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Bekannte Randalierer bei Nazi-Liederabend

Die Polizei löste ein Neonazi-Treffen in Gohrisch auf. Drei der Männer waren bereits bei der Attacke auf Beamte zu Himmelfahrt in Pfaffendorf dabei.

Die Polizei löste am Wochenende einen rechten Liederabend in Kleinhennersdorf auf. Einige der Teilnehmer fielen bereits bei Randalen in Pfaffendorf auf.
Die Polizei löste am Wochenende einen rechten Liederabend in Kleinhennersdorf auf. Einige der Teilnehmer fielen bereits bei Randalen in Pfaffendorf auf. ©  SZ

Nachdem die Polizei am Sonnabend einen rechten Liederabend im Gohrischer Ortsteil Kleinhennersdorf beendet hatte, gibt es neue Details zu den Teilnehmern. Drei der Männer sind bereits bei den gewaltsamen Ausschreitungen am Himmelfahrtstag in Pfaffendorf dabei gewesen. Das bestätigt Marko Laske, Sprecher der Polizeidirektion Dresden auf Nachfrage von Sächsische.de. 

In dem Königsteiner Ortsteil eskalierte Ende Mai eine Party von Rechtsextremen.  Wegen Ruhestörung wurde die Polizei damals nach Pfaffendorf gerufen und unvermittelt von 20 bis 25 Rechtsextremisten angegriffen. Gläser und andere Gegenstände flogen auf die Beamten. Die Neonazis gingen unter „Sieg Heil“-Rufen teilweise mit Holzlatten und Stahlrohren auf die Einsatzkräfte los. Am Ende wurden 30 Personen festgenommen. Sie müssen sich unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Widerstands gegen Beamte, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Sachbeschädigung, Bedrohung sowie Verstößen gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz verantworten. 

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Drei der damals festgenommenen Männer haben nun wieder mit der Polizei zu tun. Sie waren am Sonnabend bei dem rechten Liederabend in Kleinhennersdorf dabei. Auch dort rückte die Polizei nach Hinweisen an. Zeugen hatten beobachtet, dass sich  zahlreiche Personen auf einem Grundstück aufhielten, rechte Musik hörten und rechte Parolen skandierten. 

Insgesamt 46 Beamte waren in Kleinhennersdorf im Einsatz. Sie lösten den rechten Liederabend auf und stellten die Identität von insgesamt 33 Frauen und Männern zwischen 25 und 56 Jahren fest. Der Großteil von ihnen stammt aus der Region, wie Polizeisprecher Marko Laske mitteilt. Die Teilnehmer erhielten einen Platzverweis. Nun ermittelt der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. 

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