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Pirna

Die Gästelieblinge aus der Sächsischen Schweiz

Gleich zwei Unterkünfte in Bad Schandau konnten sich beim Wettbewerb „Gästeliebling“  gegen die sachsenweite Konkurrenz behaupten.

Dirk und Magda Prange sind mit ihrem Ferienhaus Montana in Postelwitz Landessieger in der Kategorie Ferienwohnung geworden.
Dirk und Magda Prange sind mit ihrem Ferienhaus Montana in Postelwitz Landessieger in der Kategorie Ferienwohnung geworden. © Dirk Zschiedrich

Ferienhaus Montana: Fast jeden Wunsch erfüllen

Im dritten Anlauf hat es das Ferienhaus Montana in Bad Schandau bis ganz nach oben geschafft. 2017 war es Regionalsieger im Wettbewerb Gästeliebling, 2018 unter den drei Nominierten in der Sächsischen Schweiz und in diesem Jahr schließlich Landessieger in der Kategorie Ferienwohnung. 100 von 100 Punkten bei Service und Kundenorientierung. Mehr geht nicht.

Wie man das schafft? Indem man seinen Gästen beinahe jeden Wunsch erfüllt und auch Online-Bewertungen als wichtige Rückmeldung ernst nimmt, erklärt Betreiber Dirk Prange. Kürzlich fragte ein Gast nach einem Stabmixer für die gemietete Ferienwohnung. Prange fuhr los und kaufte ein solches Gerät. Ein anderer bemängelte in seiner Online-Bewertung das Fehlen eines Türstoppers in einem Zimmer. Der Vermieter installierte den Knauf und tat das auf dem Buchungsportal in einer Antwort kund.

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„Wir pflegen den persönlichen Kontakt zu unseren Gästen“, sagt der Dirk Prange, der das beschauliche Fachwerkhaus am Elbufer in Postelwitz seit 2014 gemeinsam mit seiner Frau Magda betreibt. Sie empfangen ihre Gäste persönlich, holen sie, wenn nötig, vom Bahnhof ab, und lassen die Urlauber wissen, dass sie sich bei Fragen jederzeit an ihre Gastgeber wenden können. Das zahlt sich aus. Das Himmelfahrtswochenende beispielsweise ist im Ferienhaus Montana für die kommenden zehn Jahre ausgebucht – von den ein- und denselben Gästen.

Dirk und Magda Prange, die in Bad Schandau auch das Restaurant Schlemmereck betreiben, haben das Ferienhaus vor gut fünf Jahren vom vorherigen Besitzer gekauft. Da war es nach dem Hochwasser von 2013 gerade frisch saniert. „Meine Frau hat immer gesagt, ich soll kein Haus im Überflutungsgebiet kaufen“, sagt Dirk Prange, der sich als Restaurantbetreiber schon länger nach einem zweiten Standbein in der Vermietung umgesehen hatte. Als beide dann erfuhren, dass das Montana zum Verkauf steht, war das Geschäft am Tag darauf per Handschlag besiegelt – das Haus liegt am tiefsten Punkt in Postelwitz. Wenn die Elbe Hochwasser führt, wird es hier als erstes nass.

Davon ließen sich die Eheleute nicht beirren. „Das alte Fachwerkhaus hat seinen ganz eigenen Charme“, erklärt Dirk Prange. Seine Frau Magda kümmerte sich um die Gestaltung. Die zwei Zimmer und zwei Ferienwohnungen sind modern eingerichtet und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Im Inneren des Hauses wurde nach der Übernahme noch eine Wand durchbrochen, dahinter eine Terrasse mit Sitzecke und Grillplatz angelegt. Dort können die Urlauber auch bei schlechterem Wetter überdacht im Freien sitzen. „Das sind so Kleinigkeiten, die die Gäste zu schätzen wissen“, sagt Dirk Prange.

Gebucht wird das Ferienhaus Montana hauptsächlich über Internetplattformen wie booking.com, inzwischen auch vermehrt direkt. Die Gäste kommen aus der ganzen Welt: Japan, Australien, Russland, USA, wobei Deutschland und seine europäischen Nachbarn wie Holland, Belgien und Frankreich den größten Anteil ausmachen. Magda und Dirk Prange kümmern sich um alles selbst: Anreise, Abreise, Reinigung, Wäsche. Das hilft, die Preise kundenfreundlich zu halten. Ab 40 Euro pro Nacht ist ein Ferienzimmer für zwei Personen bei Direktbuchung zu haben.

