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16-Jähriger nach Badeunfall tot geborgen

Am Dienstag wurde die Leiche des Jugendlichen identifiziert. Die Polizei ermittelt.

Die DLRG suchte mit einem Boot mit Sonargerät nach dem vermissten Jugendlichen.
Die DLRG suchte mit einem Boot mit Sonargerät nach dem vermissten Jugendlichen. © Daniel Förster

+++UPDATE+++

Nach umfangreichen Suchmaßnahmen fanden am Montagnachmittag Taucher der Bereitschaftspolizei im Rückhaltebecken des Mordgrundbaches einen Leichnam. Am Dienstag bestätigte die Polizei, dass es sich um den Vermissten handelt.

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Bad Gottleuba-Berggießhübel. Seit Freitagabend wird ein 16-Jähriger nach einem Badeunfall nahe der tschechischen Grenze vermisst. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der Jugendliche mit Freunden in einem Rückhaltebecken des Mordgrundbachs in Bad Gottleuba-Berggießhübel schwimmen. Dabei sei er abgetaucht, aber nicht wieder an die Wasseroberfläche zurückgekehrt. Eine Suche mit Tauchern und einem Sonarboot sei bisher erfolglos geblieben. Es werde weiter nach dem Vermissten gesucht. 

Einsatzkräfte der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Bezirk "Obere Elbe" e.V., halfen bis gegen 2 Uhr morgens bei der großangelegten Suche nach dem vermissten Jungen. Bei dem 16-Jährigen handelt es sich nach SZ-Informationen um einen Auszubildenden zum Dachdecker im ersten Lehrjahr. 

In dem Gewässer ist Baden ausdrücklich verboten. Auf halbem Weg von einem Steg zum Ufer - der Steg verläuft im rechten Winkel zur Staumauer inmitten des Sees - soll der Jugendliche, der mit einem weiteren jungen Mann geschwommen sein soll, plötzlich um Hilfe gerufen und um sich geschlagen haben, bevor er unterging.

Als der Jugendliche unter die Wasseroberfläche sank, habe sein Begleiter noch versucht, ihn festzuhalten, dies aber nicht geschafft. Der Ertrunkene sei ihm weggerutscht und er allein zum Ufer zurück geschwommen. Der nunmehr vermisste Jugendliche sei daraufhin verschwunden und lautlos untergegangen.

© Marko Förster
© Marko Förster
© Marko Förster
© Marko Förster
© Marko Förster
© Marko Förster
© Marko Förster

Gegen 19.20 Uhr seien per Notruf Polizei und Rettungskräfte über den Badeunfall alarmiert worden. 35 Feuerwehrleute von mehreren Wehren umliegender Ortschaften waren die ersten an der Unglücksstelle. Kurz darauf trafen Rettungsdienst sowie Einsatzkräfte der Wasserwacht ein: fünf Rettungstaucher der Wasserrettungsgruppe Weißeritztal vom DRK Kreisverband Freital, neun Helfer der Wasserwacht mit Boot und Sonar vom DRK Kreisverband Pirna sowie zehn Ehrenamtlichen, davon zwei Einsatztaucher und Bootsbesatzung samt Rettungsboot sowie das Drohnenteam, von der Wasserrettungsgruppe der DLRG. 

Die Einsatzkräfte suchten zunächst mit Booten - die Feuerwehr mit einem Schlauchboot und Drohne, die Wasserwacht mit Boot samt Sonar, die DLRG mit Boot samt Sonar und Drohne - den von den jugendlichen Begleitern beschriebenen Bereich ab, jedoch ohne Erfolg. Später, bis gegen 1.40 Uhr, waren zwei Trupps mit Einsatztauchern in dem bis zu sechs Meter tiefen Rückhaltebecken mit der Absuche beschäftigt. 

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Kurz vor 2 Uhr morgens wurde die Suche vorübergehend eingestellt und am Samstagmorgen um 10 Uhr wieder aufgenommen. Begleiter des Jugendlichen - überwiegend mehrere junge Männer - die sich am Abend mit dem Vermissten am Rückhaltebecken aufhielten, standen dem Vernehmen nach unter dem Einfluss von Alkohol. Helfer mehrerer Kriseninterventionsteams (KIT) - u.a. von den Johannitern, vom DRK KIT-Team Osterzgebirge und vom KIT-Team des DRK-Kreisverbandes Dresden-Land Meißen - betreuten die jugendlichen Freunde und die Familie des vermissten Jungen aus Bad Gottleuba. (SZ/dpa/df)

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