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Erste Firma will auf Dohnaer Brache bauen

Die Dohna Chemie wurde jahrelang von den Umweltschäden der Vergangenheit befreit. Immer wieder wurde von neuen Investoren geredet. Nun wird es ernst.

Bisher ist das Meiste auf der Brache von Dohna Chemie unterirdisch passiert. Nächstes Jahr soll nun endlich gebaut werden.
Bisher ist das Meiste auf der Brache von Dohna Chemie unterirdisch passiert. Nächstes Jahr soll nun endlich gebaut werden. © Norbert Millauer

Geschäftsführer Klaus Leroff möchte so gern mal was Positives zu Dohna Chemie verkünden. Also etwas, was man auch sieht. Das Meiste, was in über zehn Jahren bisher geschah, war zumindest auf den ersten Blick nicht zu sehen und kostete doch Millionen Euro. Leroff ist Chef der Dohna Chemie, eines Betriebes, der seit Anfang der 1990er-Jahre nichts mehr produziert. Die einzige Aufgabe von Leroff und der Firma: Sanierung der Industriebrache und Ansiedlung von Firmen. Dass das länger dauert als alle am Anfang dachten, bringt Leroff immer wieder Kritik ein. 

Nun also spricht er von "finalen Gesprächen" mit einem Investor, der für ein in Dohna ansässiges Unternehmen bauen will. Wer das ist, will er noch nicht verraten. Nur so viel, es ist ein Interessent aus dem Dohnaer Gewerbegebiet, dessen Mietvertrag dort Ende 2021 zu Ende geht. Schon im Februar kündigte Leroff an, wenn der Vorvertrag unterschrieben ist, werde man gemeinsam an die Öffentlichkeit gehen. 

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Klaus Leroff vor sechs Jahren auf dem Gelände der einstigen Dohna Chemie. Was damals noch stand, ist längst abgerissen. Wie geht es aber weiter?
Klaus Leroff vor sechs Jahren auf dem Gelände der einstigen Dohna Chemie. Was damals noch stand, ist längst abgerissen. Wie geht es aber weiter? © Norbert Millauer

Doch derzeit wird noch immer an den vertraglichen Feinheiten gearbeitet, man stimmt sich weiter mit den Behörden ab. Dabei geht es auch um Fragen des Bebauungsplanes und in welcher Form die von der Firma gewünschten Änderungen erfolgen müssen. Die entsprechenden Änderungen sind beauftragt, sagt Leroff. Es handelt sich  um rund 11.000 Quadratmeter im vorderen Bereich zur Weesensteiner Straße. Weniger als noch zu Jahresbeginn. Da war von rund 18.000 Quadratmeter die Rede. Doch auch für die restlichen Flächen gebe es Gespräche mit Investoren. 

Ende 2021 soll Dohna-Chemie-Areal bebaut sein

Gegenwärtig werden die Angebote für die Erschließungsstraße im Dohna Chemie-Gebiet eingeholt.  Es bleibe bei dem Ziel: Bis Ende nächsten Jahres muss gebaut sein, damit der Betrieb umziehen kann - und Leroff endlich den sichtbaren Erfolg seines jahrelangen Kampfes verkünden kann.

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Bis dahin will auch Bürgermeister Ralf Müller (CDU) mit seinem Jubel warten. Er weiß zwar, um welche Firma es sich handelt, doch will auch er erst Gewissheit. Dass sich auch Müller über die positive Entwicklung auf dem Gelände freut, ist klar. "Damit erhält der gewerbliche Kern an der Brücke Weesensteiner Straße ein weiteres Gewicht", sagt er mit Blick auf die Fluorchemie auf der gegenüberliegenden Seite.

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