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Die Geheimnisse des Schatthangwaldes

In Graupa wurde jetzt ein Naturlehrpfad eröffnet. Die ursprüngliche Variante stammt aus den 70er-Jahren.

Graupas Ortsvorsteher Gernot Heerde, Sybille Neumann von der Stadtverwaltung Pirna und Landesforstpräsident Utz Hempfling. (v.l.) enthüllen die Übersichtstafel des neuen Naturlehrpfades in Graupa.
Graupas Ortsvorsteher Gernot Heerde, Sybille Neumann von der Stadtverwaltung Pirna und Landesforstpräsident Utz Hempfling. (v.l.) enthüllen die Übersichtstafel des neuen Naturlehrpfades in Graupa. © Daniel Schäfer

Wer immer schon mal wissen wollte, was es genau mit dem Alten Wasserhäus'l, dem Granit-Steinbruch und dem Schatthangwald auf sich hat, sollte den jetzt eröffneten Naturlehrpfad in Graupa abwandern. Er wurde am Donnerstagvormittag offiziell eingeweiht. 

Die Strecke führt vom Jagdschloss Graupa an dem Borsberghang entlang bis nach Oberpoyritz. Sie ist sechs Kilometer lang. Wer allerdings den ausgeschriebenen Abstecher macht, läuft insgesamt acht Kilometer. Nicht nur die stille Natur ist zu genießen. 24 Lehrtafeln informieren über Pflanzenarten, Feuchtbiotope und bemerkenswerte kulturhistorische Stätten.  So gibt es Stationen am Borsbergbad, dem Alten Wasserhäus’l und den Trockenmauern entlang der alten Jagdwege, genauso wie zu Baumarten, Waldgesellschaften und zur Waldbewirtschaftung. Außerdem gibt es zwei Übersichtstafeln, die in Graupa und Oberpoyritz aufgestellt wurden.  Das Besondere an der Tour ist: Man kann den Pfad in beide Richtungen begehen. Entsprechende Ausschilderungen befinden sich auf den Tafeln.

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Was man kennt, schätzt man

Die Erarbeitung und Realisierung des neuen Naturlehrpfades ist ein Gemeinschaftsprodukt, an dem sich der Sachsenforst, der Verein Pro Graupa und die Stadt Pirna beteiligten. "Entstanden ist ein tolles Projekt, das von vielen getragen wird", fasst Kerstin Rödiger vom Sachsenforst zusammen. 

Der neue Lehrpfad knüpft an den alten Pfad an, der Anfang der 70er-Jahre in Graupa erarbeitet und 2010 erweitert wurde. Die Informationsschilder wurden vom Sachsenforst neu gestaltet. "Sie sind jetzt nicht mehr so wissenschaftlich gehalten, sondern für jeden gut verständlich. Wir möchten möglichst eine breite Bevölkerungsschicht ansprechen", erklärt Rödiger.

Mit dem Naturlehrpad wollen die Akteure Menschen für den Wald und die Natur sensibilisieren. Das bekräftigte auch Gernot Heerde bei der offiziellen Einweihung. "So können wir den Bürgern die Natur näher bringen", sagte der  Vereinschef von Pro Graupa, der gleichzeitig Ortsvorsteher von Graupa ist. „Nur was man kennt, achtet man auch“, schätzt Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirkes Neustadt das Ziel des Naturlehrpfades ein. 

Auch bei der Wartung des Weges wollen die Mitglieder des Vereins Pro Graupa weiterhin eng mit dem Sachsenforst zusammenarbeiten. So wird zum Beispiel regelmäßig auf die Verkehrssicherheit geachtet und die Standfestigkeit der Bäume an den einzelnen Stationen kontrolliert. Außerdem wollen Verein und Sachsenforst künftig auf ihren Internetseiten auf den neuen Lehrpfad aufmerksam machen. 

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