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Das ist neu im Christmas Garden

Der Pillnitzer Park verwandelt sich zum zweiten Mal - doch ganz anders als 2018. Außerdem wird es eiskalt.

So präsentiert sich der Lustgarten: Schwäne statt des Brunnens schmücken den Mittelteil.
So präsentiert sich der Lustgarten: Schwäne statt des Brunnens schmücken den Mittelteil. © Sven Ellger

Weihnachtskalender war gestern, heute kommt das Fields of Light nach Pillnitz und verwandelt die Wiese hinter dem Bergpalais in ein Lichtermeer, das immer neue Effekte zeigt. 

Seit dem 23. Oktober arbeitet der Technische Leiter Ingo Bochert täglich mit 16 Kollegen daran, dass die 25 Lichtobjekte des Christmas Garden im Pillnitzer Schlosspark richtig in Szene gesetzt werden. Alle sind neu, auch die Beleuchtung der Gebäude hat sich im Vergleich zum Vorjahr geändert. Ab 14. November bis zum 5. Januar können sich Besucher dort verzaubern lassen.

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Drei separate Stromeinspeisungen von außen sind nötig, damit die neun Kilometer Lichterketten und 700 Scheinwerfer betrieben werden können. „Wir arbeiten mit stromsparenden LEDs, so dass der Verbrauch nicht ins Unermessliche steigt“, sagt Bochert. Doch bevor der komplette Park im Lichterglanz funkeln kann, kommt körperliche Schwerstarbeit. Allein an der sogenannten Kathedrale des Lichts, einem fünf Meter hohen Stahlgerüst, haben die Lichttechniker drei Tage lang gebaut, bis jede der extra angefertigten Lichterketten optimal angepasst war.

Veranstaltungstechniker Jackson bringt die LIchterketten an der sogenannten Kathedrale des Lichts an. 
Veranstaltungstechniker Jackson bringt die LIchterketten an der sogenannten Kathedrale des Lichts an.  © Sven Ellger

Schon seit März hat Ingo Bochert viele Termine im Park absolviert. „Wir stimmen uns mit dem Denkmal- und Naturschutz ganz genau ab, damit keine Gehölze zu Schaden kommen und Tiere nicht zu stark beeinträchtigt werden“, sagt der Technische Leiter. Vor allem die Fledermäuse könnten durch das Licht, aber auch die untermalende Musik gestört werden. „Es gibt einen Baum am Teich im Englischen Garten, den wir nicht illuminieren dürfen, weil dort ein Fledermausquartier ist“, sagt Bochert. Das sei schade, weil gerade dieser alte Baum sehr beeindruckend sei. „Aber Naturschutz geht definitiv vor“, sagt Bochert, der die Zusammenarbeit vor Ort sehr schätzt. Um die Wege im Park nicht zu beschädigen, müssen seine Leute auch mit Elektrofahrzeugen und speziellen Reifen unterwegs sein.

Lichtdesigner Andreas Boehlke.hat die Ideen für die Lichtobjekte im Christmas Garden. 
Lichtdesigner Andreas Boehlke.hat die Ideen für die Lichtobjekte im Christmas Garden.  © Sven Ellger

Zwei Kilometer lang ist der neue Rundweg, durch den Christmas Garden, der am Donnerstag um 18 Uhr erstmals Besuchern offen steht. Auf ihm kommen sie unter anderem an einer Rentierwiese vorbei, auf der überdimensionale Tiere weiden, oder auch am Glühwürmchengarten. Bereits der Weg vorbei am blauleuchtenden Schlossgraben und dem Zauberwald auf der höfischen Maillebahn in Richtung Lustgarten versetzt die Gäste durch die pinkfarben beleuchteten Bäume in festliche Stimmung. Dort angekommen, wandeln sie durch höfisches Treiben, symbolisiert von Leuchtfiguren in historisch nachempfundenen Kostümen. Durch das neue Musikkonzept, für das Burkhard Fincke eigens Stücke für einzelne Lichtobjekte komponierte und arrangierte, sollen Licht und Ton gut harmonieren. 

Im Teich schwimmen diesmal keine Seerosen wie im Vorjahr, sondern funkeln Sterne. Hinter der Orangerie erstrahlt ein Elfenschloss im Lichterglanz. Anders als 2018, als die Feuchtigkeit im Kamelienhaus die Scheiben beschlagen ließ und die Beleuchtung darunter litt, soll das Glashaus dieses Jahr von außen angestrahlt werden.

Die Pillnitzer Palais bilden eine grandiose Kulisse für die Objekte. 
Die Pillnitzer Palais bilden eine grandiose Kulisse für die Objekte.  © Sven Ellger

Ein besonderer Höhepunkt soll die Wasserfontäne werden. Durch mehrere Pumpen wird ein Sprühnebel erzeugt, auf den Motive projiziert werden. „Ich habe es selbst noch nicht gesehen, weil die Technik gerade installiert wird, stelle es mir aber sehr beeindruckend vor“, sagt Ingo Bochert. Er und seine Mitarbeiter haben gerade die Notbeleuchtung installiert, die noch geprüft werden muss. Ein wichtiger Punkt, falls der Strom mal ausfällt. „Dann würden hunderte Besucher im Dunkeln stehen. Kein schöner Gedanke“, sagt der Technische Leiter. Für alle, die Romantik lieben, wird es nicht nur mehrere Motive für Fotostopps geben, sondern auch drei Stellen, an denen unter einem Mistelzweig geküsst werden darf. Auf Kinder wartet mit der Rast des Weihnachtsmanns auch ein schönes Motiv für weihnachtliche Grußkarten.

Bereits auf dem Weg zum Lustgarten gibt es eine wunderbare Lichtstimmung. 
Bereits auf dem Weg zum Lustgarten gibt es eine wunderbare Lichtstimmung.  © Sven Ellger

Einen Programmpunkt haben die Gestalter um Lichtdesigner Andreas Boehlke jedoch beibehalten, weil er im Vorjahr gut ankam. An den Zweigen des sogenannten Wishing Trees dürfen Weihnachtswünsche aufgehängt werden. Ob sie im Vorjahr auch erfüllt wurden, ist unbekannt. Sicher ist indes, dass die neu hinzugekommene Eisbahn auf dem ehemaligen Schlossparkplatz immer gut gefüllt sein wird. Seit Mittwoch wird sie aufgebaut und vereist. Ihre Nutzung ist im Ticketpreis enthalten.

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  • Christmas Garden vom 14. November bis 5. Januar im Schlosspark Pillnitz, täglich von 16.30 bis 22 Uhr, außer am 18., 19., 25., 26. November sowie 2.,3., 24. und 31. Dezember, Tickets werden zeitlich gestaffelt verkauft unter www.christmas-garden.de/dresden

  • Kosten: Mo bis Do für 15 Euro, Freitag bis Sonntag und Feiertags 17 Euro, Familientickets 42 bzw. 48 Euro. Schüler, Studenten und Senioren: 12,50 bzw. 14,50 Euro.

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