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Sebnitz

Außenbecken fürs Mariba und weitere Ideen

Um die Mariba Freizeitwelt in Neustadt für Besucher attraktiver zu machen, läuft derzeit eine Untersuchung. Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Tennishalle in der Mariba Freizeitwelt wird nicht oft gebucht. Trotz vieler Bemühungen um Spieler steht sie vielmals leer. Das bereitet dem Geschäftsführer Frank Bergemann Kopfzerbrechen.
Die Tennishalle in der Mariba Freizeitwelt wird nicht oft gebucht. Trotz vieler Bemühungen um Spieler steht sie vielmals leer. Das bereitet dem Geschäftsführer Frank Bergemann Kopfzerbrechen. © Dirk Zschiedrich

Rund 160.000 Besucher zählt die Mariba Freizeitwelt in Neustadt im Schnitt jährlich, dennoch hat der Geschäftsführer Frank Bergemann ab und zu Sorgenfalten auf der Stirn.

Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen fehlt der Nachwuchs an jungen Tennisspielern: „Im Tennisclub Neustadt sind überwiegend ältere Menschen. Sie buchen zwar im Winter häufig unsere drei Plätze in der Tennishalle, doch im Sommer ist die Auslastung zu gering und somit nicht wirtschaftlich“, sagt er.

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Auch der heiße und vor allem lange Sommer des letzten Jahres war für das Mariba ausschlaggebend, sich Gedanken um ein neues Konzept für den Gesamtkomplex zu machen: „Im vergangenen Sommer kamen etwa 10.000 Menschen weniger in den überdachten Badebereich als in den Vorjahren“, so Frank Bergemann.

Deshalb hat der Mariba-Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender Neustadts Bürgermeister Peter Mühle (NfN) ist, eine Studie zur Funktionsfähigkeit der Mariba-Freizeitwelt in Auftrag gegeben. „Eine Planungsgesellschaft aus Lichtenstein im Erzgebirge prüft jetzt, wie sich das Bad und die zur Freizeitwelt dazugehörigen Bereiche wie die Tennishalle, Squash-Räume, die Saunalandschaft, der Spa-Bereich und das Fitnessstudio in den nächsten zehn Jahren entwickeln könnten“, erklärt der Bürgermeister Mühle.

„Unter den Vorgaben der Landesdirektion Sachsen wird unter anderem geprüft, ob sich ein Außenbecken für den Sommerbetrieb rentieren würde, ob eine Dachsanierung über dem 25-Meter-Schwimmbecken nötig ist und wie die kaum besuchte Tennishalle verkleinert oder effektiver genutzt werden könnte“, sagt Peter Mühle. Das Ergebnis der Studie soll im Herbst vorliegen. Mit diesen Empfehlungen kann die Stadtverwaltung unter Einbeziehung des Stadtrates dann bei der Landesdirektion Sachsen Fördermittel zur Sanierung und für mögliche Neu- und Umbaumaßnahmen beantragen.

„Wir hatten das Mariba im Jahr 2012 bereits für 3,7 Millionen Euro teilsaniert. Damals gab es von Bund und Land 670.000 Euro Fördermittel“, sagt Frank Bergemann. Und weiter: „In einem Gespräch im Mai 2018 mit der Landesdirektion stellte sich heraus, dass es neuerdings viel mehr Fördermöglichkeiten gibt als früher. Auch deshalb haben wir nun die Studie beauftragt.“

Wie viel höher diese Gelder ausfallen könnten, ist aber noch nicht bekannt. Die Mitglieder des Mariba-Aufsichtsrates haben sich über mögliche Neuerungen bereits ihre Gedanken gemacht. So könnten im Außenbereich ein Sommerschwimmbecken entstehen sowie eine bunte Kinderplansch-Welt. „Da wir für ein Sommerbecken aber keinen separaten Eingangsbereich gefördert bekommen würden, müssen wir dafür anders planen“, sagt Frank Bergemann. Eventuell könnte dies aber auch durch den Haupteingang erfolgen, so wie im Geibeltbad Pirna.

Bis zur Teilsanierung 2012 gab es im Mariba bereits ein beheiztes und mit dem Innenbecken verbundenes Außenbecken. „Leider waren die Betriebskosten für das beheizte Becken einfach zu hoch. Außerdem war es stark beschädigt. Deshalb hatten wir es vollständig weggebaut“. Und die Tennishalle? Der Mariba-Geschäftsführer sagt dazu: „Vielleicht können wir unseren Fitnessbereich erweitern und Teile der Tennishalle dafür umbauen. Wir haben gut 650 Mitglieder im Fitnesscenter und es gibt noch mehr Interessenten.“

Derzeit sind dort drei Plätze. Bergemann hatte schon viele Versuche gestartet, die Halle nutzbarer zu machen. So wurden sämtliche Tennisclubs der Region angeschrieben und sogar ab und zu Veranstaltungen in der Halle abgehalten. Mehr Kunden kamen dennoch nicht zum Tennisspielen. Und auch der sehr liebevoll gestaltete Spa-Bereich leide unter Gästemangel und könnte verkleinert werden.

Mit der Auslastung des Schwimmbades und des öffentlichen Restaurants ist Bergemann hingegen sehr zufrieden. Die Mariba Freizeitwelt GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Neustadt und wird im Schnitt mit 250.000 Euro jährlich von der Stadt unterstützt. Zum Vergleich: Für das Geibeltbad Pirna zahlt die Stadt Pirna den betreibenden Stadtwerken jährlich rund eine Million Euro.