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Wie es René Kindermann auf Mallorca geht

Bei seinem Abflug in den Urlaub konnte der Oberlausitzer Moderator von der Reisewarnung noch nichts ahnen. Die hat jetzt aber ihre Auswirkungen.

René und Katja Kindermann im Strandrestaurant. Die Maske darf man erst am Tisch abnehmen.
René und Katja Kindermann im Strandrestaurant. Die Maske darf man erst am Tisch abnehmen. © privat

Alle waren da. Darunter der Opernsänger René Pape, der eines der Konzerte auf der neuen Seebühne geben wird. Die ist in den vergangenen Tagen im Ostragehege in Dresden aufgebaut worden. Ende August sollen hier Open-Air-Veranstaltungen stattfinden. Am Montag gab es eine Pressekonferenz dazu – moderieren sollte die eigentlich René Kindermann. Aber Corona machte einen Strich durch die Rechnung.

Reise bereits im Februar gebucht

René Kindermann kennt man als Moderator verschiedener Sendungen des MDR, auch als Sportmoderator. Der gebürtige Bautzener ist in See aufgewachsen, hat am Schleiermacher-Gymnasium in Niesky sein Abitur gemacht. Und er ist großer Mallorca-Freund. Noch bevor die Corona-Krise Deutschland erreichte, hatte er den nächsten Sommerurlaub dort gebucht. Bereits im Februar.

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Dass nun auf der Insel zum Beispiel strenge Maskenpflicht herrscht, das wusste die Familie vor ihrer Abreise. Grund für eine Absage war es nicht: Kindermanns verbringen ihren Urlaub nicht in Palma, wo jetzt Lokale schließen mussten, sondern auf einer kleinen Finca in Soller im Nordwesten. Dass nun aber Mallorca als Risikogebiet eingestuft wurde – das hat die Familie bei ihrer Abreise am 10. August noch nicht geahnt. Bedeutet: Wenn der Moderator zurückkehrt, muss er zum Corona-Test. Und solange kein Ergebnis vorliegt, in Quarantäne.

Kindermann wollte für die Arbeit kurz zurückfliegen

Geplant war aber, für die Pressekonferenz eine Urlaubs-Unterbrechung einzulegen, am Sonntag nach Leipzig zu fliegen. „Ich wäre vielleicht 23 Uhr angekommen“. Ob dann die Flughafen-Teststation überhaupt noch offen gewesen wäre? Das Ergebnis hätte er jedenfalls bis zur Pressekonferenz am Montag gebraucht. Unrealistisch. Deshalb ist der Moderator auf Mallorca bei seiner Familie geblieben.

Geisteratmosphäre in Geschäften

Dieser Urlaub sei auf jeden Fall anders. Morgens: Brötchen holen mit Maske. „Die Maskenpflicht gilt hier auch auf allen öffentlichen Plätzen und Straßen“, erklärt Kindermann. Selbst wenn es ein Strandrestaurant ist – die Maske darf man erst am Tisch abnehmen. „Aber das wussten wir vorher, und daran halten wir uns.“ Was eher für ein seltsames Gefühl sorgt: "Teilweise herrscht hier schon ein bisschen Geisteratmosphäre.“ In Kaufhäusern etwa sei man mit dem Verkaufspersonal quasi alleine auf weiter Flur. Umso häufiger sehe man rote Reduziert-Schilder an den Waren. Gut, um Abstand zu halten und Kleidung für die Kinder einzukaufen. Ansonsten aber ein komisches Gefühl, erzählt der Moderator. Am schönsten: auf einem Schiff auf dem Meer.

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Am Donnerstag geht es zurück nach Dresden. Nach jetzigem Stand wird der Flug planmäßig starten. Nach Landung wird es zunächst direkt zur Flughafen-Teststation gehen, erzählt Kindermann. Ein rasches Ergebnis ist für ihn nach wie vor wichtig: Denn am Sonnabend will er die MDR-Boxgala moderieren.

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