merken
PLUS

Bischofswerda

Autohaus baut zwei große Solar-Carports

Elektromobilität spielt bei der Bischofswerdaer Automesse am Sonntag nicht die große Rolle. Doch Händler stellen sich auch auf diese Erfordernisse ein.

Inhaber Heiko Winter (r.) und Verkaufsleiter Martin Boese präsentieren im Bischofswerdaer Autohaus Richter das jüngste Modell des Mazda 3. Auch das wird am Sonntag auf der Automesse zu sehen sein.
Inhaber Heiko Winter (r.) und Verkaufsleiter Martin Boese präsentieren im Bischofswerdaer Autohaus Richter das jüngste Modell des Mazda 3. Auch das wird am Sonntag auf der Automesse zu sehen sein. © Steffen Unger

Bischofswerda. Heiko Winter, Inhaber des Unternehmens Winter Automobilpartner mit rund 85 Mitarbeitern, plant an den Standorten Bretnig und Bischofswerda umfangreiche Investitionen. Etwa die Hälfte des Ausstellungsgeländes – jeweils rund 5 500 Quadratmeter – sollen zu einem großen Carport werden. Das heißt, diese Außenflächen werden überdacht und auf den Dächern Solarmodule installiert. Der produzierte Strom soll zum einen in jedem der beiden Autohäuser zehn Ladestationen für Elektroautos speisen. Zudem wird Energie ins öffentliche Netz eingespeist. Zurzeit laufen die Abstimmungen. „In dieser Woche haben wir den Einspeisepunkt für unser Autohaus in Bretnig bestätigt bekommen“, sagt der Unternehmer.

Elektromobilität spielt im Raum Bischofswerda bislang nur eine Rolle am Rande – wie im Landkreis Bautzen insgesamt. Von kreisweit 259 000 angemeldeten Fahrzeugen verfügen nur knapp 200 über einen Elektromotor. Im Postleitzahlenbereich 01877 (Bischofswerda und die Gemeinden Demitz-Thumitz, Rammenau und Schmölln-Putzkau) sind nach Angaben des Landratsamtes zurzeit fünf Elektroautos angemeldet – von insgesamt 15 234 Fahrzeugen in Bischofswerda. Im Bereich Großharthau gibt es drei Elektrofahrzeuge, in Burkau und Neukirch jeweils zwei.

Pioniergeist und Weitblick in Naturkosmetik vereint

Für Hautbedürfnisse gilt dasselbe wie für Beziehungen oder Arbeitssituationen: Die richtige Balance sorgt für langfristiges Wohlbefinden. Charlotte Meentzen hat schon damals verstanden, dass schöne Haut am erfolgreichsten zusammen mit dem Geist gepflegt wird.

Fünf neue Modelle mit Elektroantrieb

Doch Elektromobilität ist im Kommen. So werden allein bei Winter-Automobilpartner, das die Marken Opel und Mazda vertreibt, bis zum kommenden Jahr fünf neue Modelle mit Elektroantrieb Einzug halten. Opel kündigt vier Typen von Elektroautos an, Mazda einen. Mit der geplanten Investition stellt sich das Unternehmen auch darauf ein. Bei all dem verfällt Heiko Winter nicht in Euphorie. Hohe Preise, eine relativ geringe Reichweite und noch kein flächendeckens Netz an Ladestationen sind Gründe, die viele davon abhalten, aufs Elektroauto umzusteigen. Zugleich ist der Unternehmer davon überzeugt, dass auch die anderen Antriebe, moderne, saubere Diesel-Fahrzeuge eingeschlossen, eine Zukunft haben. „Die Mischung gibt den Ausschlag. Jeder Kunde muss für sich entscheiden können, welches Fahrzeug am besten zu ihm und seinen Anforderungen passt“, sagt Heiko Winter. Nach einer Verunsicherung vieler Kunden Ende vergangenen Jahres bemerkt er jetzt wieder eine wachsende Nachfrage auch nach Fahrzeugen mit Dieselmotor.

Ein Trend, den andere Autohäuser in Bischofswerda bestätigen. Daniela Philipp vom gleichnamigen VW-Autohaus in Geißmannsdorf sagt: „Elektromobilität spielt bisher eine eher zurückhaltende Rolle. Wir können auch keinen signifikanten Rückgang an Fahrzeugen mit Dieselmotor verzeichnen.“ Trotzdem ist auch Volkswagen auf neue Antriebe eingestellt. Der Wolfsburger Produzent will im kommenden Jahr unter der Marke „ID.Familie“ verschiedene Modelle mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Auch Andrea Pötter, Inhaberin des Kia-Autohauses Zurawski in Bischofswerda, bestätigt, dass Dieselfahrzeuge nach wie vor gefragt sind. Zugleich verweist sie auf Hybridmotoren, die einen traditionellen Verbrennungsmotor mit einem Elektroantrieb zur Unterstützung verbinden. Diese Variante, etwa beim Niro, findet bei ihren Kunden gute Akzeptanz, sagt Andrea Pötter, die selbst ein solches Modell fährt.

Mitarbeiter werden gesucht

Mehrere von der SZ befragte Autohäuser, die am Sonntag an der Bischofswerdaer Automesse Car & Fun teilnehmen, bewerten ihre wirtschaftliche Lage in diesem Jahr als gut. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind wir mit der Auslastung der Werkstatt und auch im Verkauf sehr zufrieden. Wir suchen deshalb dringend einen Fahrzeugaufbereiter, einen Mechatroniker und einen Mitarbeiter für das Ersatzteillager“, sagt Daniel Philipp. Auch im Autohaus Zurawski hat man gut zu tun. „Vor allem bei Neuwagen ist die Nachfrage groß“, sagt Andrea Pötter. Nicht nur die Firma Winter, auch kleinere Betriebe realisieren Investitionen. Im Kia-Autohaus sind es in diesem Jahr vor allem Ersatzinvestitionen, zum Beispiel in eine neue Hebebühne. Im Geißmannsdorfer VW-Autohaus wurde vor Kurzem der Bau der neuen Vermessungshalle abgeschlossen. „Damit wird die fachgerechte Einstellung der Fahrassistenzsysteme gewährleistet, und die Möglichkeit zum Laden von Elektrofahrzeugen im Werkstattbereich wurde geschaffen“, sagt Daniela Philipp.

Weiterführende Artikel

Symbolbild verwandter Artikel

Autos gucken und Kultur erleben

Die Messe Car & Fun lockt am Sonntag auf den Markt von Bischofswerda.

Am Sonntag wird Bischofswerdas Altmarkt zum großen Auto-Salon. Elf Autohäuser präsentieren ihre aktuellen Modelle, weitere Partner ihre Angebote rund um die Mobilität. Unter den acht bis neun Fahrzeugen ihres Autohauses werde der Kia ProCeed das jüngstes Modell sein, sagt Andrea Pötter. Eine echte Premiere feiert Volkswagen mit dem neuen T-Cross. Das Modell erlebte am 3. Mai seine Markteinführung. Zwei Tage später ist es auf Schiebocks Altmarkt zu sehen.

Automesse Car & Fun: 5. Mai von 11 bis 17 Uhr auf dem Altmarkt in Bischofswerda.