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Neues von Dresdens Ostumfahrung

An der S177 geht es voran. Schon am 10. September soll voraussichtlich ein Abschnitt zwischen Eschdorf und Rossendorf freigegeben werden.

Die verlegte Straße, die in Eschdorf unter der Brücke der neuen Ortsumgehung hindurchführt.
Die verlegte Straße, die in Eschdorf unter der Brücke der neuen Ortsumgehung hindurchführt. © Steffen Unger

Ziemlich zäh begannen im vergangenen Jahr die Arbeiten an Dresdens Ostumfahrung. Jetzt geht es offenbar etwas schneller weiter. Ein Teilabschnitt der verlegten alten S 177 mit einer Länge von 500 Metern zwischen Eschdorf und Rossendorf kann voraussichtlich am Freitag, 10. September, freigegeben werden. Bis auf den letzten Drücker werden jetzt noch Beschilderung und Fahrbahnmarkierung angebracht sowie einige Leitplanken errichtet.

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Alter Abschnitt wird zurückgebaut

Und dann rollt es auf den nächsten 500 Metern in diesem Bereich. Die neue Trasse verläuft unter einer ebenfalls neuen Brücke, die künftig Teil der Dresdner Ostumfahrung sein wird. Die ursprüngliche Trasse der alten S 177 wird zurückgebaut. Das soll voraussichtlich bis Ende September geschehen. Danach wird die Fläche rekultiviert. „Für diese Arbeiten sind nochmal mehrere halbseitige Sperrungen der S 177 am Bauumfang vor der Brücke über die alte S 177 und am Bauende in Rossendorf erforderlich“, sagt Rosalie Stephan vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv).

Entlang der übrigen Strecke zwischen dem Ortseingang Wünschendorf und dem Ortsausgang Eschdorf sind bereits weitere Bauaufträge ausgeschrieben beziehungsweise auch schon vergeben. Laut Landesamt ist das Baulos für die Brücke über das Rossendorfer Wasser, ein Regenrückhaltebecken und der Wirtschaftsweg zum Klärwerk beauftragt. Das gelte auch für zwei Brücken in Nähe zum Gickelsberg bei Eschdorf. Diese müssen jeweils für einen Wirtschaftsweg errichtet werden.

Den ersten Auftrag erhielt die Firma Karl Köhler Bauunternehmen aus Heidenau. Und die zwei Brücken für die Wirtschaftswege werden von der Firma Swietelsky Baugesellschaft Meißen errichtet. Man gehe davon aus, dass mit den ersten Bauleistungen noch im September begonnen werde, so Rosalie Stephan. Für weitere Baulose werde die Ausschreibung vorbereitet. Wann die weiteren Teilabschnitte tatsächlich fertig sind, könne derzeit noch nicht gesagt werden.

Gebaut wird auch noch an einem weiteren Abschnitt der Ostumfahrung, und zwar von Radeberg bis Leppersdorf. Hier gibt es einen ungefähren Fertigstellungstermin. "Wir gehen davon aus, dass wir die S177 bei entsprechenden Baufortschritten in diesem Bereich noch in diesem Herbst für den Verkehr freigeben können", sagt Rosalie Stephan.

Auf dem Satellitenbild von Google kann man die geplante Streckenführung nahe Eschdorf und Wünschendorf bereits deutlich erkennen. Rot markiert ist der Biotop Klemnitztal.
Auf dem Satellitenbild von Google kann man die geplante Streckenführung nahe Eschdorf und Wünschendorf bereits deutlich erkennen. Rot markiert ist der Biotop Klemnitztal. © SZ

Die S177 verbindet die A17 bei Pirna mit der A4 bei Leppersdorf und ist Dresdens Ostumfahrung. In den letzten Jahrzehnten wurden Teile dieser Strecke zu einer Schnellstraße ausgebaut. Damit kommen Kraftfahrer recht schnell von der B 6 bei Rossendorf bis nach Radeberg oder von der A 17 über Pirna bis nach Wünschendorf und das benachbarte Eschdorf. Hier stockt es. Täglich quälen sich nicht nur Pkw, sondern vor allem auch Laster durch die engen Straßen. Die Anwohner sind seit Jahren genervt.

Laut der Statistik von 2015 rollen täglich 7.200 Fahrzeuge durch Eschdorf und Wünschendorf, bis zu acht Prozent davon sind schwere Lkws. Da andere Teile der Dresdner Ostumfahrung zwischen der A4 bei Leppersdorf und der A17 bei Pirna bereits fertig sind bzw. bald vollendet sein werden, zieht die Verbindung immer mehr Verkehr an. Eine Prognose geht sogar von einem Anstieg des Verkehrs bis 2025 auf 14.500 Fahrzeuge pro Tag aus.

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