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Corona bremst neue Schule

Ein Verein will in Langenhennersdorf anders lehren als üblich. Dabei bleibt es auch. Nur später. Was bedeutet das für die Kinder?

Erstmal noch ohne Schüler - die Mitinitiatoren der neuen Freien Schule in Langenhennersdorf: Johannes Dietrich (l.), Ines Ulrichsohn und Derk Kerger.
Erstmal noch ohne Schüler - die Mitinitiatoren der neuen Freien Schule in Langenhennersdorf: Johannes Dietrich (l.), Ines Ulrichsohn und Derk Kerger. © Daniel Schäfer

Der Zeitplan war ambitioniert. Mit Beginn des Schuljahres 2020/21 wollte die neue Freie Grund- und Oberschule in Langenhennersdorf starten. Interessenten meldeten sich, die Anträge wurden gestellt. Doch dann kam Corona. Der Verein Lebens-Weise-Lernen sieht sich vor  unvorhergesehenen Herausforderungen. "Die zuständigen Ämter sind überlastet, viele Menschen verunsichert, der Verlauf der Ausnahmesituation ist noch ungewiss", sagt Sylvia Silbermann vom Verein. Die Konsequenz: Der für diesen Sommer geplante  Schulstart wird um ein Jahr verschoben. 

Wechsel erst nach Genehmigung

Welche Konsequenzen hat das für die bereits angemeldeten Kinder? Neben der Enttäuschung keine praktischen. Denn alle Kinder müssen sich zuerst an einer staatlichen Schule anmelden bzw. besuchen bereits eine. "Mit unserer Genehmigung können sie dann zu uns wechseln", sagt Sylvia Silbermann. "Nun eben erst im nächsten Jahr."  

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Schon vor Corona war der Schulstart in diesem Jahr nicht sicher. "Er war und ist abhängig von der Genehmigung seitens des Landesamtes für Schule und Bildung." Das hatte zuletzt im Februar noch den Nachweis der Lehrer gefordert. Auch für sie habe es keine Garantie gegeben und seien die Lösungen nun individuell. 

Drei Unterschiede

"Wir sehen die Verschiebung als Chance, zu wachsen, und arbeiten weiterhin fokussiert an unserem Vorhaben", sagt Sylvia Silbermann.  Auch in den kommenden Monaten freut sich der Verein über weitere Unterstützung. Aktiv, finanziell oder auch, indem die Idee der Freien Schule weiter getragen werde. So werde es, wenn es wieder möglich ist, weitere Informationsveranstaltungen geben. Der Start, egal wann, bleibt abhängig von der Genehmigung durch das Landesamt.

Die Freie Schule des Lebens-Weise-Lernen-Vereins hat drei wesentliche Unterschiede zu anderen Schulen: Es gibt keine  Klassen, sondern Gruppen. Die Angebote zum Lernen erstrecken sich über den ganzen Tag. Und es gibt Bewertungen statt Benotungen. 

Das Gebäude, in dem der Verein seit vergangenem Jahr einen ersten Raum gemietet hat, liegt idyllisch und hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Es war Ferienheim, dann Bildungsstätte des Kolpingwerkes - in dieser Zeit entstand auch der Anbau - und zuletzt Kinderheim. 

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