die Hoffmanns aus Pirna sehen das mit den Weihnachtsmärkten kritisch. Deshalb trinken sie lieber schon mal einen Glühwein.

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