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Döbeln

Alkoholverbot auf allen Plätzen

Marko Trautmann ist erst wenige Monate politisch engagiert. Jetzt möchte er sich aktiv für die Stadt einsetzen und zum Beispiel dafür sorgen, dass sie sauberer wird.

Marko Trautmann kandidiert für die FDP für den Stadtrat, in dem er sich ganz unterschiedlichen Problemen widmen möchte.
Marko Trautmann kandidiert für die FDP für den Stadtrat, in dem er sich ganz unterschiedlichen Problemen widmen möchte. © Dietmar Thomas

Döbeln. Marko Trautmann ist der Jüngste der 19 Kandidaten auf der Liste der FDP für den Döbelner Stadtrat. Politikinteressiert sei er schon immer gewesen, sagt der 27-Jährige. Ehrenamtlich engagiert hat er sich aber noch nicht.

Bisher stand seine berufliche Entwicklung im Vordergrund. Der Lehre zum Kfz-Mechaniker schloss sich die Meisterausbildung an. Derzeit absolviert er nebenberuflich bei der Handwerkskammer Chemnitz eine Weiterbildung zum geprüften Betriebswirt und arbeitet als Trainer und Berater für Autohausserviceprozesse im Außendienst.

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Seit Januar ist Trautmann Mitglied der FDP. Der Freiheitsgedanke sei es gewesen, weshalb er sich für diese Partei entschieden habe. „In der FDP kann sich jeder nach seinen Idealen und Vorstellungen verwirklichen“, sagt er. 

Gleichzeitig müsse man sich seine Ziele erarbeiten und bekomme nichts geschenkt. „Wenn ich etwas mache, dann richtig“, so Marko Trautmann. Deshalb habe er auch zugesagt, als ihn Parteifreunde auf eine Kandidatur für den Stadtrat angesprochen haben.

In dem möchte er sich dafür einsetzen, dass die Zuganbindung nach Dresden wieder eingerichtet wird. Der RB 45 stoppt derzeit in Elsterwerda. Er soll bis Berlin weiterfahren. „Es ist wichtig, dass die Kleinstädte wieder an die Großstädte angebunden werden“, so der junge Mann.

Außerdem liegt ihm am Herzen, dass die Innenstadt weiter belebt wird. „Die Rathauspassage ist tot“, meint er. Die Stadt müsse einen Anreiz für Gewerbetreibende schaffen und offen für Neues und Frisches sein. Das könnten sowohl Förder- als auch individuelle Angebote sein.

Die Planung von Straßenarbeiten müsste nach Ansicht von Trautmann langfristiger erfolgen, „um ein Chaos wie es derzeit in Döbeln herrscht, zu vermeiden.“ Zwar könne es immer passieren, dass etwas dazwischen komme, aber einen groben Plan über mehrere Jahre sollte es geben.

Positiv findet Marko Trautmann die Sportstättenförderung. „Ich bin selber sehr aktiv und schon immer sportlich unterwegs“, meint er. Als Kind und Jugendlicher trainierte er Karate und Boxen. Später konzentrierte er sich auf Fitness. Laufen, Hindernisläufe und Radfahren. „Es ist wichtig, die Leute mit sportlichen Angeboten aufzufangen und von der Straße zu holen“, meint er.

Dass in den Klostergärten keine Partys mehr gefeiert werden dürfen, hätten sich die regelmäßigen Nutzer der Anlage selbst zuzuschreiben, weil danach der Müll liegengeblieben sei. Das Alkoholverbot in den Klostergärten habe außerdem dazu beigetragen, dass es dort sauberer geworden sei. 

Ein Alkoholverbot wäre für alle öffentlichen Plätze, wie Ober- und Niedermarkt sowie die Spielplätze wünschenswert. Denn auch die seien Treffpunkte, vor allem für jüngere Leute. Oft blieben anschließend nicht nur Flaschen und Büchsen, sondern auch Zigarettenkippen und anderer Unrat liegen.

Würde Marko Trautmann in den Stadtrat gewählt, würde er möglicherweise dort mit seinem Halbbruder Stefan Trautmann sitzen, der bereits eine Wahlperiode für die NPD in dem Gremium saß und erneut kandidiert. 

Ein Problem habe Marko Trautmann damit nicht, sagt er. Jeder habe das Recht auf eine eigene Meinung, die müsse man akzeptieren und das Verhalten des anderen beobachten. Denn es stehe immer ein Mensch dahinter. Den könne man nicht prinzipiell ablehnen. Sonst hätte er keine Chance, seine Ansichten zu überdenken und seinen Lebenswandel zu ändern.