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Deinege wirbt für Görlitzer Waggonbau

Siemens verwendet Wagenkästen von Bombardier für seine ICE- Züge. Da sollte Görlitz zum Zuge kommen. Doch es kam anders.

Siegfried Deinege
Siegfried Deinege © Nikolai Schmidt

Der scheidende Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege hat nach eigenen Angaben den Besuch von Joe Kaeser bei Siemens genutzt, um mit ihm über die Produktion des neuen Schnellzuges ICE 4 zu sprechen und dabei um Aufträge für das Görlitzer Waggonbau-Werk geworben.

Siemens hatte im Mai 2011 einen Rahmenauftrag für bis zu 300 Triebzüge dieses neuen Typs von der Deutschen Bahn erhalten. Im ersten Schritt wurden 130 Züge bestellt. Seit Anfang 2017 sind die ersten Züge im Probebetrieb. Siemens ist zwar der Auftragnehmer, aber Bombardier gehört zum Konsortium, das diesen Zug fertigt. So liefert Bombardier die Wagenkästen. Zuerst war dafür Görlitz als Produktionsstandort vorgesehen. Hier wurde auch das spezielle Schweißverfahren entwickelt, das für den ICE 4 Anwendung findet.

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Mittlerweile kommen die Wagen aber vom Bombardier-Standort Wroclaw. Allerdings gibt es dort dem Vernehmen nach Probleme mit der Qualität. Deinege setzt sich seit Jahren dafür ein, dass wieder Görlitz die Wagenkästen baut. Sein wichtigstes Argument: Mit Geldern der deutschen Bahnkunden könnten so Arbeitsplätze in Deutschland erhalten werden. Außerdem wären Qualitätsprobleme auch auf diese Art schneller zu beheben. Über die Reaktion von Kaeser ist nichts bekannt.

Vom ICE-4 befinden sich die ersten Züge im Probebetrieb. Sie werden künftig den Kern der Zugflotte der Deutschen Bahn im Fernverkehr bilden.

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