Pension Goldstück: Immer Einsatz zeigen

Christian Heinze und Barbora Jakob vor ihrem Goldstück im Zentrum Bad Schandaus. Um das Frühstücksbuffet kümmert sich der Chef persönlich. 
Christian Heinze und Barbora Jakob vor ihrem Goldstück im Zentrum Bad Schandaus. Um das Frühstücksbuffet kümmert sich der Chef persönlich.  © Dirk Zschiedrich

Die eine Bewertung muss ihm irgendwie durchgerutscht sein, sagt Christian Heinze nur halb im Scherz. Die Pension Goldstück, die er im Zentrum von Bad Schandau mit seiner Frau Barbora Jakob betreibt, konnte mit einer Antwortquote von 99 Prozent überzeugen. Das heißt: Auf Bewertungen in Online-Portalen hat er in 99 von 100 Fällen reagiert, sei es durch ein simples „Dankeschön“ als Antwort auf einen Kommentar oder durch das Eingehen auf konstruktive Kritik. Bei allen anderen Kriterien für Kundenorientierung und Service gab es die volle Punktzahl. Dafür muss man Einsatz zeigen, auch wenn man selbst vielleicht mal ein schlechten Tag hat.

„Wir sind Gastgeber durch und durch“, sagt der gebürtige Bad Schandauer – und das von Jugend an. Schon mit 14 stand der heute 36-Jährige im elterlichen Betrieb mit hinterm Tresen, in der Pension und Gaststätte „Zum Roten Haus“ in Bad Schandau. Nach Lehr- und Arbeitsjahren in Dresden und Karlsruhe sowie einem Studium zum Hotelbetriebswirt kehrte er gemeinsam mit seiner Frau ins heimatliche Elbsandsteingebirge zurück. In zentraler Lage an der Dresdner Straße in Bad Schandau kauften sie 2015 ein nach dem letzten Hochwasser leerstehendes Wohnhaus und bauten es zur Pension aus. Der Name Goldstück geht auf das gleichnamige Lieblingscafé von Christian Heinze und Barbora Jakob aus ihrer Zeit in Karlsruhe zurück. „Wenn Karlsruhe ein Goldstück hat, dann darf die Sächsische Schweiz auch eins kriegen“, sagten sich die beiden. Mittlerweile hat sich der Name etabliert.

Zur Pension mit fünf Zimmern und einer Ferienwohnung ist mittlerweile ein zweites Goldstück hinzugekommen: Töchterchen Kate-Rose, gerade 21 Monate alt. Wenn die Eltern das Frühstücksbuffet bestücken, dann begrüßt sie die Gäste und sorgt für ein Lächeln in den Gesichtern. „Das Familiäre steht bei uns ganz vorn“, sagt Christian Heinze. Herzlichkeit und Wärme – das spüren die Gäste. Die junge Familie wohnt auch selbst mit im Haus, so ist immer ein Ansprechpartner vor Ort. „Der Gast ist bei uns keine Zimmernummer wie in einem großen Hotel“, erklärt Heinze. „Nicht daheim und doch zu Hause“, lautet das Motto der Pension.

Die ankommenden Urlauber werden persönlich empfangen und auf ihr Zimmer geführt, beim Plausch am Morgen gibt es Tipps für Wandertouren und Ausflüge, wie sie nur jemand geben kann, der sich vor Ort auskennt. Da bremst Christian Heinze, der die 112 Kilometer des Malerwegs selbst schon komplett gelaufen ist, auch mal, damit die Gäste sich nicht zu viel vornehmen für einen Tag oder nicht gerade an einem besucherstarken Feiertag auf die Bastei wollen. Über eine App können sich die Gäste des Goldstücks ein frisches Lunchpaket für ihre Wanderungen bestellen, auf Wunsch vegetarisch und immer umweltfreundlich verpackt in einer Brotdose statt im Plastikbeutel.

„Für uns ist der Titel Gästeliebling wie ein Michelin-Stern für ein Gourmet-Restaurant“, sagt Christian Heinze, der vor einigen Jahren in Karlsruhe selbst in einem Restaurant gearbeitet hat, das einen solchen Stern errungen hat. Der Unterschied: Die Gourmet-Sterne werden von Kritikern vergeben, der Gästeliebling-Titel basiert auf den Online-Bewertungen von echten Urlaubern, die in den Herbergen genächtigt haben.

Die ankommenden Urlauber werden persönlich empfangen und auf ihr Zimmer geführt, beim Plausch am Morgen gibt es Tipps für Wandertouren und Ausflüge, wie sie nur jemand geben kann, der sich vor Ort auskennt. Da bremst Christian Heinze, der die 112 Kilometer des Malerwegs selbst schon komplett gelaufen ist, auch mal, damit die Gäste sich nicht zu viel vornehmen für einen Tag oder nicht gerade an einem besucherstarken Feiertag auf die Bastei wollen. Über eine App können sich die Gäste des Goldstücks ein frisches Lunchpaket für ihre Wanderungen bestellen, auf Wunsch vegetarisch und immer umweltfreundlich verpackt in einer Brotdose statt im Plastikbeutel.

„Für uns ist der Titel Gästeliebling wie ein Michelin-Stern für ein Gourmet-Restaurant“, sagt Christian Heinze, der vor einigen Jahren in Karlsruhe selbst in einem Restaurant gearbeitet hat, das einen solchen Stern errungen hat. Der Unterschied: Die Gourmet-Sterne werden von Kritikern vergeben, der Gästeliebling-Titel basiert auf den Online-Bewertungen von echten Urlaubern, die in den Herbergen genächtigt haben.

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