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So läuft's jetzt unter Tage

Weniger dürfen länger ins Berggießhübler Besucherbergwerk. Doch das hat auch einen Vorteil. Und es gibt noch eine langersehnte Neuerung.

Wer rein kommt, hat jetzt mehr von seinem Besuch im Berggießhübler Bergwerk.
Wer rein kommt, hat jetzt mehr von seinem Besuch im Berggießhübler Bergwerk. © Daniel Schäfer

Als Abkühlung im Sommer ist das Berggießhübler Besucherbergwerk immer ein gefragtes Ziel. Aber auch im Winter stehen die Leute hier Schlange. Die Mettenschichten in der Vorweihnachtszeit sind lange vorher ausverkauft. Dieses Jahr aber kühlte der Schacht schon im Frühjahr ab. Zwei Monate war er für Besucher geschlossen. Mit den neuen Bestimmungen im Mai wurde freitags bis sonntags wieder geöffnet, ab Juni dann von Donnerstag bis Sonntag. Seit Juli ist es nun wieder täglich geöffnet. 

Schatzsuche für Familien

Die Verlängerung der Führungen hat für die Besucher natürlich einen Vorteil. Sie haben insbesondere am unterirdischen See mehr Zeit zum Fotografieren. Durch die Helmausgabe außerhalb halten sich weniger Personen im Gebäude auf. "Leider müssen durch die gestrichenen zusätzlichen Führungen in den Ferien viele Interessierte vertröstet werden", sagt Brit Reuter-Bracklow, die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel, die auch das Besucherbergwerk betreibt. Pro Tag können aktuell nur 100 bis 120 Personen unter Tage zugelassen werden. Dafür gibt es jeden Dienstagnachmittag und Sonntagvormittag sowie an weiteren Zusatzterminen seit Juli wieder für Familien die Schatzsuchen mit Edelsteinsieben. Dieses Angebot werde ebenfalls gut angenommen.

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Was hat sich geändert?

  • Die Führungen finden ab 10 Uhr bis einschließlich 15 Uhr zur vollen Stunden statt.
  • Die in den Ferien sonst üblichen zusätzlichen Führungen entfallen.
  • Die Führungen wurden von 60 auf 90 Minuten verlängert, die Zahl der Teilnehmer wurde verringert.
  • Die Helme werden in der Regel außerhalb des Gebäudes ausgegeben, die Gruppe geht anschließend um das Gebäude herum zum Mundloch, dem Eingang zum Stollen. 
  • Unter Tage und im Haus müssen die Erwachsenen Mundschutz tragen.

Die Besucherzahlen liegen aber trotzdem weiter unter denen des Vorjahres. Durch die Schließzeit und die derzeitigen Einschränkungen betragen sie derzeit etwa die Hälfte des Vorjahres. Es fehlte wie anderenorts das Ostergeschäft, mussten zwei Konzerte im April abgesagt und alle Klassenfahrten im Frühjahr und Frühsommer sowie Kindergeburtstage und Familienfeiern kostenfrei storniert werden. Hinzu kommen die fehlenden Einnahmen aus den Führungen und dem Souvenirverkauf. An ein Aufholen wirtschaftlich und hinsichtlich der Besucherzahlen ist nicht zu denken. 

Endlich online buchen möglich

Etwas Gutes hat das Ganze dann doch noch gebracht. Die Führungen, Schatzsuchen, Mettenschichten und anderen Angebote können jetzt online gebucht werden. Das wurde in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Sächsische Schweiz innerhalb kürzester Zeit realisiert und kommt sehr gut bei den Gästen an, sagt Reuter-Bracklow.

Das Herbstfest am 19. und 20. September im und am Bergwerk soll voraussichtlich stattfinden, wenn auch kleiner als in den Vorjahren. "Es wird familiärer, und wir freuen uns schon sehr darauf", sagt Brit Reuter-Bracklow. Ansonsten muss das Besucherbergwerk so wie alle anderen abwarten. "Natürlich hoffen wir sehr, dass sich alles positiv entwickelt und wir auch wieder kulturelle Veranstaltungen unter Tage anbieten können."

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