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Erstmals keine Neuinfektionen im Kreis

Nach wie vor gibt es im Landkreis Meißen 174 Corona-Infizierte. Ein weiterer Patient ist aber gestorben. Der Landkreis bereitet schon den Schülerverkehr vor.

Eine leere Picknickbank am Dienstag nach Ostern vor der Kulisse von Schloss Moritzburg. Wann darf es wieder öffnen? Wann werden die Aufenthaltsbeschränkungen auch im Landkreis Meißen gelockert?
Eine leere Picknickbank am Dienstag nach Ostern vor der Kulisse von Schloss Moritzburg. Wann darf es wieder öffnen? Wann werden die Aufenthaltsbeschränkungen auch im Landkreis Meißen gelockert? © Jan Woitas/dpa

Meißen. Die Zahl der positiven Tests auf SARS-CoV-2 im Landkreis Meißen liegt bei 174. Das sind ebenso viel wie am Montag gemeldet. Acht Patienten werden stationär behandelt, drei davon intensivmedizinisch. Neun Menschen sind bislang im Landkreis Meißen an Covid-19 gestorben. Das ist ein Zuwachs um eine Person. Insgesamt wurden 323 Kontaktpersonen zu häuslicher Isolation verpflichtet. 79 Menschen, die Wochen zuvor an Covid-19 erkrankt waren, konnten die Quarantäne beenden.  Das teilte das Landratsamt am Dienstag mit.

„Das Osterwochenende verlief insgesamt relativ ruhig“, so Amtsärztin Petra Albrecht auf der heutigen Beratung des Krisenstabes. Probleme bereiten Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende mit vielen Ausnahmeregelungen, die im Detail durch die Gesundheitsämter geprüft werden müssen. Ein spezielles Team wird sich jetzt ausschließlich den Fragen der Rückkehrer widmen. Diese Gruppe ist verpflichtet, sich umgehend im Gesundheitsamt zu melden.

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Der Landkreis stellt sich auf Lockerungen ein. Die 1. Beigeordnete des Landkreises Janet Putz berichtete über eine große Nähaktion für Mund-Nasen-Schutz-Masken. Auch das Berufliche Schulzentrum in Großenhain wird sich daran beteiligen. Der 2. Beigeordnete des Landkreises Andreas Herr informierte über den Schülerverkehr, der ab kommenden Montag für die Klassen vier bis 12 langsam hochgefahren werden soll. Details werden in den nächsten Tagen beraten. 

Ronald Voigt, Leiter des Amtes für Brand-, Katastrophenschutz, leitet die Beschaffung professioneller Schutzausrüstungen für den Rettungsdienst, Altenpflegeheime und Behinderteneinrichtungen. Der Beauftragte der Bürgermeister im Krisenstab Ralf Hänsel fragte nach Kommunikationswegen und Detailinformationen für die Städte und Gemeinden im Landkreis. Dieser Teil der Krise beschäftigt auch den Krisenstab, denn die unterschiedlichen Informationsquellen und Netzwerke sind mitunter schwer zu koordinieren.

Der Anstieg der Corona-Infizierten im Landkreis Meißen kommt zum Stillstand. Nur eine Pause?
Der Anstieg der Corona-Infizierten im Landkreis Meißen kommt zum Stillstand. Nur eine Pause? © Gesundheitsamt Meißen
Die blaue Kurve für den Landkreis Meißen flacht sich ab.
Die blaue Kurve für den Landkreis Meißen flacht sich ab. © Gesundheitsamt Meißen
Radebeul noch vor Klipphausen. Meißen holt auf. 
Radebeul noch vor Klipphausen. Meißen holt auf.  © Gesundheitsamt Meißen
Immer noch vorn: Die mittlere Altersgruppe und da vor allem die Frauen. 
Immer noch vorn: Die mittlere Altersgruppe und da vor allem die Frauen.  © Gesundheitsamt Meißen

Aus Sicht der Polizei war es ebenfalls ein ruhiges Oster-Wochenende mit lediglich insgesamt 65 Ordnungswidrigkeiten und zwei Straftaten gegen Ausgangsbeschränkungen. Besorgte Nachbarn wenden sich mit vielen Anzeigen an die Polizei. Die Mehrzahl der Hinweise waren keine Regelverstöße.

Die Bewältigung der Folgen der Pandemie sei eine gemeinsame Aufgabe von Freistaat und kommunaler Ebene, so die Kernaussage einer Gesprächsrunde zwischen dem Ministerpräsidenten, seinen Stellvertretern, den Fraktionsvorsitzenden der Regierungskoalition und den kommunalen Spitzenverbänden. Der Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetages sowie Oberbürgermeister der Stadt Radebeul Bert Wendsche sagte: „Wir haben in dem Gespräch deutlich gemacht, dass es einen sächsischen Rettungsplan für die Kommunen geben muss. Bleibt dieser aus, werden die meisten Kommunen zu rigiden Sparmaßnahmen und hohen Schuldenaufnahmen gezwungen sein.“

Die Handwerkskammer Dresden bittet Landrat Arndt Steinbach in einem Brief, das regionale Handwerk zu unterstützen. Das Handwerk sei durch die Corona-Krise sehr stark betroffen. So sind im Kammerbezirk Dresden 2.500 Handwerksbetriebe in den Gewerken Friseure und Kosmetik eingetragen, die ihre Geschäfte schließen mussten. 

Zudem gibt es Betriebe, die von den strengen Hygienebestimmungen betroffen sind wie Bäckereien, Konditoren, Fleischereien. Cafè- und Imbissbereiche mussten geschlossen werden. Sorgen haben auch die Kfz-Betriebe, die nur noch ihre jeweilige Werkstatt öffnen dürfen. Landrat Arndt Steinbach hatte bereits vor 14 Tagen dazu aufgefordert, dem regionalen Handwerk Aufträge, die ohne Regelverstöße erfüllt werden können, zu erteilen. Die Handwerkskammer Dresden berät Handwerksbetriebe unter 0351 4640409 oder per E-Mail [email protected]. (SZ/um)

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog!

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