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Die Knackpunkte für die Dresdner Footballer

Die Monarchs liegen derzeit nur auf Rang drei in ihrer Staffel, wollen aber noch ins Finale. Die SZ erklärt, wie das funktionieren soll.

Das ist der Plan: Monarchs-Spielmacher Zack Greenlee (r.) erklärt seinem Klubkollegen Cheikhou Sow die besten Laufwege.
Das ist der Plan: Monarchs-Spielmacher Zack Greenlee (r.) erklärt seinem Klubkollegen Cheikhou Sow die besten Laufwege. © Lutz Hentschel

Sachsens beste Footballer von den Dresden Monarchs träumen seit 2013 von der Wiederholung ihres bislang größten sportlichen Erlebnisses: dem ersten und bislang einzigen German-Bowl-Finale mit Dresdner Beteiligung. Das Endspiel um die deutsche Meisterschaft verloren die Monarchs damals in einem denkwürdigen Finale hauchdünn mit 34:35 gegen Braunschweig. Seither nehmen die Elbestädter stetig Anlauf für einen solchen Coup. Bislang vergeblich.

Das könnte sich in dieser Saison ändern. Nach dem gelungenen Rückrundenstart aus der Sommerpause steht das Team nun am Samstag, 15 Uhr, vor seinem ersten Rückrunden-Heimspiel. Das Duell gegen die Potsdam Royals gehört für den Tabellendritten der Nordstaffel allerdings nicht zu den drei Knackpunkten der restlichen Normalrunde, um noch Rang zwei in der Tabelle zu erobern. Die wichtigsten Spiele erläutert nun die Sächsische Zeitung.

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Auftritt beim Rekordmeister

Da ist noch eine Rechnung offen. Am 10. August steigt das Rückspiel beim deutschen Rekordmeister, den New Yorker Lions aus Braunschweig. Ihr Heimspiel vor knapp 8 000 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion hatten die Monarchs nämlich denkbar unglücklich und knapp verloren. Am Ende hieß es 31:34. Unter anderem, weil der Dresdner Quarterback Zack Greenlee zur Halbzeit verletzt passen musste – und seinem Vertreter, dem Eigengewächs Ferras El-Hendi, die spielerischen Mittel noch fehlten, um gegen den amtierenden Europapokalsieger den Spieß umzudrehen. „Wenn wir unseren Quarterback gehabt hätten, hätten wir das Spiel sicher gewonnen“, erklärte Monarchs-Chefcoach Ulrich Däuber anschließend. Nun, Greenlee ist nach seiner Rippenverletzung wieder fit – aber Braunschweig immer noch ungeschlagener Spitzenreiter (16:0).

Revanche für den Aussetzer

Am 15. Juni kassierten die Sachsen ihre zweite und bislang letzte Niederlage in der laufenden Saison. Wahrscheinlich auch eine der unnötigsten in der Klubgeschichte. Beim damals noch ungeschlagenen Spitzenreiter in Hildesheim lagen die Monarchs im letzten Viertel souverän mit 27:12 in Führung. Nur vier Minuten waren noch zu spielen. Doch dann reihten die Dresdner Fehler an Fehler. In der Offensive wie in der Abwehr. Ernüchternder Endstand vier Spielminuten später: 27:31 aus Sicht der überrumpelten Dresdner. „Nicht Hildesheim hat gewonnen, sondern wir haben verloren“, sagte Däuber damals, bezog sich in die Fehlerkette aber ausdrücklich mit ein. Die Revanche in Dresden am 31. August müssen die Monarchs gewinnen – und das mit möglichst mehr als vier Punkten Unterschied. Dann würde das Däuber-Team in der Endabrechnung an den Hildesheim Invaders (14:2) dank des Vorteils in den direkten Duellen vorbeiziehen. Immer vorausgesetzt beide Verfolger verlieren jeweils nur noch gegen Braunschweig und leisten sich sonst keine Aussetzer gegen vermeintliche Underdogs mehr.

Die Stolpersteine

Die warten noch zum Ende der Nomalrunde – also unmittelbar vor den Play-offs. Um als Tabellenzweiter im ersten K. o.-Spiel auf einen Heimvorteil zu bauen, muss Ulrich Däuber seine Mannschaft noch zu zwei Siegen über die Berlin Rebels führen – am 25. August in Berlin und am 7. September im Rückspiel in Dresden. Das will der in der German Football League etwas eigenartig zusammengestellte Spielplan so.

In den letzten zwei Jahren hatten die Monarchs gegen die Recken aus der Hauptstadt immer mal wieder Probleme. Und die Rebels stehen als derzeitiger Tabellenvierter (8:8) auch nicht schlecht da, gegen Braunschweig und Hildesheim setzte es nur knappe Niederlagen.

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