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Dippoldiswalde

Besser spielen in Schlottwitz

Glashütte plant eine Freizeitfläche. Dort sollen in Zukunft nicht nur junge Leute Spaß haben.

Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler vor dem kombinierten Fußball- und Spielplatz in Mittelschlottwitz, der mit viel Geld zu einem Mehrgenerationenplatz umgestaltet werden soll.
Glashüttes Bürgermeister Markus Dreßler vor dem kombinierten Fußball- und Spielplatz in Mittelschlottwitz, der mit viel Geld zu einem Mehrgenerationenplatz umgestaltet werden soll. © Egbert Kamprath

Noch ist der Schlottwitzer Fußballplatz ein ganz normaler Hartplatz, wie ihn viele Kommunen haben. Doch das soll sich ändern. Die Stadt Glashütte möchte ihn für viel Geld zu einem Mehrgenerationenplatz umgestalten. Erste Pläne dazu gibt es bereits. Der mit der Planung beauftragte Dresdner Landschaftsarchitekt Eckhard Frase stellte diese zusammen mit Bürgermeister Markus Dreßler (CDU) in der jüngsten Stadtratssitzung vor. Die SZ gibt einen Überblick über die geplante Neugestaltung der Fläche, die an die Müglitz und die Müglitztalstraße grenzt.

Warum entsteht diese Anlage in Schlottwitz?

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Schlottwitz ist nach Glashütte der zweitgrößte Ortsteil der Uhrenstadt. Nach dem Verkauf eines Kleinsportplatzes mit Spielplatz an die Wohnungsgenossenschaft besitzt die Stadt aktuell keinen Spielplatz im Ort. Deshalb fiel die Entscheidung, hier einen Mehrgenerationenplatz zu bauen, erklärt Dreßler. Dieser soll auf dem Sportplatz in Mittelschlottwitz entstehen. Der besteht aus einem Hartplatz, einem Volleyball- und einem Spielplatz. Die Anlage wurde nach der Flut 2002 unter der Federführung des Fußballsportvereins Schlottwitz errichtet, bespielt und unterhalten. 

© SZ-Grafik

In den vergangenen Jahren bat der Verein das Rathaus, die Kontrolle zu übernehmen, so Dreßler. Zudem regte der FSV an, den Platz neu zu gestalten. Diese Idee griff das Rathaus auf. Eigentlich sollte das zusammen mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV) geschehen, weil diese den Bereich an der Müglitz neu gestalten möchte. In diesem Zusammenhang wollte die LTV den Sportplatz als Lagerplatz nutzen. Doch noch liegen diese Pläne auf Eis, wie die Stadt erfuhr. Die LTV wird hier frühestens ab 2026 aktiv. Deshalb legte die Stadt allein los. Trotzdem werde man sich abstimmen und die Anliegen der LTV bei der Planung berücksichtigen, so Dreßler.

Was genau ist auf dem bisherigen Hartplatz geplant?

Die Fläche wird fast komplett umgestaltet. Der bestehende Fußballplatz wird verkleinert und bekommt einen Kunstrasen sowie eine Beleuchtung. Künftig soll hier die D-Jugend trainieren. Außerdem entsteht auf dem Grundstück ein Mehrzweckplatz, auf dem Kleinfeldfußball, Handball und Basketball gespielt werden können. Des Weiteren sind zwei Beachvolleyballfelder, ein Geräteschuppen und ein Grillplatz mit Hütte geplant. Zudem soll ein Spielplatz mit Geräten geschaffen werden, auf denen nicht nur Kinder spielen, sondern an denen sich auch Senioren betätigen können.

Wann beginnt die Umgestaltung der Fläche?

„Wir wollen in diesem Jahr die Planungen soweit voranbringen, dass wir Ende des Jahres in der Lage sind, Fördermittel zu beantragen“, so Dreßler. Diese erwartet man aus dem Freistaat-Programm „Vitale Ortskerne“. Dieses Programm nutzt die Stadt bereits zur Neugestaltung des Kindergartens und des Kirchenvorplatzes in Glashütte. „Bei dem Programm gilt, wer zuerst kommt, malt zuerst.“ Die Stadt will bereit sein, wenn das Programm eröffnet wird. Glashütte rechnet sich gute Chancen aus.

Was wird der Bau des neuen Platzes kosten?

Der Mehrgenerationenplatz wird nicht billig. Glashütte rechnet mit Kosten zwischen 750 000 und 800 000 Euro. Bekommt die Stadt die zu erwartende Förderung in Höhe von 75 Prozent, liegt der kommunale Eigenanteil bei rund 200 000 Euro.

Wer war an der bisherigen Planung beteiligt?

An der bisherigen Planung waren neben dem Planungsbüro und Bauamt auch die Landestalsperrenverwaltung und verschiedene Fachämter der Kreisverwaltung sowie die Mitglieder des FSV Schlottwitz und SSV Glashütte-Schlottwitz beteiligt. Dem Schlottwitzer Ortschaftsrat wurde das Projekt bereits vorgestellt. „Nun gilt es, die Einwohner und insbesondere die Eltern einzubinden und bei der Auswahl der Spielgeräte mitwirken zu lassen“, so Dreßler. Das soll in einer Einwohnerversammlung passieren. Die findet am 21. Mai, 17 Uhr, in der Begegnungsstätte Boot statt. Interessierte Einwohner sind eingeladen.