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Großenhain

Diakonie wird Hort-Betreiber

In Ponickau soll ein Hortgebäude für alle Grundschulkinder gebaut werden – die Gemeinde hat sich schon im Vorfeld für einen Betreiber entschieden.

Thiendorfs Bürgermeister Dirk Mocker zeigt an der Grundschule Ponickau den Plan fürs künftige Hortgebäude.
Thiendorfs Bürgermeister Dirk Mocker zeigt an der Grundschule Ponickau den Plan fürs künftige Hortgebäude. © Kristin Richter

Thiendorf. Der neu geplante zentrale Hort für die Ponickauer Schulkinder soll künftig von der Diakonie Riesa-Großenhain betrieben werden. Das beschlossen Thiendorfs Gemeinderäte in ihrer Februar-Sitzung. Zurzeit werden die Grundschüler noch auf drei verschiedene Horteinrichtungen in drei Ortsteilen verteilt. Dadurch müssen viele Kinder nach dem Unterricht mit dem Bus nach Thiendorf und Sacka fahren und bekommen erst sehr spät ihr Mittagessen.

Im Ponickauer Neubau wird es eine Essensversorgung für alle Grundschüler geben, was sich die Eltern schon seit langem wünschen. Durch die Zentralisierung wird es für die Schule auch leichter, mit Ganztagsangeboten zu arbeiten.

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Die Diakonie Riesa-Großenhain ist bereits für den aktuellen Hortbetrieb in den Räumen der Grundschule verantwortlich und soll nach der Fertigstellung des Gebäudes auch die anderen Hortkinder betreuen. „Wir wollen, dass die Ideen des neuen Betreibers bereits in die Planung des Gebäudes einfließen“, erklärte Bürgermeister Dirk Mocker im Gemeinderat. 

Zur Diakonie gehören in der Elbe-Röder-Region bereits mehrere Kindereinrichtungen, darunter auch das Ponickauer Montessori-Kinderhaus. Seine Organisation könne auf einen Pool von mehr als 90 Erzieherinnen zurückgreifen, sagte Diakonie-Chef Hans-Georg Müller im Gemeinderat. Dadurch ließen sich Ausfälle beim Personal leichter kompensieren.

In das neue, 1,8 Millionen Euro teure Hortgebäude sollen sechs Gruppenräume und ein größerer Mehrzweckraum eingebaut werden. Gegessen wird im Kinderrestaurant, wo sich die Schüler ihre Portionen selbst auftun dürfen. Die Mahlzeiten kommen aus der Diakonie-eigenen Küche in Großenhain. 

Die enge Kooperation mit der Grundschule soll fortgeführt werden; auch dadurch, dass die Hortkinder außerhalb der Unterrichtszeiten Turnhalle, Werkraum und Computerraum nutzen dürfen, ebenso die Außen-Sportanlagen, den Schulhof und das Grüne Klassenzimmer. Auch der Spielplatz des benachbarten Montessori-Kinderhauses soll den Hortkindern offen stehen. 

Die Betreuung ist für den Frühhort von 6 bis 7.30 Uhr geplant, die Kernzeit von 11 bis 17 Uhr. Was den Thiendorfer Gemeinderäten und auch vielen Eltern wichtig war: An der Essensversorgung können auch die Schüler teilnehmen, die den Hort nicht besuchen. Die Vergabe des Hortbetriebs an die Diakonie erfolgte unter dem Vorbehalt, dass die beantragten Fördermittel für den Neubau fließen.

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