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Chang Bai und Krupnoplodnaya in Staucha

Nach drei Monaten Coronapause findet in Staucha wieder Bauernmarkt statt. Es wird ein Markt der Besonderheiten. Die Sommerpause fällt dieses Jahr kürzer aus.

Neuer Sorten winterharter Kiwis gibt es am Sonnabend auf dem Bauernmarkt in Staucha.
Neuer Sorten winterharter Kiwis gibt es am Sonnabend auf dem Bauernmarkt in Staucha. © privat

Staucha. Nach drei Monaten findet am Sonnabend in Staucha wieder ein Bauernmarkt am Herrenhaus statt. Zuletzt war dies Anfang März der Fall.  Im April musste der Markt coronabedingt pausieren, im Mai fiel der Markttag zudem noch auf einen Feiertag, den 1. Mai. Nun aber geht es wieder los. "Das Interesse der Händler ist groß, zumal viele Städte und Gemeinden derzeit noch keine Märkte anbieten", sagt Adriane Woschny, die in der Gemeinde Stauchitz  für den Bauernmarkt zuständig ist. 

Um den Markt durchführen zu können, ist ein Hygienekonzept nötig.  Dieses sieht einen bestimmten Abstand sowohl zwischen den Händlern als auch den Besuchern vor. Zudem müssen alle Händler Mundschutz tragen, die Besucher allerdings nur in der Markthalle, nicht jedoch auf dem Freigelände. Damit es in der Halle nicht zu viel Andrang gibt und die Abstände eingehalten werden können, wird immer nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern eingelassen.  

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Nach drei Monaten Pause wird in Staucha wieder gehandelt. die Händler müssen diesmal aber Mundschutz tragen, die Besucher nur in der Markthalle.
Nach drei Monaten Pause wird in Staucha wieder gehandelt. die Händler müssen diesmal aber Mundschutz tragen, die Besucher nur in der Markthalle. © Jürgen Müller/Archiv

Auf dem Markt selbst wird nicht nur eine große Anzahl an Händlern vertreten sein, es gibt auch Besonderes. So bietet eine Pferdefleischerei unter anderem Pferdebockwurst an. Ein Fachmann für Kräuter wird den Besuchern Tipps geben. Das Hauptaugenmerk ist aber auf Blumen und Pflanzen gerichtet. Einer der Anbieter ist der Pflanzenmarkt aus Seerhausen. 

Das erste und einzige Mal in diesem Jahr kommt auch wieder ein  Stand mit Kiwi-Pflanzen des Züchters Werner Merkel aus Chemnitz nach Staucha. Dieser ist bekannt für seine Züchtung winterharter Kiwis. Diese sogenannten Sachsenkiwis sind deutlich kleiner als die bekannten Kiwis, aber regelrechte Vitaminbomben. Doch neben den eigenen Züchtungen gibt es jetzt auch eine neue Sorte. Die„Chang Bai“ stammt ursprünglich aus China und ist der Riese unter den winterharten Kiwibeeren. Die Früchte haben einen Durchmesser von vier Zentimetern,  sind abgeflacht und apfelförmig. Die Reifezeit ist wie bei den Kiwisorten mit grünem Fruchtbehang beginnend ab Ende September. Generell werden die Früchte nacheinander reif. Wo Schatten darauf fällt, reifen sie zuerst. Früchte, welche in voller Sonne hängen, reifen später. Die Ernte bei einer Pflanze geht etwa über drei Wochen.

Eine Rarität ist auch eine weitere Art von Kiwis, die Actinidia Kolomikta mit der Sortenbezeichnung "Krupnoplodnaya". Der russische Name weist schon darauf hin,  dass diese extrem winterharte Kiwiart aus Sibirien stammt. Sie hat sehr schmackhafte süße, grüne Früchte, welche bereits im Juli reifen, also weit vor allen anderen winterharten Kiwisorten.

Kirchturm bleibt dicht

Der Markt findet am Sonnabend von 8 bis 13 Uhr statt. Wie stets ist an diesem Tag auch das Pass- und Meldewesen geöffnet. Die Gemeinde Stauchitz weist aber darauf hin, dass innerhalb des Verwaltungsgebäudes eine generelle Maskenpflicht besteht. Die Heimatstube kann von 10 bis 12 Uhr besucht werden, die Peter-Sodann-Bibliothek von 9 bis 13 Uhr. Nicht bestiegen werden kann am Sonnabend allerdings der Kirchturm. "Wir können hier nicht garantieren, dass die erforderlichen Mindestabstände eingehalten werden", sagt Adriane Woschny. 

Normalerweise wäre nach dem Juni-Markt für zwei Monate Sommerpause. Diese hat die Gemeinde vor einigen Jahren eingeführt, weil im Sommer der Andrang nicht so groß war wie sonst. Doch in diesem Jahr wird wegen der ausgefallenen Märkte die Sommerpause verkürzt. Der nächste Markt ist für den 4. Juli geplant. Dann geht es im September weiter.   

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