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Das ist Pirnaer Kunst-Vielfalt

Die Stadt hat auf der Barbiergasse eine neue Galerie. Und nicht irgendeine. Ein Blick ins Innere und auf drei Künstler.

Nun steht die Tür offen: Wer und was ist in der Galerie Vielfalt auf der Pirnaer Barbiergasse zu sehen?
Nun steht die Tür offen: Wer und was ist in der Galerie Vielfalt auf der Pirnaer Barbiergasse zu sehen? © Marko Förster

Von wegen Künstler sind unpünktlich. Punkt 11 Uhr und keine Minute eher wurde am Sonnabend die Tür auf der Barbiergasse 19 geöffnet. Da standen schon einige Leute davor. So viele, dass es bald eng wurde in der neuen Galerie Vielfalt. Genau das wünschen sich die hier vertretenen 14 Künstler künftig immer. Sie haben sich zusammengetan, um gemeinsam zu haben, was kaum einer allein bewältigen könnte: Eine Galerie. Sie teilen sich Kosten und Öffnungszeiten und sind doch immer vor Ort vertreten.

Brigitta M. Arnold und Peter Götz (Pedro) bewiesen zur Eröffnung, dass Künstler oft sehr vielseitig sind. Sie sang zur Gitarre, er spielte die Tuba. Das erste Lied: Alles muss klein anfangen. Vielleicht war die erste Idee zu dieser Gemeinschafts-Galerie klein, aber inzwischen ist sie schon recht groß geworden. Das bewies auch das Interesse am Sonnabend zur Eröffnung. Brigitta M. Arnold sagte bei der Vorstellung der beteiligten Künstler immer wieder  "wunderschön". Die im wahrsten Sinne des Wortes vertretene Vielfalt macht die Galerie eben wunderschön. Drei Beispiele.

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Christine Kittelmann: Keramik

Ihr Lieblingsstück: die Auf- und Ab-Vase.
Ihr Lieblingsstück: die Auf- und Ab-Vase. © Marko Förster

Ihr Lieblingsstück: Einen Moment überlegt Christine Kittelmann. Dann greift sie sich zwischen den verschiedenen Behältern, die für alles genutzt werden können und auch ohne Inhalt schon ein Hingucker sind, nach einem rechteckigen Teil. Die rote Kugel auf einer Seite und oben, dazwischen dünne und stärkere Linien in verschiedene Richtungen. Das alles symbolisiert das Auf und Ab, die Suche nach dem Anfang und Ziel, wo komme ich her, wo will ich hin. 

Warum ist sie dabei: Die Dresdnerin lebt von der Kunst, sie braucht Umsätze, sagt sie. In der Regel verkauft sie auf Märkten. Die Gemeinschaftsgalerie ist da eine perfekte Lösung. "Und sie gibt Energie." Künstler arbeiten meist allein, hier ergänzen sie sich in mehrfachem Sinne.

Was erhofft sie sich von der  Galerie: Christine Kittelmann freut sich, mit Leuten und anderen Künstlern ins Gespräch zu kommen, präsent zu sein. Zwar kommen auch ab und zu Leute in ihr Atelier, aber so ein Begängnis sei da nicht.

Wann treffen die Besucher sie das erste Mal:  Christine Kittelmann hat am 17. und 18. März das erste Mal Dienst in der Galerie.

Reinhard Müller: Glitzernde Steine

Sein Lieblingsstück: das Swarowski-Ornament.
Sein Lieblingsstück: das Swarowski-Ornament. © Marko Förster

Sein Lieblingsstück: Es hängt oben an der Decke und kann auch an der Wand hängen, egal ob hochkant oder quer: Rund 10.000 Swarowski-Stein hat Reinhard Müller dafür in Form gebracht. Angeregt dazu wurde er von der Punkt-Malerei australischer Ureinwohner. Nachdem er es ähnlich versucht hatte, kam ihm die Idee, die Punkte zu veredeln. So entstand unter anderem das Ornament Bild.

Warum ist er dabei:  Vor Ort sein, ohne selbst jeden Tag da sein zu müssen, das war für Reinhard Müller ein unschlagbares Argument.  Dazu der sich durch 14 teilende Aufwand und trotzdem volle Nutzen.

Was erhofft er sich von der Galerie: Wenn die Bilder zuhause hängen, ist es schön, wenn noch mehr Menschen sie sehen können, ist noch schöner. Reinhard Müller freut sich auf die größere Bühne für seine verschiedenen Künste. 

Wann treffen die Besucher ihn das erste Mal: Reinhard Müller ist bereits am 4. und 6. März  zum Dienst eingeteilt.

Claudia Pinkau: Malerei und Bücher

Ihre Lieblingsstücke: die Dünen und ihre Kinderbücher.
Ihre Lieblingsstücke: die Dünen und ihre Kinderbücher. © Marko Förster

Ihr Lieblingsstück: Claudia Pinkau ist gern an der Ostsee. Deshalb ist das Dünenbild spontan ihr Lieblingsstück. Die Pastelltechnik macht den Sand so echt, sagt sie und greift schon zu ihren Kinderbüchern, die ihr genau so lieb sind. 

Warum ist sie dabei: Für Claudia Pinkau ist es bereits die zweite Galerie. Die erste  betreibt sie mit Heike Küchler am Kirchplatz in Pirna. Doch weil Pirna "so richtig schön" ist und die Lage der Vielfalt-Galerie so gut ist, ist sie auch hier dabei. Zwei Mal im Monat Dienst, das so gut zu bewältigen.

Was erhofft sie sich von der Galerie: Das, was sich alle Künstler wünschen: Bekannter zu werden, etwas zu verkaufen - und Kontakte zu knüpfen. Claudia Pinkau denkt dabei konkret auch an Kindereinrichtungen, denen sie zum Beispiel Führungen mit Bezug auf ihre Bücher über die Sächsische Schweiz, Dresden und Moritzburg. 

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Auf der Barbiergasse öffnet eine neue Galerie. Sie wird ihren Namen gleich mehrfach gerecht.

Wann treffen die Besucher sie das erste Mal: Claudia Pinkau macht den Auftakt. Sie ist bereits am 3. März zum ersten regulären Öffnungstag vor Ort.

Galerie Vielfalt: Barbiergasse 19, Geöffnet: Dienstag bis Freitag, 11 bis 18 Uhr, Sonnabend, 11 bis 14 Uhr

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