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Dresden hat jetzt ein Corona-Test-Drive-in

Pflegekräfte, Krankenschwestern und Ärzte werden aus dem Messegelände im Vorbeifahren getestet. Das soll Senioren und andere Gefährdete schützen.

Mitarbeiter sind in Schutzanzügen im Dresdner Corona Test-Drive-in und testen im Auto.
Mitarbeiter sind in Schutzanzügen im Dresdner Corona Test-Drive-in und testen im Auto. © René Meinig

Dresden. Die Stadt und das Deutsche Rote Kreuz Dresden (DRK) haben am Dienstag eine Corona-Teststation in Betrieb genommen. Die Feuerwehr und das DRK machen dort Corona-Tests. "Es geht darum, das Virus nicht in besonders gefährdete Einrichtungen hineinzutragen", sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bei der Eröffnung. 

Die Zelt-Station ist auf dem Parkplatz des Messegeländes am Tor 4 errichtet worden. Hier sollen Mitarbeiter von Pflege- und Senioreneinrichtungen, Krankenhauspersonal und alle, die mit besonders gefährdeten Personen in Kontakt stehen, getestet werden.

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So funktioniert's: Die Testperson fährt mit dem Auto hinein, wird eingewiesen und befragt, ob sie Symptome hat. Dann wird der Abstrich gemacht, dieser anschließend verpackt und in ein Labor geschickt. Man kann aber auch zu Fuß oder mit dem Rad zum Drive-In kommen. "Am nächsten Tag liegt das Ergebnis vor und positiv Getestete werden persönlich informiert", erklärt Dresdens Feuerwehrchef Andreas Rümpel.

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Sechs Mitarbeiter werden pro Station benötigt. Diese wurden in den vergangenen zehn Tagen ausgebildet. "Es ist nicht so einfach, genau die richtige Stelle im Rachen zu finden", erklärt Dresdens DRK-Vorsitzender und CDU-Landtagsabgeordneter Lars Rower.

Laut Rümpel können derzeit 25 Tests pro Stunde durchgeführt werden und etwa 200 am Tag. "Wir können auf dem Gelände aber auch noch bis zu zwölf weitere Stationen aufbauen", so Rümpel. Dafür benötige er bei Bedarf ein paar Tage Vorlauf.

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Die Personen, die getestet werden, werden vom Gesundheitsamt der Stadt informiert. Dieses hat einen Plan ausgearbeitet, welche Einrichtungen wann getestet werden. "Also bitte nicht einfach vorbeikommen", stellt OB Hilbert klar. Jeder aus der betroffenen Gruppe erhalte demnächst einen Termin. 

© René Meinig
© René Meinig
© René Meinig
© René Meinig
© René Meinig

So ein Test kostet laut Oberbürgermeister Hilbert gut 60 Euro. Derzeit müsse die Stadt dafür komplett aufkommen. "Ich hoffe, dass es da schnell eine bundesweite Lösung zur Finanzierung gibt."

Denn laut Feuerwehrchef Rümpel sollen rund 11.200 Personen getestet werden, die in Krankenhäusern, Pflege- und Senioreneinrichtungen arbeiten. Außerdem verweist Hilbert darauf, dass Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen diskutiert werden. "Wenn wir die Schulen wieder öffnen, was sinnvoll ist, wäre es aber auch sinnvoll, dort alle Mitarbeiter zu testen." Dann kämen schnell enorme Summen für die Test zusammen.

Zudem sprach sind Hilbert für eine Art Mundschutzpflicht aus. "Überall dort, wo Menschen mit anderen Menschen in Kontakt kommen, wäre es sinnvoll."

Damit meint Hilbert beispielsweise beim Einkaufen, in Bussen und Bahnen, auf dem Wochenmarkt an der Lingnerallee gilt ja bereits die Pflicht, Mundschutz zu tragen

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