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Dresden: OB Hilbert fordert Corona-Disziplin

Oberbürgermeister Dirk Hilbert warnt vor den weiteren Corona-Lockerungen. Wieder steigende Infektionszahlen würden zu erneuten Schließungen führen.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) fürchtet durch weitere Öffnungen neue Infektionen.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) fürchtet durch weitere Öffnungen neue Infektionen. © Robert Michael/dpa

Dresden. Nach den Kneipen können bald auch wieder Theater, Kinos, Konzert- und Opernhäuser, Jugendhilfeeinrichtungen und Freibäder in Dresden öffnen. Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) sieht das nicht komplett entspannt. "Ich habe dabei ein allgemeines Unwohlsein", so der OB. "Wir öffnen in relativ kurzer Zeit sehr viel. Dadurch scheint mir der Respekt vor den Hygienemaßnahmen verlorenzugehen."

Hilbert befürchtet einen Anstieg der Corona-Infektionen in Dresden. "Durch die Lockerungen wird die Verantwortung zurück an die Bürger gegeben. Das bedeutet, es gibt keine Bevormundung durch den Staat mehr."

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Grundsätzlich sei dies richtig, da in Dresden nur noch sehr wenige Corona-Fälle bekannt sind. "Aber wenn die Lockerungen nicht erfolgreich sind und die Zahlen wieder steigen, ist die Kommune zuständig." Wenn neue "Herde" an Infektionen in Dresden geschaffen werden, müsse die Stadt, also er, erneut Schließungen und Ausgangs- oder Kontaktbeschränkungen erlassen. 

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Deshalb sei es richtig, dass über etwaige Grenzöffnungen noch vorsichtig diskutiert wird, Reisen nur im Inland erlaubt sind und auch Großveranstaltungen ab 1.000 Teilnehmern noch nicht durchgeführt werden dürfen.

"Bei großen Veranstaltungen herrscht schnell auch eine hohe Infektionsgefahr", so Hilbert. In großen Kultureinrichtungen sei es eine Herausforderung, das Abstandsgebot einzuhalten. "In Freibädern an warmen Tagen  wird das nicht undramatisch, die Hygiene einzuhalten. Ich habe Sorgenfalten, solange das im realen Leben nicht nachweislich funktioniert." 

Deshalb appelliert Hilbert an alle Dresdner: "Von uns allen ist weiterhin Disziplin gefordert, was die Einhaltung der Corona-Maßnahmen anbetrifft." Denn neue Einschränkungen, die der OB bei steigenden Infektionszahlen erlassen müsste, würden nicht nur den Dresdnern ein Stück Freiheit nehmen. Sie wären auch für Geschäfte, Restaurants, Kultureinrichtungen und die ganze Wirtschaft dramatisch.

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