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Drei Bauvorhaben mit Geschichte bestätigt

Die Hafermühle, eine denkmalgeschützte Stadtscheune und ein neuer Sitz für die Musikschule, überall gibt es Baupläne. Der Stadtrat begrüßt dies.

Mathias Thümmel steht vor der denkmalgeschützten Stadtscheune in Dipps, wo er seinen Firmensitz einrichten will.
Mathias Thümmel steht vor der denkmalgeschützten Stadtscheune in Dipps, wo er seinen Firmensitz einrichten will. © Karl-Ludwig Oberthür

Drei Bauvorhaben von öffentlichem Interesse und historischer Bedeutung hatte der Technische Ausschuss des Stadtrats Dippoldiswalde auf seiner jüngsten Sitzung zu entscheiden. Allerdings waren die Planungen unumstritten, sodass der Ausschuss in jedem Fall einstimmig grünes Licht gab. Erst ging es um die Umnutzung des Gebäudes am Schulgäßchen, wo früher ein Schuhgeschäft war, und jetzt die Musikschule mit Unterrichtsräumen und ihrem Büro einziehen will. Das letzte Wort hat in diesen Fällen aber die Bauabteilung im Landratsamt. 

Endlich ein festes Domizil für die Musikschule

Früher war die Musikschule im Kulturzentrum Parksäle untergebracht. Eine Rückkehr dorthin ist aber unwahrscheinlich, selbst dann wenn die Stadtverwaltung aus dem Seitentrakt ausziehen wird. Der Baubeigeordnete Peter Antoniewski erklärte, warum das keine Lösung für die Musikschule bietet. Für öffentlich genutzte Räume reicht dort der Brandschutz nicht aus. Dafür müsste ein weiteres Treppenhaus angebaut werden. Die Büros dort sollen künftig als Abstellräume genutzt werden. Dirk Massi, der Ortsvorsteher von Dippoldiswalde, begrüßt das Vorhaben. „Die Musikschule ist dann nach jahrelanger Odyssee irgendwo angekommen. Und die Nähe zur Oberschule ist auch ein Vorteil“, sagt er.

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Lange ziehen sich die Verhandlungen über die Zukunft der Hafermühle an der B 170 in Dipps hin. Nun gibt es Bewegung.
Lange ziehen sich die Verhandlungen über die Zukunft der Hafermühle an der B 170 in Dipps hin. Nun gibt es Bewegung. © Egbert Kamprath
Hier sollen Unterrichts- und Büroräume der Kunst- und Musikschule ihren Platz finden. Der Stadtrat ist dafür. 
Hier sollen Unterrichts- und Büroräume der Kunst- und Musikschule ihren Platz finden. Der Stadtrat ist dafür.  © Egbert Kamprath

Denkmalgeschützte Scheune wird Betriebssitz

Das zweite Bauvorhaben ist der Plan des Dippoldiswalder Fliesenlegers Mathias Thümmel, eine alte Stadtscheune an der Niedertorstraße als Betriebssitz umzubauen. „Aus Sicht der Stadtplanung spricht nichts dagegen. Die Erschließung ist gesichert“, erklärte Antoniewski. Massi ergänzte, dass der Unternehmer jetzt Räume nutzt, die an der Weißeritzstraße im Überschwemmungsgebiet liegen. Der Umbau der Scheune sei demgegenüber ein Gewinn. Thümmel, der selbst im Ausschuss sitzt, hatte sich an der Diskussion und Abstimmung nicht beteiligt. 

Hoffnung für die Hafermühle

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Fast eine Formalie war das dritte Thema. Es geht um eine Bauanfrage des Eigentümers der Hafermühle. Der verfolgt seine Pläne weiter. Die Verhandlungen – vor allem mit dem Denkmalschutz – ziehen sich aber hin, sodass die Bauvoranfrage ausläuft Der Ausschuss sah keine Probleme, diese zu verlängern. Simone Ullrich-Braune, Abteilungsleiterin Bau in der Stadtverwaltung, hatte noch gute Nachrichten von diesem Bauprojekt. Es gebe inzwischen eine Einigung über einen Abriss eines Gebäudeteils. „Wir hoffen, dass damit Bewegung in den Vorhaben kommt, damit dort wieder etwas Neues entstehen kann“, sagt sie. 

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