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Dresdner Wasserski-Anlage ist startbereit

Martin Riedel hat ein Konzept entwickelt, wie er den Betrieb in Leuben trotz Corona aufnehmen kann. Das sind die Regeln.

Still ruht der Kiessee in Leuben. Martin Riedel würde seine Wasserskianlage gern wieder öffnen und hat dafür ein Hygiene-Konzept erarbeitet.
Still ruht der Kiessee in Leuben. Martin Riedel würde seine Wasserskianlage gern wieder öffnen und hat dafür ein Hygiene-Konzept erarbeitet. © Sven Ellger

Dresden. Fantastisches Frühsommerwetter, blaues Wasser, die Anlage startbereit - täglich bekommt Martin Riedel Anfragen, wann er seine Wasserski-Anlage auf dem Kiessee Leuben wieder in Betrieb nehmen wird. Zurzeit kann er diese Frage nicht beantworten. Aber er hofft, dass Anfang Mai weitere Lockerungen in der Corona-Krise auch Outdoor-Sportarten wieder möglich machen. Ein erster Wakepark durfte in der vergangenen Woche in Trier wieder öffnen, denn in Rheinland-Pfalz gilt die Sonderregelung, dass Individualsport im Freien wieder erlaubt ist.

Darauf hoffen in Sachsen neben Martin Riedel etwa auch Betreiber und Nutzer von Reiterhöfen, Golfplätzen und Tennisanlagen. Mit der Öffnung von Zoos ab kommendem Montag wird diese Hoffnung nun größer. "Ich habe längst beim Ministerium für Soziales und Verbraucherschutz die Öffnung der Wasserski-Anlage beantragt und dafür auch klare Regeln formuliert", sagt Martin Riedel. 

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Diese sehen unter anderem vor, dass die Sportler ihren Kurs, also ihre Fahrtzeit auf dem Wasser, vorher online reservieren müssen, nur allein kommen und keine Toiletten benutzen dürfen. Das Umkleiden sei im Freien möglich, Duschen gibt es ohnehin nicht. Auch die Gastro bleibt zu. "Letztlich sind diese Regeln eine Rückkehr zum Ursprung des Sports: Surfbrett nehmen, seine Runden auf dem Wasser drehen, wieder nach Hause gehen." Natürlich hofft Riedel auch darauf, dass Café und Imbiss an der Wasserski-Anlage bald wieder öffnen können - Platz für das Einhalten der Abstandsregeln gibt es auf dem Gelände an der Pirnaer Landstraße genug.

Weitere Lockerungen in Sicht

CDU-Stadtrat Steffen Kaden, der 2002 mithilfe eines Antrags im Stadtrat den Betrieb der Wasserski-Anlage möglich gemacht hatte, rechnet damit, dass in einer neuen Allgemeinverfügung des Freistaates Anfang Mai sowohl die Außengastronomie als auch Outdoor-Sportarten berücksichtigt werden könnten. An diesem Donnerstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über weitere Lockerungen beraten.

Darauf ist Dresden vorbereitet: In der letzten Stadtratssitzung stimmten die Räte Kadens Antrag zu, der vorsieht, dass die Stadt Dresdner Gastronomen künftig kurzfristig weitere Flächen für Tische und Stühle genehmigen kann. Wegen der Abstandsregel können Gastronomen, wenn sie wieder öffnen dürfen, deutlich weniger Gäste auf ihren Flächen bewirten. "Wichtig ist, dass Unternehmer nun die entsprechenden Konzepte entwickeln, wie sie alle Regeln umsetzen können." 

So wie Martin Riedel es bereits getan hat. "Ich bin froh, dass die Anlage da ist", sagt Kaden. "Und wir wollen, dass dieses einzigartige Angebot - eine Wasserski-Anlage mitten in der Stadt - auch in dieser Saison  genutzt werden kann."

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Martin Riedel kritisiert indes, dass Mitte März zu pauschal entschieden worden sei, dass alle Sportstätten geschlossen werden müssen. "Man muss zumindest jetzt individuell schauen, wo Regeln einfach umgesetzt werden können." Mit seinem Konzept nehme er den Infektionsschutz ernst und sei gut vorbereitet auf einen schnellen Start. Die Preise wolle er nicht erhöhen, sie bleiben wie in der vergangenen Saison.  

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