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Bad Gottleuba-Berggießhübel bleibt Sachsens einziger Doppelkurort

Die Titel Kneippkurort und Moorheilbad sind verteidigt. Doch die richtige Arbeit beginnt erst jetzt.

Von Heike Sabel
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Das Moor hat Gottleuba zu einem besonderen Bad gemacht. Nun ist auch der Titel Moorheilbad verteidigt. Christine Eichler hat einst in der Klinik gearbeitet und zeigt hier in den medizinhistorischen Sammlungen eine Moorbadzelle.
Das Moor hat Gottleuba zu einem besonderen Bad gemacht. Nun ist auch der Titel Moorheilbad verteidigt. Christine Eichler hat einst in der Klinik gearbeitet und zeigt hier in den medizinhistorischen Sammlungen eine Moorbadzelle. © Schlaupitz

Solche Post bekommt Bürgermeister Thomas Peters (CDU) freitags gern. Sachsen bestätigt Bad Gottleuba-Berggießübel seine Titel Moorheilbad und Kneippkurort und bleibt damit der einzige sächsische Doppelkurort. Dies hat das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus nach Anhörung des Landesbeirates für Kur- und Erholungsorte entschieden.

Damit sind die Monate des Bangens vorbei. Bad Gottleuba-Berggießhübel hatte zunächst umfangreiche Unterlagen einreichen müssen und sich dann im September auch noch dem Vor-Ort-Test stellen müssen. Die Entscheidung, die Titel zu verteidigen, traf der Stadtrat bereits vor zwei Jahren.

Angebote von überregionaler Besonderheit

Der Freistaat erkennt die vielfältigen Möglichkeiten und Aktivitäten von Bad Gottleuba-Berggießhübel an. So gelinge die Verbindung der 300-jährigen Tradition mit modernem Know-how, heißt es in der Begründung. Der Gesundheitspark Bad Gottleuba, der wie die Berggießhübler Klinik zu Median gehören, ist die größte zusammenhängende Jugendstilanlage Deutschlands. Alleinstellungsmerkmal sind auch die Medizinhistorischen Sammlungen. Die Kliniken werden durch andere therapeutische Einrichtungen ergänzt. Zu den besonderen Angeboten des Doppelkurortes gehören auch das Besucherbergwerk und die Salzgrotte.

Aufgaben nach der Bestätigung

So groß die Freude über die Anerkennung und Bestätigung ist, "jetzt gilt es, das als Ansporn zu empfinden, um damit die weitere Entwicklung unserer Stadt einzuleiten", sagt Bürgermeister Peters. Die in den Arbeitsgruppen entwickelten Ideen müssen nun umgesetzt werden. "Alle Maßnahmen kommen nicht nur den Kurgästen, Reha-Patienten und Touristen zugute, sondern eben auch den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern." Nach der Titelbestätigung ist deshalb vor den nächsten Aufgaben. Neben den medizinischen Aspekten geht es hier vor allem um Unterkünfte für Gäste sowie gastronomische und touristische Angebote. So soll im verkauften ehemaligen Hotel "Sächsisches Haus" zwar eine Pflegeeinrichtung entstehen, doch Peters kämpft mit der neuen Besitzerin auch um eine öffentliche Gaststätte.