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Jetzt 178 Corona-Infizierte im Kreis Meißen

Die Anzahl der Toten ist nicht weiter gestiegen. Die Kritik in der Öffentlichkeit gegen die restriktiven Maßnahmen wächst.

Dieses Foto zeigt verschlossene Tore von Unternehmen und Gebäuden, die wegen der Corona-Krise nicht geöffnet sind. Doch Bund und Freistaat setzten die Signale auf vorsichtige Lockerung ab nächster Woche.
Dieses Foto zeigt verschlossene Tore von Unternehmen und Gebäuden, die wegen der Corona-Krise nicht geöffnet sind. Doch Bund und Freistaat setzten die Signale auf vorsichtige Lockerung ab nächster Woche. © Ben Birchall/PA Wire/dpa

Meißen. Um die Ausbreitung des Virus zu reduzieren, soll weiterhin generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten – verzichtet werden. Das gilt auch für überregionale tagestouristische Ausflüge. Diese Forderung steht im Zentrum der neuen sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, die derzeit erarbeitet wird. Zwei Stunden hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer am Mittwochabend mit den Landräten und Oberbürgermeistern über die neuen Lockerungen beim Corona-Schutz diskutiert. 

Die Statistik für den Landkreis Meißen stimmt weiterhin optimistisch. Die Zahl der positiven Testergebnisse beträgt aktuell 178. Das sind drei mehr als am Vortag. 105 erkrankte Personen konnten die häusliche Quarantäne wieder beenden. Neun Patienten werden weiterhin stationär behandelt, drei auf der Intensivstation. Die Anzahl der Gestorbenen bleibt bei zehn, die meisten im Alter zwischen 80 und 90 Jahren.

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Klinikvorstand Frank Ohi informierte über 13 genesene Covid-19-Patienten, die das Krankenhaus inzwischen verlassen konnten. Für 255 Kontaktpersonen heißt es in den nächsten 14 Tagen „zu Hause bleiben“. Während Landrat Arndt Steinbach die neuen Lockerungen ähnlich kritisch sieht wie der Ministerpräsident, ist Amtsärztin Petra Albrecht etwas optimistischer: „Es wird wieder mehr soziale Kontakte geben und damit steigt die Zahl der Infizierten. Aber wir sind sehr froh, dass die Lockerungen Schritt für Schritt und sehr überlegt in den Alltag integriert werden.“ 

Ein Ende der Krise ist noch nicht in Sicht. So werden die Gesundheitsämter personell und technisch weiter aufgerüstet. Auch die Intensiv-Bereiche der Kliniken sollen vorsorglich ihre Kapazitäten erweitern. Auf der anderen Seite wächst die Kritik in der Öffentlichkeit an den weiterhin restriktiven Maßnahmen. „Die behutsame Öffnung“, so Landrat Steinbach, „war auch der Wunsch aller Landräte und Oberbürgermeister." Erfahrungen mit einer Pandemie habe keiner. Daher sollte die Situation in den nächsten zwei Wochen beobachtet werden, um sie dann neu zu diskutieren.

Zu den Öffnungen gehört auch die gestaffelte Rückkehr in den Schulalltag. Ab Montag, informierte der 2. Beigeordnete des Landkreises und Dezernent für Technik Andreas Herr, fahren die Busse – auch die meisten Schulbusse - wieder nach Plan. Informationen dazu gibt es unter www.vg-meissen.de oder Telefon 03521 732716. 

Für die Quarantäneverweigerer hat der Freistaat Sachsen eine neue Lösung gefunden. Wer andere wissentlich gefährdet, muss nach wie vor mit einer zwangsweisen Unterbringung rechnen. Der Freistaat plant drei zentrale Einrichtungen, in denen die Verweigerer für die Zeit der Quarantäne untergebracht werden.  

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An der Spitze in Sachsen liegt laut Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag  der Landkreis Zwickau (668 Corona-Fälle) vor der Stadt Leipzig (492 Fälle) und der Stadt Dresden (447 Fälle). Der Landkreis Meißen liegt an vorletzter Stelle, hinter dem Landkreis Leipzig (178) und vor Nordsachsen (109). Allerdings rechnet das Robert Koch-Institut mit einer älteren Fallzahl von 176 für den Landkreis Meißen. Weltweit die meisten Infizierten leben laut Johns Hopkins Universität in den USA mit rund 640.000, in Deutschland sind es 135.000 (Platz vier).

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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