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Dresden: Direktor verlässt Städtisches Klinikum

Der für medizinische Fragen zuständige Lutz Blase geht. Es ist der zweite Abgang aus der Klinikleitung in nur wenigen Monaten.

Lutz Blase hat seinen Vertrag als Medizinischer Direktor am Städtischen Klinikum Dresden aufgelöst.
Lutz Blase hat seinen Vertrag als Medizinischer Direktor am Städtischen Klinikum Dresden aufgelöst. © Städtisches Klinikum Dresden/PR

Dresden. Während noch an der Neuausrichtung des Städtischen Klinikums gefeilt wird, hat der Medizinische Direktor, Lutz Blase, den Eigenbetrieb verlassen. Das teilte Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (Linke) am Dienstag mit. 

Er verlasse das Klinikum auf eigenen Wunsch, sagte sie. Gründe wurden nicht genannt. Bereits im März hatte der Kaufmännische Direktor um die Entbindung von seinen Aufgaben gebeten. Dem kam die Stadt nach und besetzte den Posten mit dem Diplom-Betriebswirt Marcus Polle neu - zunächst bis Ende 2021. Denn das Klinikum soll neu ausgerichtet werden. 

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Wie das klappen soll, damit beschäftigen sich derzeit sehr viele Menschen. Bis zum 30. September soll ein wirtschaftlich tragfähiges Betriebskonzept erarbeitet werden. Dafür wurden Unternehmensberater von Ernst & Young herangeholt. Begleitet wird dieser Prozess von einem 21-köpfigen Team. Diesem gehören Vertreter der Stadtratsfraktionen, Chefärzte und Personalräte sowie Angehörige der Stadtverwaltung und des Klinik-Direktoriums an. Vorbehaltlich der Stadtrats-Zustimmung soll Anfang 2021 mit der Umsetzung des neuen Konzepts begonnen werden. 

Wohl auch aus diesem Grund wird die Funktion des Medizinischen Direktors erst im nächsten Jahr nachbesetzt. Der Posten wird interimsweise von zwei Chefärzten zusammen mit dem Kaufmännischen Direktor ausgefüllt.

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"Ich danke Herrn Dr. Blase für sein Engagement und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute“, so Kaufmann. Mit Ruhe und Besonnenheit habe sich Blase vor allem zwei großen Aufgaben gewidmet: der Fusion der vormals eigenständigen städtischen Krankenhäuser Friedrichstadt und Neustadt sowie der Bewältigung der Corona-Epidemie durch das Städtische Klinikum.

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