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Dresden: Aussichtspunkt ab Jahresende frei

Ein Brand an einem Verteilerkasten dort half den Einbrechern ins Grüne Gewölbe. Nun sind die Gerüste am Altstädter Pegelhaus an der Augustusbrücke gefallen.

Gerüstbauer haben am Freitagvormittag binnen weniger Stunden die Gerüste am Pegelhaus neben der Augustusbrücke abgebaut.
Gerüstbauer haben am Freitagvormittag binnen weniger Stunden die Gerüste am Pegelhaus neben der Augustusbrücke abgebaut. © SZ/Peter Hilbert

Dresden. Am Terrassenufer bietet sich direkt neben der Augustusbrücke ein neues Bild. Schräg gegenüber vom Theaterkahn sind jetzt die Gerüste am Altstädter Pegelhaus gefallen. Dabei waren die Gerüstbauer einer Freitaler Firma von der schnellen Sorte. Am Freitagmorgen rückten sie an. Zwei Stunden später waren die Gerüste verschwunden. Besonders bekannt wurde der eher unscheinbare Seitenflügel an der Augustusbrücke im Zusammenhang mit dem Einbruch ins Grüne Gewölbe am 25. November vergangenen Jahres.

Hier hatten die Gerüstbauer morgens am Pegelhaus mit dem Abbau begonnen. Zuerst waren die grünen Netze beseitigt worden, die das Gerüst verhüllten.
Hier hatten die Gerüstbauer morgens am Pegelhaus mit dem Abbau begonnen. Zuerst waren die grünen Netze beseitigt worden, die das Gerüst verhüllten. © Peter Hilbert

Bevor die Juwelenräuber ins Grüne Gewölbe einbrachen, hatten sie offensichtlich einen Niederspannungs-Verteilerkasten im Obergeschoss des Pegelhauses in Brand gesetzt. So fielen die Straßenleuchten am Theaterplatz und der Sophienstraße aus, sodass sie im Dunkeln agieren konnten. In dem Raum an der Augustusbrücke haben sich der Stromverteiler und andere Anlagen befunden. Nach dem Brand wurden ein Notstromaggregat und später ein provisorischer Verteilerkasten hinter dem Pegelhaus aufgestellt. Statt des einen Kastens hatte die Drewag zwei neue installiert.

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Diesen Verteilerkasten musste die Drewag nach dem Brand im November 2019 vor dem Pegelhaus hinter dem Pegelhaus vorübergehend aufstellen.
Diesen Verteilerkasten musste die Drewag nach dem Brand im November 2019 vor dem Pegelhaus hinter dem Pegelhaus vorübergehend aufstellen. © Archivfoto: SZ/Peter Hilbert

Das Pegelhaus war 2016 vor Beginn der Arbeiten an der Augustusbrücke saniert worden. Das Gebäude war von den Hochwassern 2002 und 2013 geschädigt worden. Deshalb hatte die Stadt rund 516.000 Euro Fluthilfemittel bekommen, mit denen sie die Sanierung finanzierte. Die Arbeiter hatten die Gebäudedecke des Obergeschosses abgebrochen und erneuert. Sie reinigten die Natursteinoberflächen der Wände auf der Außenseite und setzten sie instand, ergänzten Fehlstellen und stellten ein einheitliches Fugenbild her.

Die Aussichtsplattform auf dem Pegelhaus ist seit Frühjahr 2016 gesperrt, als die Sandsteinbrüstungen und die historischen Geländer abgebaut wurden. Nach der Sanierung hatten die Vorbereitungen für die Arbeiten an der Augustusbrücke angefangen. Dort begann die 19 Meter lange Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer über das Terrassenufer, die während der Sanierung der elbaufwärts liegenden Brückenseite bis August 2019 genutzt wurde. Danach wurde sie wieder abgebaut.

Auf der Aussichtsplattform sind jetzt die sanierten Sandsteinbrüstungen und die restaurierten historischen Geländer wieder aufgestellt worden.
Auf der Aussichtsplattform sind jetzt die sanierten Sandsteinbrüstungen und die restaurierten historischen Geländer wieder aufgestellt worden. © René Meinig

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Die Brüstungssteine wurden von den Sächsischen Sandsteinwerken Pirna restauriert, zu stark beschädigte durch neue ersetzt. Die Geländer hat eine Dresdner Stahlbaufirma entrostet und neu beschichtet. Wenn der elbabwärts liegende Fußweg der Augustusbrücke zum Jahresende wieder freigegeben werden kann, fallen auch die Zäune an der Aussichtsplattform.

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