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Baum zerstört Gartenhaus in Waldheim

Sturm Kirsten entwurzelt in Waldheim nur einen Stamm. Mit schlimmen Folgen. Die hat der starke Wind auch in Leisnig.

In der Gartenanlage im Waldheimer Sauergras hat der Sturm Kirsten einen Baum auf ein Gartenhaus krachen lassen.
In der Gartenanlage im Waldheimer Sauergras hat der Sturm Kirsten einen Baum auf ein Gartenhaus krachen lassen. © Dietmar Thomas

Region Döbeln. Insgesamt ist die Region Döbeln relativ glimpflich davongekommen. Trotzdem mussten einige Feuerwehren und Bauhofmitarbeiter ausrücken, um Schäden zu beseitigen, die Sturm Kirsten angerichtet hat.

In Waldheim musste der Spielplatz am Brückenmühlenpark gesperrt werden. Dort hing ein loser Ast in einem Baum. „Am Mittwoch stand keine Technik zur Verfügung, um ihn zu beseitigen“, sagt Bürgermeister Steffen Ernst (FDP). Dafür wird ein Hubsteiger benötigt.

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 Schlimmeres hat der Sturm im Sauergras angerichtet. Dort wurde an einem Wanderweg ein Baum entwurzelt, der auf eine Gartenlaube gekracht ist und sie zerstört hat. Da der Baum nicht in einem städtischen Wald stand, hätten die Kameraden der Feuerwehr den Bereich aber nur abgesperrt. Für die Beräumung des Baumes ist der Eigentümer des Waldes zuständig.

Weil ein großer Ast lose im Baum hängt, musste der Brückenmühlenpark in Waldheim gesperrt werden.
Weil ein großer Ast lose im Baum hängt, musste der Brückenmühlenpark in Waldheim gesperrt werden. © Dietmar Thomas

Die Harthaer Feuerwehr wurde zu einem umgestürzten Apfelbaum an die Feldstraße alarmiert. Der Baum war auf den Zaun und eine Laube des Nachbargrundstücks gefallen. „Die beiden Kameraden, die vor Ort waren, haben den Baum mit einem Mehrzweckzug wieder auf das Grundstück zurückgezogen“, sagt Wehrleiter René Greif. Die Gersdorfer Ortswehr ist mit sechs Kameraden auf die Verbindungsstraße zwischen den Pfarrhäusern und Wallbach ausgerückt. Dort war ein starker Ast von einer Weide auf die Straße gestürzt.

Moped fährt in Baumkrone

Ebenfalls ein größerer Ast war es, der von einem Baum an der Sonnenstraße in Leisnig abgebrochen war. Die drei Kameraden der Leisniger Feuerwehr, die ihn beseitigen wollten, haben stattdessen den gesamten Baum gefällt „Der drohte umzukippen“, sagt Wehrleiter Bernd Starke.

Um 2 Uhr in der Nacht zum Donnerstag wurden zwölf Leisniger Kameraden aus dem Schlaf gerissen. Sturm Kirsten hatte noch einmal zugeschlagen. Auf der Verbindungsstraße nach Paudritzsch hing ein Baum in einer Telefonleitung. Der Ort war den Feuerwehrleuten nicht unbekannt. Im Umkreis von hundert Metern waren auf dieser Straße in der Vergangenheit schon mehrere Bäume umgekippt.

Bevor die Feuerwehrleute zu diesem Einsatz gerufen wurden, ereignete sich dort gegen 1.10 Uhr ein schwerer Unfall. Ein Simson-Moped befuhr die K 7515 aus Richtung Klosterbuch in Richtung Leisnig. Ungefähr 300 Meter vor dem Ortseingang Leisnig war der Baum auf halber Höhe abgebrochen und die Baumkrone ragte in die Fahrbahn. „Der 16-jährige Mopedfahrer bemerkte dies auf dem unbeleuchteten Streckenabschnitt offenbar zu spät und kollidierte mit dem Geäst“, erklärt Andrzej Rydzik, Pressesprecher der Polizeidirektion Chemnitz. Die Mopedbesatzung stürzte. Dabei zog sich der Fahrer schwere Verletzungen zu. Sein 17 Jahre alter Sozius wurde leicht verletzt. Am Moped entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro.

Ast kracht in Kriebstein aufs Auto

Glück im Unglück hatte ein Autofahrer in Kriebstein. Er war auf der Straße vom Parkplatz zum Hafen der Talsperre unterwegs, als ein großer Ast eines Baumes auf die Motorhaube seines Autos fiel. Verletzt wurde dabei niemand.

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