Sachsen
Merken

Erneut Tausende Demonstranten in Plauen wegen Energie-Politik

In Plauen sind am Sonntag erneut mehr als 4.000 Menschen gegen die deutsche Energie-Politik auf die Straße gegangen, darunter auch Befürworter der "Freien Sachsen".

 2 Min.
Teilen
Folgen
Teilnehmer des vom "Forum für Demokratie und Freiheit" angemeldeten Aufzuges ziehen nach Ende der Kundgebung auf dem Neustadtplatz durch die Innenstadt.
Teilnehmer des vom "Forum für Demokratie und Freiheit" angemeldeten Aufzuges ziehen nach Ende der Kundgebung auf dem Neustadtplatz durch die Innenstadt. © Bodo Schackow/dpa

Plauen. Organisiert unter dem Namen "Forum für Demokratie und Freiheit" haben am Sonntag mehr als 4.000 Menschen in Plauen (Vogtlandkreis) wegen der deutschen Politik in der Energiekrise demonstriert.

"Die Veranstaltung verlief friedlich, die Demonstranten haben sich kooperativ gezeigt und haben sich an die nochmal nachgeschärften Auflagen gehalten", sagte ein Sprecher des Landratsamtes der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag. Es aber auch werde geprüft, ob gegen einzelne der rund 4.250 Teilnehmer Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten eingeleitet werden müssten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kritisierten unter anderem die Bundesregierung für ihre Politik in der Energiekrise durch den Ukraine-Krieg sowie die US-Truppenpräsenz in Deutschland. Nach Angaben des Landratsamts wurden auch Fahnen der Partei Freie Sachsen gezeigt, die dem rechtsextremen Spektrum zugeordnet wird. Zuletzt hatte die Vereinigung am 11. September zu Kundgebungen in Plauen aufgerufen.

Im Vorfeld der Demonstrationen hatte Plauens Oberbürgermeister Steffen Zenner (CDU) grundsätzlich Verständnis für demonstrierende Bürgerinnen und Bürger geäußert. "Wir haben eine völlig neue Qualität von Sorgen, Nöten und Ängsten in unserer Bürgerschaft", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es sei richtig, dass die Bürger diese auch auf die Straße tragen. Das "Forum für Demokratie und Freiheit" steht nach seiner Einschätzung jedoch nicht "auf dem Boden unseres demokratischen Grundverständnisses". (dpa)